Begleitet wurde der Erzbischof dabei von Benedikt Körner, dem Beauftragten für den Interreligiösen Dialog im Erzbistum Paderborn. Aus Dortmund nahmen außerdem der stellvertretende Stadtdechant Stefan Tausch, Thale Schmitz vom Katholischen Forum und Pfarrer Meinhard Elmer, Vertreter der Katholischen Stadtkirche Dortmund im Vorstand der Gesellschaft christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Dortmund e.V. teil.
Führung durch Synagoge und Gemeindezentrum
Für die Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund begrüßten Zwi Rappoport vom Vorstand und Geschäftsführer Leonid Chraga die Gäste. Rabbiner Avigdor Moshe Nosikov führte durch die Synagoge. An dem anschließenden Gespräch nahmen auch Alexander Krimhand von der Jüdischen Gemeinde und Alexander Sperling, Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe teil.
Bei der Führung durch das Gemeindezentrum und die Synagoge erläuterte Rabbiner Avigdor Moshe Nosikov die jüngere Historie der Gemeinde: Im Jahre 1956 wurde das heutige Gemeindezentrum mit der Synagoge an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße seiner Bestimmung übergeben. Seitdem ist das Gebäude gesellschaftlicher und religiöser Mittelpunkt der jüdischen Bevölkerung Dortmunds. Durch Zuwanderung aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sei die Anzahl der Juden in Dortmund auf aktuell rund 3000 Mitglieder der Gemeinde gewachsen. Im weiteren Gespräch wurde ein reges Gemeindeleben mit Chor und Band, dem Angebot von Sprachkursen, wohltätigen Vereinen und einem Sportverein vorgestellt. Leonid Chraga erwähnte darüber hinaus die in Zusammenarbeit mit der Caritas Dortmund organisierte Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine, vor allem im ersten Jahr des Krieges.