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© HTWE / Shutterstock.com
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Ankerpunkte gesellschaftlichen Lebens

Bei ihrer Delegiertenversammlung bringen sich SkF und SKM im Erzbistum Paderborn als „verlässliche Orte“ pastoraler Strukturen ins Spiel

Paderborn, 2.4.2026 (cpd) – Die verbandliche Caritas und ihre Fachverbände im Erzbistum Paderborn stehen vor einem Wandel: Im Zuge des Transformationsprozesses des Erzbistums rücken neue pastorale Strukturen und die Rolle sozialer Einrichtungen stärker in den Fokus. Wie der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) diesen Wandel mitgestalten können, war zentrales Thema einer gemeinsamen Delegiertenversammlung im Liborianum in Paderborn. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Fachverbände künftig als sogenannte „verlässliche Orte“ wirken können. Generalvikar Dr. Michael Bredeck stellte dazu aktuelle Entwicklungen rund um die neu entstehenden Seelsorgeräume vor. Ziel ist es, kirchliches Leben stärker im Sozialraum zu verankern und Menschen auch außerhalb klassischer Gemeindestrukturen zu erreichen. Dass die Caritas-Fachverbände hier bereits eine tragende Rolle spielen, zeigen die Zahlen: 17 SkF- und 9 SKM-Ortsvereine sind im Erzbistum aktiv – mit über 2.000 Mitgliedern, rund 1.700 Ehrenamtlichen und mehr als 1.300 hauptamtlichen Mitarbeitenden. Ihre Arbeitsfelder reichen von Familien- und Schwangerschaftsberatung über Wohnungslosenhilfe bis hin zu Straffälligenhilfe, Frauen- und Männerberatung. Als „Ankerpunkte“ wolle man sich mit diesen Angeboten in das kirchliche Leben einbringen, sagte Jutta Meyer (SkF Hagen), Diözesanvorstandsmitglied und Ratsmitglied des SkF-Gesamtvereins in Deutschland.

„Der Transformationsprozess im Erzbistum ist längst in der Praxis angekommen. Wir verstehen uns dabei nicht nur als soziale Dienstleister, sondern als zentrale Akteure kirchlicher Präsenz im Alltag der Menschen.“

Reinhild Steffens-Schulte - Diözesangeschäftsführerin von SkF und SKM

Praxisbeispiele: Kirche als verlässlicher Ort im Sozialraum

Wie „verlässliche Orte“ konkret aussehen können, verdeutlichen Praxisbeispiele aus der Region: So stellte Susanne Smolen, Geschäftsführerin des SkF Hörde-Schwerte, das Projekt „Immer wieder freitags“ vor: ein niederschwelliges Begegnungsangebot vor der Kirche, bei dem Beratung, Austausch und Gemeinschaft im Alltag der Menschen stattfinden. Regelmäßig sind Fachkräfte, Seelsorger und Ehrenamtliche vor Ort präsent – unabhängig von Wetter oder Lebenslage. Ziel ist es, Kirche sichtbar und ansprechbar zu machen sowie Menschen zu erreichen, die sonst kaum Kontakt zu kirchlichen Angeboten haben. Auch im Hochsauerland setzt der SkF auf sozialräumliche Ansätze. Unter dem Leitmotiv „Königswürde im Sozialraum“ werden Menschen in schwierigen Lebenssituationen aktiv eingebunden. Projekte verbinden soziale Hilfe mit spirituellen Impulsen und stärken gezielt die Würde jedes Einzelnen, berichtete Silke Cronenberg, Vorsitzende des SkF Hochsauerland. Dabei arbeiten die Fachkräfte eng mit lokalen Netzwerken wie Schulen, Kitas und Gemeinden zusammen. Ein weiteres Beispiel kommt vom SkF Lippstadt: Dort werden Kirchenräume bewusst für soziale Netzwerkarbeit geöffnet. Aktionen wie die „Lippstädter Marktzeit“, bei der auch Gutscheine an Bedürftige ausgegeben werden, bringen gesellschaftliche Themen in den Kirchenraum und fördern Begegnung, Austausch und konkrete Hilfe, berichteten Helena Lewis-Cronshage und Anette Sellmann vom Rat des SkF Lippstadt. So wird Kirche als lebendiger Ort im Alltag erfahrbar – nicht nur als liturgischer Raum, sondern als Teil des sozialen Gefüges.

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