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Umwelt

Christen sind zur Wahrung der Schöpfung verpflichtet. Das hat Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato siʼ“ ausdrücklich bekräftigt.

Auch das Erzbistum Paderborn nimmt diese Verpflichtung ernst – und die Herausforderungen des Klimawandels an: Unter dem Leitwort „Ressourcen schonen. Schöpfung bewahren“ bündelte die Energieoffensive im Erzbistum Paderborn zahlreiche Umweltschutzaktivitäten, die insbesondere den eigenen Gebäudebestand und seinen Energieverbrauch betreffen. Im Rahmen dieser Energieoffensive wurde ein Energiemanagement entwickelt, Energiebeauftragte in den Kirchengemeinden vor Ort installiert und Energiegutachten mit Förderung des Bundesumweltministeriums erstellt.

Klimaschutzkonzept des Erzbistums Paderborn

Seit dem Sommer 2018 wurde ein Klimaschutzkonzept für das Erzbistum Paderborn erarbeitet, das am 16. November beim Treffen der Energiebeauftragten vorgestellt wurde. Nur durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Mitwirkenden im Erzbistum kann dem Klimawandel entgegen getreten werden.

Was steht im Klimaschutzkonzept des Erzbistums Paderborn?

Das Klimaschutzkonzept enthält eine Analyse des CO2-Ausstosses des Erzbistums von 2018. Daraus wurden 44 Maßnahmen abgeleitet, wie man die CO2-Emissionen bis 2050 senken kann. Der Katalog reicht von der energiesparenden Bewirtschaftung der Immobilien -weniger Öl, mehr erneuerbare Energien-, über die Förderung eines umweltschonenden Mobilitätverhaltens bis zu nachhaltigen Beschaffungsmöglichkeiten. Es sollen Leitlinien für die Verwaltungsebene sowie die Liegenschaften des Erzbistums erstellt werden, die dann Empfehlungen für Pastorale Räume und Kirchengemeinden darstellen.

Wann werden die Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes umgesetzt?

Sobald aus den verschiedenen Vorschlägen ein Beschluss gefasst wurde, welche Maßnahmen bis wann in welcher Intensität vorangetrieben werden, wird ein Klimaschutzmanager sich um die genaue Umsetzung kümmern. Dies wird voraussichtlich ab Mitte 2020 sein.

Was hat die Energieoffensive bislang erreicht?

In den vergangenen fünf Jahren wurden in über 560 kirchengemeindlichen Gebäuden die Energieverbräuche erfasst und Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt. Neben Großprojekten trugen vor allem zahlreiche kleinere Maßnahmen dazu bei, dass in den stärksten 10 Gemeinden bereits 380.000 kWh eingespart werden konnte. So wurde in Pfarrheimen auf LED-Beleuchtung umgestellt, Heizungsanlagen hydraulisch abgeglichen und überflüssige Verbraucher abgestellt. Weitere Ergebnisse aus den Energiegutachten der Klimaschutzteilkonzepten finden sie hier.

An vielen Stellen im Erzbistum wird Schöpfungsverantwortung im Erzbistum bereits sichtbar:

Jugendbauernhof Hardehausen

In Hardehausen befindet sich in einer alten Klosteranlage nicht nur die Landvolkshochschule, sondern auch das Jugendhaus als Bildungseinrichtung. Schon zu Zeiten der Mönche spielte die Landwirtschaft in Hardehausen eine wichtige Rolle – seit 1991 wird sie hier als pädagogische Einrichtung betrieben. Die Wahrnehmung von Schöpfungsverantwortung als christliche Aufgabe gab den Anstoß für einen Jugendbauernhof im Jugendhaus Hardehausen. Kindern und Jugendlichen wird ermöglicht, praktische Erfahrungen mit Natur und Umwelt zu machen und durch das Erleben von Fauna und Flora die Bedeutung einer intakten Umwelt und die Verantwortung der Menschen dafür zu erfahren.
Es gibt auf dem Hof Mutterkühe, Schweine, Schafe, Ziegen, Kaninchen und Hühner, zehn Hektar Weide-, Garten-, Acker- und Parkfläche sowie eine Streuobstwiese, ein Feuchtgebiet und eine vollständig erhaltene historische Klostermauer. Eine Scheune, eine Werkstatt und die notwendigen landwirtschaftlichen Fahrzeuge, Maschinen und Geräte ergänzen den Bestand. Der Hof wird nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet und gehört dem Bioland-Anbauverband an.

Intelligente Heizungssteuerung leicht gemacht

Der Elektrotechnikingenieur Franz Ziesché hat für seine Kirchengemeinde ein geniales Konzept entwickelt, um Heizenergie zu sparen: die Heizung im Pfarrheim springt nur an, wenn sie angerufen wird! Die voreingestellte Laufzeit von 4h Beheizung kann somit zielgerichtet an die stundenweise Nutzung des Pfarrheims durch verschiedene Gruppen angepasst werden. Damit konnten in den vergangenen 5 Jahren 16,5 t CO2 eingespart werden.

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