Mit diesem Blick schaue ich heute auch auf das Weltgeschehen. Ist österliche Hoffnung überhaupt möglich angesichts der Kriege im Nahen Osten und der Ukraine, der fortwährenden Zerstörung unserer Umwelt, der Armut, des Hungers und der wachsenden Macht von Autokraten überall auf der Welt?
Es fällt schwer, aber im Licht von Ostern und der heutigen Evangelien meine ich trotzdem, dass man die Hoffnung nicht aufgeben darf.
Denn was im Kleinen, im privaten Leben gilt, das gilt vielleicht auch für die Welt: dass nicht nur die großen, weltgeschichtlichen Ereignisse den Lauf der Geschichte verändern.
Dass sich stattdessen auch im Getriebe unserer Zeit ein kleiner Schalter umlegen kann, der das gesamte Räderwerk verändert. Vielleicht gerade jetzt – wer weiß?
Wenn sich schließlich die Liebe als stärker erweisen wird als der Hass, das Leben als stärker wie der Tod – dann muss das nicht das Ergebnis eines weltgeschichtlichen Donnerschlags sein. Es ist das Ergebnis von kleinen Veränderungen tief unter der Oberfläche.
Am Ende ist es groß, spektakulär und aufsehenerregend – und beginnt doch ganz leise – wie Ostern.