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683 Buchseiten über die Paderborner Gesangbuchgeschichte

Dritter Band zur „Geschichte der Gesangbücher und Kirchenlieder im (Erz-)Bistum Paderborn“ erschienen / Diözesanadministrator Dr. Bredeck dankt Wissenschaftlerinnen für Forschungen zur Zeit von 1821 bis 1872
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Pressemeldung
29. November 2022
Paderborn

683 Buchseiten über die Paderborner Gesangbuchgeschichte

Dritter Band zur „Geschichte der Gesangbücher und Kirchenlieder im (Erz-)Bistum Paderborn“ erschienen / Diözesanadministrator Dr. Bredeck dankt Wissenschaftlerinnen für Forschungen zur Zeit von 1821 bis 1872

Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Forscherfleiß der beiden Wissenschaftlerinnen und Buchautorinnen Dr. Erika Heitmeyer und Dr. Maria Kohle. Am Dienstag, 29. November 2022, überreichten die beiden Expertinnen aus Dortmund dem Leiter des Erzbistums Paderborn den jetzt erschienenen dritten Band ihrer auf vier Bände angelegten „Geschichte der Gesangbücher und Kirchenlieder im (Erz-)Bistum Paderborn“. Ihr nunmehr drittes Werk zur Paderborner Gesangbuchgeschichte betrachtet den Zeitraum 1821 bis 1872 und öffnet den Blick auf die Entwicklung und Rezeption der Gesangbücher und Kirchenlieder der Katholischen Aufklärung sowie der Restauration und zeigt Zusammenhänge zwischen Geistes-, Kirchen-, Text- und Frömmigkeitsgeschichte.

„Der von uns jetzt vorgelegte dritte Band der Gesangbuchgeschichte berücksichtigt die beiden Teile des ehemaligen ‚Großbistums Paderborn‘ im 19. Jahrhundert: den Westteil, das ist das alte Fürstbistum Paderborn und ehemalige Herzogtum Westfalen, sowie den Ostteil, also die damaligen Kommissariate Magdeburg und Heiligenstadt sowie das Geistliche Gericht Erfurt“, erläuterte Dr. Maria Kohle. „Die Größe und Mannigfaltigkeit des damaligen Bistums Paderborn waren für unsere Forschung zu den in den unterschiedlichen Gebieten genutzten Gesangbüchern und Kirchenliedern eine Herausforderung.“ Zahlreiche Gesangbücher in zum Teil voneinander abweichenden Auflagen seien in den 400 Kirchengemeinden des damals sehr großen Gebiets des Bistums Paderborn genutzt worden.

© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Dr. Erika Heitmeyer, Professor Dr. Hans-Walter Stork, Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck, Dr. Maria Kohle und Professor Dr. Hermann-Josef Schmalor stellten den soeben erschienenen dritten Band der „Geschichte der Gesangbücher und Kirchenlieder im (Erz-)Bistum Paderborn“ vor. Er deckt den Zeitraum 1821 bis 1872 ab.

Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck dankte den beiden Gesangbuch- und Kirchenlieder-Expertinnen für die Sorgfalt, Vielschichtigkeit und Tiefe ihrer Forscherinnentätigkeit und Darstellung. „Durch Ihr Schaffen erhalten wir einen wertvollen Einblick und zugleich Überblick über das gottesdienstlich-liturgische Leben in unseren Kirchengemeinden in der Vergangenheit und können uns zugleich ein Bild machen vom Glauben und Glaubensleben der Menschen. Diese Kenntnisse sind für uns auch ein Schlüssel für das Verstehen der Gegenwart.“

Entdeckungen mit dem Buch

„Die große Fülle des Materials wurde von uns analysiert unter Mitarbeit der Historikerin Dr. Monika Lahrkamp aus Münster und des Theologen und Historikers Professor Dr. Hermann-Josef Schmalor aus Paderborn“, sagte Dr. Erika Heitmeyer und sprach beiden ihren Dank aus.

Dr. Maria Kohle und Professor Dr. Hermann-Josef Schmalor stellen im neuen Werk die Entstehungsbedingungen der Paderborner Gesangbücher in der Aufklärung und Restauration vor. Das 258 Seiten starke Kapitel „Auflagen, Aufbau, gehaltliche Schwerpunkte und geistliches Profil der im Bistum Paderborn gedruckten und / oder verbreiteten Gesangbücher (19. Jahrhundert)“ wird von Dr. Erika Heitmeyer und Dr. Maria Kohle gemeinsam verantwortet. Dr. Maria Kohle und Dr. Monika Lahrkamp informieren über die „Verbreitung und Wirkung der im Bistum Paderborn gedruckten und / oder im Gebrauch befindlichen Gesangbücher“. Vielfältige, ebenfalls im Buch bereitgestellte Register, Verzeichnisse und Karten ermöglichen Nutzern eigene Recherchen. Dazu trägt auch die als Buchbeilage konzipierte DVD bei, die die detaillierte Dokumentation von Liedgut der Paderborner Gesangbücher 1600 bis 1872 enthält.

„Wir sind Professor Dr. Hermann-Josef Schmalor und dem Leiter der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn, Professor Dr. Hans-Walter Stork, sowie dem Leiter des Erzbistumsarchivs, Michael Streit, sehr dankbar, dass  sie uns in unserer Forschungstätigkeit unterstützt und mit großer Kompetenz beraten haben“, sagten Dr. Maria Kohle und Dr. Erika Heitmeyer. „Durch Digitalisierung können wir die textlichen Anfänge der Gesangbuchlieder, die im neuen Buch ausgewertet werden, auch online zur Verfügung stellen und allen zugänglich machen. So kann überprüft werden, ob und auf welcher Seite ein bestimmtes Lied in einem Paderborner Gesangbuch gestanden hat und wie es überliefert ist“, erklärte Bibliotheksdirektor Professor Stork, der die Erzbischöfliche Akademische Bibliothek (EAB) leitet.

Informationen zum Buch

Das neue Werk zur Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte im Erzbistum Paderborn von Dr. Erika Heitmeyer und Dr. Maria Kohle umfasst 683 Seiten. Ihre „Geschichte der Gesangbücher und Kirchenlieder im (Erz-)Bistum Paderborn. Band 3: 1821 bis 1872“ ist in der Reihe „Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte“ als Band 93 gelistet und im Verlag Brill/Schöningh erschienen. Das Werk kann zum Preis von 69 Euro erworben werden. Eine DVD mit den Begleitmaterialien, die auch auf der Homepage des Verlages eingestellt sind, kann bei der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn (Leostr. 21, 33098 Paderborn, Tel. 05251/2065808) kostenfrei angefordert werden.

Ein Beitrag von:
Team Presse

Thomas Throenle

 
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