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Bischofskonferenz trauert um Bischof em. Dr. Joachim Wanke

Die Deutsche Bischofskonferenz trauert um den heute (12. März 2026) verstorbenen früheren Bischof von Erfurt, Bischof Dr. Joachim Wanke.

In einem Beileidsschreiben an den Bischof von Erfurt, Bischof Dr. Ulrich Neymeyr, würdigt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, den Verstorbenen als Seelsorger und Menschenfreund, der nicht nur im Bistum Erfurt prägend war, sondern sichtbare und lebendige Spuren im Leben der katholischen Kirche in der Bundesrepublik Deutschland hinterlässt.

„Mit Bischof Wanke geht ein beeindruckender Seelsorger und ein theologischer Visionär von uns“, schreibt Bischof Wilmer. Die Biografie des Verstorbenen sei ebenso eindrucksvoll wie sein vielfältiges Wirken. „Das friedliche Zusammenwachsen beider deutscher Staaten trägt im kirchlichen Kontext seine Handschrift. Bischof Wanke stand für eine Kirche, die aus dem Glauben heraus handelt und sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet sieht. Eine Kirche, die das Unrecht in der DDR benannte und gleichzeitig Perspektiven für ein Zusammenleben aufzeigte. Er war eine entscheidende Figur bei der Zusammenführung der katholischen Kirche in Deutschland nach der Wiedervereinigung.“

Prägende Stimme der Kirche in Deutschland und im Bistum Erfurt

In seiner Kondolenz betont Bischof Wilmer den Einsatz von Bischof Wanke in der Deutschen Bischofskonferenz. Zwölf Jahre war er Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Auf ihn gehe das bis heute wegweisende Dokument Missionarisch Kirche sein zurück. Engagiert sei Bischof Wanke auch bei der Revision der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift gewesen, die 2016 veröffentlicht wurde. „Mit seinem wissenschaftlichen Geschick, seiner besonderen Kunst, mit Sprache umzugehen, und seiner theologischen Weite prägte er dieses Projekt als Vorsitzender der Unterkommission Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch“, so Bischof Wilmer.

Joachim Wanke spielte als junger Priester eine bedeutende Rolle in der Pastoralsynode der katholischen Kirche in der DDR (1973–1975), die ihren Abschluss in Dresden fand. Er prägte den theologischen Kurs in der ostdeutschen Diaspora entscheidend mit. „Die Kirche im Bistum Erfurt durfte dank seines Engagements viele bis heute prägende Veranstaltungen erleben“, schreibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Dazu gehörten die großen Wallfahrten im Eichsfeld ebenso wie Pastoralversammlungen der Kirche von Erfurt. 2011 sei Bischof Wanke die zentrale Person gewesen, die einen Papstbesuch in Erfurt möglich gemacht habe. Unvergessen seien die Bilder, wie Benedikt XVI. mit Bischof Wanke durch die Straßen von Erfurt gefahren sei.

In Trauer, aber auch in großer Dankbarkeit schaue die Deutsche Bischofskonferenz zurück auf das bewegte Leben des Bischofs von Erfurt. Bischof Wilmer: „In dieser Stunde des Abschieds denken wir an einen Seelsorger und Menschenfreund, an einen Theologen und Staatsbürger, der für viele Vorbild war – innerhalb der Kirche und außerhalb. Wir verneigen uns vor Bischof Wanke, der nicht nur im Bistum Erfurt prägend war, sondern sichtbare und lebendige Spuren im Leben der katholischen Kirche in der Bundesrepublik Deutschland hinterlässt. Möge er nun in Frieden ruhen.“

Bischof em. Dr. Joachim Wanke wurde am 4. Mai 1941 geboren. 1966 empfing er die Priesterweihe, 1980 wurde er zum Weihbischof in Erfurt geweiht. 1994 wurde er zum Bischof von Erfurt ernannt mit Neugründung des Bistums, wo er bis zu seiner Emeritierung 2012 wirkte.

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