Wie können bestimmte Kirchengebäude in Zukunft genutzt werden, so dass sie für die Menschen im Quartier nützlich sind? Diese Frage stand im Mittelpunkt der 16. Tagung „Kirche weitergebaut“ am Montag. Veranstalter war die Katholische Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, der Forschungsgruppe „TRANSARA“ und dem Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund.
Mehr als ein Bauwerk
Der Vormittag begann im Studio 41 an der Flurstraße in Dortmund, in der Nähe der BVB-Gründerkirche. Professorin Dr. Stefanie Lieb von der Katholischen Akademie Schwerte begrüßte hier die Gäste zum ersten Teil der Tagung. Daran schloss sich eine Besichtigung der Baustelle der BVB-Gründerkirche an. Am Nachmittag ging es in der Katholischen Akademie Schwerte dann um die theologische und urbanistische Perspektive. Dabei wurde deutlich: Entscheidungen über Umbau, Neunutzung oder auch Aufgabe von Kirchengebäuden betreffen längst nicht mehr nur das Bauwerk selbst, sondern immer stärker auch das soziale und städtebauliche Umfeld.
Das Projekt BVB-Gründerkirche
„Jede geschlossene Kirche bedeutet auch weniger soziale Angebote für die Menschen in einem Stadtteil“, beschrieb Prof. Dr. Barbara Welzel die Problematik. Das Projekt der BVB-Gründerkirche im Dortmunder Borsigplatzviertel wurde in diesem Zusammenhang als positives Beispiel näher vorgestellt. „Mit diesem Projekt geht die Kirche dahin, wo die Menschen sind“, lobte Diözesanbaumeisterin Carmen Matery-Meding. Prof. Dr. Christoph Stiegemann, früherer Direktor des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn, und Karsten Haug von der Projektleitung der BVB-Gründerkirche stellten die Idee von den Anfängen her vor.