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Erzbistum Paderborn
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© Besim Mazhiqi

Hier lässt es sich wunderbar singen!

Erzbistumskalender 2024: St. Johannes Baptist in Bad Arolsen weist eine besondere Akustik auf – und als Diasporagemeinde ein besonderes Gemeindeleben

Eine Priesterstelle in St. Johannes Baptist in Bad Arolsen, im hessischen Zipfel des Erzbistums Paderborn gelegen und seit der Reformation überwiegend evangelisch, kann allem Anschein nach ein Karrieresprungbrett sein. Mit Reinhard Kardinal Marx und Domdechant Alfons Hardt, dem früheren Generalvikar des Erzbistums Paderborn, waren gleich zwei „prominente“ Männer der Kirche am Anfang ihrer Laufbahn in Bad Arolsen als Vikare tätig.

Peter Heuel hingegen, Pfarrer der sich über 29 Ortschaften erstreckenden Diasporagemeinde St. Johannes Baptist, verfolgt für das letzte knappe Jahrzehnt seines Berufslebens keine höheren Ambitionen. Der Sauerländer Heuel macht kein Hehl aus seiner Liebe zu seiner Heimatgemeinde Gleidorf, in die er alljährlich mindestens einmal reist, um beim Schützenfest die heilige Messe zu zelebrieren. Mit derselben Offenheit berichtet er aber auch von seiner Verbundenheit zu seiner neuen Heimat im Nordhessischen: „Land und Leute sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich kann mir gut vorstellen, hier meinen Ruhestand zu verbringen.“

Zur Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Bad Arolsen hat Pfarrer Heuel ebenfalls ein inniges Verhältnis – und zwar von Anfang an. „Ich erinnere mich gut daran, als ich das erste Mal die Kirche betrat“, berichtet er. „Mein erster Blick fiel auf das große, von der Decke hängende Kreuz, der zweite ging zum Hochaltar und von dort zum Tabernakel mit der Darstellung der Emmaus-Szene, bei der die Jünger dem auferstandenen Jesus begegnen und ihn erst durch das Brechen des Brotes wiedererkennen. Mein dritter Blick ging hinüber zur Pietà.“ Die Erinnerung an diesen ersten Eindruck, so Heuel weiter, sei deshalb so frisch, weil er sich diesen Blick über wesentliche Glaubensinhalte all die Jahre lang bewahrt habe – und zwar genau in dieser Reihenfolge.

Besonders erfreut ist Pfarrer Heuel darüber, wenn andere seinen Blick teilen. Er erinnert sich dabei an ein mittlerweile verstorbenes Mitglied seiner Gemeinde. Der Mann richtete beim Empfang der heiligen Eucharistie seine Augen nicht wie die meisten Gläubigen auf den Boden, sondern sah voller Innigkeit zum Gekreuzigten hinauf. Überhaupt hat die Pfarrkirche St. Johannes Baptist für die Menschen eine besondere Bedeutung als Glaubensheimat. „Im Sauerland hat jedes Dorf seine katholische Kirche, und jeder Weiler hat seine Kapelle“, weiß Peter Heuel. „Hier in der ländlichen Diaspora Nordhessens ist das anders. Für die Menschen ist eine katholische Kirche nichts Selbstverständliches. Sie nehmen weite Wege auf sich, um ihren Glauben zu leben.“ Die Freude am Gottesdienst macht sich vor allem beim Gesang bemerkbar. Unterstützt durch die gute Akustik der im neugotischen Stil errichteten Kirche, wird in Bad Arolsen gern kräftig gesungen.

Es wird aber auch still gebetet. Die vielen vor der Pietà brennenden Kerzen zeugen davon, dass die Kirche für die Menschen bei Nöten, Ängsten und Trauer eine Zufluchtsstätte ist. Darüber hinaus ist die katholische Kirche im protestantisch geprägten Waldeck ein Ort der ökumenischen Begegnung und des Miteinanders. Zuletzt ist St. Johannes Baptist ein Ort, an dem Schöpfungsverantwortung gelebt wird. Seit ihrer Renovierung im Jahr 2018 ist die Kirche an das städtische Nahwärmenetz angeschlossen. Geheizt wird zukunftsfähig und CO2-neutral mit Hackschnitzeln aus dem nahen Umland.

St. Johannes Baptist in Bad Arolsen

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