Gewalt, Not und Hunger. Seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel herrscht erneut Krieg im Nahen Osten. Unbeschreibliches Leid ist über die entführten Geiseln, ihre Familien und die Bewohner des Gaza-Streifens hereingebrochen. Besserung oder gar ein Ende dieser humanitären Katastrophe scheinen derzeit nicht absehbar.
Dem zahllosen Leid und der scheinbaren Ausweglosigkeit gegenüber steht das Motto des Heiligen Jahres 2025: „Pilger der Hoffnung“. Das heißt selbst die Hoffnung des christlichen Glaubens erleben, aber auch Bote und Spender der grenzenlosen Hoffnung Gottes zu sein. Dazu gehört auch diese Hoffnung dort zu spenden, wo es scheinbar keine mehr gibt.
Zeichen der Hoffnung
Im Zeichen dieser Botschaft hat das Erzbistum Paderborn im vergangenen Herbst mit 500.000 Euro aus dem Katastrophenfonds die humanitäre Hilfe für notleidende Menschen in Gaza unterstützt. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz sagte damals: „Als Kirche ist unser Platz an der Seite derer, die unter den Folgen der Gewalt leiden – gleich welchem Volk, gleich welcher Religion diese Menschen angehören. Als Kirche sind wir Anwalt der Würde aller Menschen.“
250.000 Euro gingen dabei an das Hilfswerk Malteser International für den Aufbau und Einsatz eines mobilen Hospitals. Auch wenn die aktuellen politischen Restriktionen und die Kriegshandlungen momentan noch keinen Betrieb der Klinik zulassen, laufen die Vorbereitungen in Gaza auf Hochtouren. Zum Einsatz des Hospitals und der aktuellen Lage haben wir mit Dr. Ali Ibrahim Al-Musaddar gesprochen. Er ist medizinischer Leiter des neu errichtenden Mar-Youssef-Hospitals (St.-Josef-Krankenhaus) im Gaza-Streifen.