Künstlerische Auseinandersetzung
„Mit der Religion und speziell mit dem Katholizismus hat sich mein Onkel Nikolaus Bette stark auseinandergesetzt“, schilderte Peter Vennebusch und erklärte weiter: „Seine Werke spiegeln diese Auseinandersetzung wider. Das, was die Kirche durch das Evangelium ausdrücken will, hat er in seinen Glasmalereien verarbeitet.“
Die Herangehensweise Bettes entspreche dabei dem wesentlichen Zweck, den Kirchenfenster seit jeher erfüllen, ergänzte Dompropst Monsignore Joachim Göbel: „Die Fenster einer Kirche bildeten schon immer theologische Botschaften ab. Menschen, die nicht lesen konnten, erhielten auf diese Weise Zugang zu den Geschichten der Bibel.“ Auch heute kämen Kirchenfenstern eine didaktische Rolle zu. „Nicht alle Menschen, die den Dom besuchen, sind mit den Geschichten der Bibel vertraut. Gerade bei Domführungen erzählen die Malereien in den Kirchenfenstern diese Geschichten dann kurzweilig.“
Aufwändiger Entstehungsprozess
Vielfach unterschätzt werde die Zeit, die Glasmaler wie sein Onkel für die Entstehung eines solchen Fensters aufbringen müssen, machte Peter Vennebusch deutlich. Zunächst werde der Entwurf im Maßstab 1:100 gezeichnet, später dann in 1:10, dann schließlich in 1:1. Ein Prozess, für den der Glasmaler stets mit Leidenschaft brannte, berichtete sein Neffe: „Sein künstlerisches Leben hat mein Onkel den Kirchenfenstern gewidmet. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass er je etwas anderes gemacht hat. Noch heute ist er der Kirche stark verbunden.“