Am Freitag, 26. Mai, wurde im nördlichen Kreuzgang des Paderborner Doms die Ausstellung des Projekts „Frau. Mutter. Ukraine.“ eröffnet. Das von Nataliia Petrenko initiierte Projekt zeigt ukrainische Frauen in traditionellen und modernen Trachten – sogenannten Vyshyvankas. Dafür wurden zum einen Vyshyvankas verwendet, die schon über 100 Jahre alt sind und bei der Flucht mit nach Deutschland gebracht wurden, zum anderen aber auch Trachten, die extra für dieses Projekt nach Deutschland gebracht wurden. Ein Teil der Vyshyvankas sind auch in der Ausstellung zu sehen, zusammen mit Erklärungen zu den Bedeutungen der verschiedenen Stickmuster, die die Trachten traditionell zieren.
Stark und vielfältig
Fotografin Tetiana Tarasenko nahm die eindrucksvollen Bilder in den Räumlichkeiten der Ukraine Hilfe Paderborn e.V. auf „Wir haben so viele hilfsbereite und nette Menschen im Rahmen des Projektes kennengelernt.“ erzählte Nataliia Petrenko bei der Eröffnungsfeier. Ziel des Projektes sei für sie gewesen, die ukrainische Kultur in Deutschland bekannter zu machen und gleichzeitig zu zeigen, wie talentiert und vielfältig ukrainische Frauen sind.
„Mich beeindruckt besonders die Lebensfreude, die die Bilder ausstrahlen. Vor allem wenn man die Bilder bedenkt, die man aus der Ukraine im Kopf hat. Das zeigt schon, wie stark diese Frauen sind.“ zeigte sich Dompropst Joachim Göbel bei der Eröffnung beeindruckt. Die Ausstellung im nördlichen Kreuzgang ist noch bis zum 5. Juni während der Öffnungszeiten des Hohen Doms zu sehen.