Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz würdigte den verstorbenen emeritierten Bischof des Bistums Erfurt, Bischof Dr. Joachim Wanke, als glaubwürdigen Zeugen des Evangeliums. Mit theologisch und biblisch inspirierten Verstand und gegründet in eine lebendige und zugleich bodenständige Spiritualität habe der ehemalige Leiter des Bistums Erfurt als Christ, Priester, Weihbischof und Bischof gelebt und gewirkt. Seine „klare Haltung“ in der Zeit der DDR sei vielen Menschen Orientierung und Richtschnur gewesen. In seiner Zeit als Oberhirte des Bistums Erfurt habe der jetzt Verstorbene die Sichtweise der Christinnen und Christen in der Diaspora sowie deren Kirche-Sein in einer Minderheit in die Treffen der Metropolie eingebracht. Das Bistum Fulda ist Suffraganbistum des Erzbistums Paderborn.
In einem Beileidsschreiben an den Bischof von Erfurt, Bischof Dr. Ulrich Neymeyr, würdigt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, den Verstorbenen als Seelsorger und Menschenfreund, der nicht nur im Bistum Erfurt prägend war, sondern sichtbare und lebendige Spuren im Leben der katholischen Kirche in der Bundesrepublik Deutschland hinterlässt.
„Mit Bischof Wanke geht ein beeindruckender Seelsorger und ein theologischer Visionär von uns“, schreibt Bischof Wilmer. Die Biografie des Verstorbenen sei ebenso eindrucksvoll wie sein vielfältiges Wirken. „Das friedliche Zusammenwachsen beider deutscher Staaten trägt im kirchlichen Kontext seine Handschrift. Bischof Wanke stand für eine Kirche, die aus dem Glauben heraus handelt und sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet sieht. Eine Kirche, die das Unrecht in der DDR benannte und gleichzeitig Perspektiven für ein Zusammenleben aufzeigte. Er war eine entscheidende Figur bei der Zusammenführung der katholischen Kirche in Deutschland nach der Wiedervereinigung.“