In dem bereits während der zurückliegenden Vollversammlung entwickelten Text äußern sich die Bischöfe zum Selbstverständnis Europas in einer sich verändernden Weltordnung. Sie werben für ein wertegeleitetes Handeln Europas nach innen und außen. Das vereinte Europa sei ohne seine Werte „als Friedens-, Freiheits- und Demokratieprojekt nicht denkbar“.
Der Zwischenruf richtet sich an politisch Verantwortliche in der EU, ihren Mitgliedstaaten sowie an den Europarat. Die Bischöfe plädieren für ein vereintes Europa als wertebasiertes Projekt des Friedens und der Demokratie, für die Gültigkeit des Völkerrechts und für multilaterale Zusammenarbeit.
Zugleich beschreiben sie eine neue „Welt-Un-Ordnung“ und betonen, dass Europa angesichts innerer und äußerer Herausforderungen Selbstbewusstsein und Hoffnung braucht. Trotz wachsender politischer und wirtschaftlicher Spannungen bleibe Europa eine wichtige Akteurin. Mit der europäischen Einigung sei „eine mehr als 80 Jahre andauernde Friedensordnung“ entstanden, die zugleich ein Freiheits- und Demokratieprojekt ist.
Europa solle seine Werte mutig vertreten. Dazu gehörten „der unerschütterliche Wille zu fairer und solidarischer Zusammenarbeit“ sowie ein klares Bekenntnis zu Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Entscheidend sei auch eine neue Erzählung der Hoffnung:
„Aus Hoffnung erwächst der Antrieb, voranzugehen und wieder in die Initiative zu kommen“.