Sehr präsent! Ja, das erlebe ich schon so, allein dadurch, dass auch außerhalb der Kirche in dieser „vorweihnachtlichen Zeit“ und über die Werbung in den Medien, das Thema „Vorweihnachtszeit“ besonders ins Bewusstsein gebracht wird.
Dabei ist die eigentliche Botschaft des Advents die Wachsamkeit, die Aufmerksamkeit für Gottes Gegenwart im eigenen Leben und in der Welt und die Vorfreude auf das Geburtsfest des Erlösers.
Obwohl wir uns in der Fastenzeit ja auf das Größere, die Auferstehung, vorbereiten, wird der Advent aus den genannten Gründen mehr wahrgenommen. Ich weiß aber nicht, ob das, was im Advent präsent ist, bei allen wirklich der christliche Advent ist.
Früher habe ich mich aufgeregt, wenn schon lange vorher die erste Weihnachtsdekoration und Lichterketten in den Fenstern zu sehen waren. Heute bin ich über jedes Licht froh, weil dort Menschen leben, die mit dieser Zeit noch etwas anfangen können und wissen, dass Advent ist. Ich glaube schon, dass sich viele, die ihr Haus adventlich schmücken, mit der christlichen Tradition beschäftigt haben. Aber es gibt auch Gegenden in Deutschland, wo viele Menschen leben, für die der christliche Advent keine Rolle spielt. Ich habe kürzlich gehört, dass ein Vater, vor der Krippe auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt stehend, seinem Kind erklärt hat, das sei das Märchen vom Rumpelstilzchen.
Was mich freut, ist, dass das Füreinander da sein, das Miteinander und etwas für einen guten Zweck zu tun im Advent immer noch stattfindet.
Weihbischof Matthias König
Da ist das Katholisch-Christliche immer noch da, sprich: Wenn Gott ein Kind wird, dann können uns Kinder und auch erwachsene Menschen in der Welt, die Not leiden, nicht gleichgültig sein. Das ist der Hintergrund vieler Spendenaktionen, die sich für Kinder oder für Bedürftige einsetzen.