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Pressemeldungen
6
März
2020
Paderborn / Attendorn

Diakonenweihe von Sebastian Springob in Attendorn

Lehrer des Erzbistums Paderborn wird in seiner Heimat zum Diakon geweiht

Sebastian Springob aus Attendorn ist Lehrer am vom Erzbistum Paderborn getragenen dortigen St.-Ursula-Gymnasium. Derzeit bereitet sich der 44-jährige Pädagoge mit den Unterrichtsfächern Deutsch und Katholische Religion auf den Empfang der Diakonenweihe vor. Weihbischof Matthias König wird dem Mitglied des Säkularinstituts „Voluntas Dei“ das Weihesakrament am 13. März 2020 in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Attendorn spenden. Die Weiheliturgie beginnt um 16.30 Uhr. Nach einer einjährigen Tätigkeit als Diakon wird Springob dann im kommenden Jahr zum Priester geweiht.

Sebastian Springob wird am 13. März 2020 in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Attendorn zum Diakon geweiht. Foto: privat / Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Sebastian Springob wurde 1976 in Plettenberg geboren, seine Heimatgemeinde ist St. Johannes Baptist in Attendorn. Er absolvierte an der Theologischen Fakultät Paderborn, am Institut Catholique in Paris und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein Theologiestudium, das er mit dem Diplom abschloss. Er ist tätig als Lehrer am vom Erzbistum Paderborn getragenen St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn. Hier unterrichtet er die Fächer Deutsch und Katholische Religion. Im Jahr 2012 trat Sebastian Springob dem Säkularinstitut „Voluntas Dei“ bei. Er legte im August 2019 in den USA die Ewige Profess ab.

Nach seiner Diakonenweihe in Attendorn wird er von August 2020 bis Ende April 2021 ein Diakonatspraktikum in einer katholischen Gemeinde in New York City absolvieren. Für dieses wird er von seinem Arbeitgeber, dem Erzbistum Paderborn, als Lehrer freigestellt. Im Mai 2021 wird er seinen Dienst als Lehrer und katholischer Schulseelsorger am St.-Ursula-Gymnasium wieder aufnehmen, bis er im Juni 2021 die Priesterweihe empfangen wird. Und auch danach wird der Priester des Säkularinstituts „Voluntas Dei“ am St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn tätig bleiben.

„zu Diensten sein“

Das „Dienstamt“ eines Diakons sei ihm persönlich sympathisch, sagt Sebastian Springob. „Zu Diensten sein“ sei ein zentrales Element des Säkularinstituts „Voluntas Dei“. Mit „zu Diensten sein“ meint der Weihekandidat weniger die Assistenz des Diakons in der Liturgie, auch wenn dies eine wichtige und ehrenvolle Aufgabe sei, vielmehr werde dadurch betont, „die Augen und Ohren für die Belange der Menschen um einen herum geöffnet und geschärft zu haben, ihnen zur Seite zu stehen, sie in den Blick zu nehmen, insbesondere die Menschen, die Hilfe benötigen“.

Diakonat in New York

„Die Auszeit vom Schulleben in Deutschland, um in einer Weltmetropole auf einem anderen Kontinent Gemeindeleben kennen zu lernen, ist ein riesengroßes Abenteuer, auf das ich mich natürlich sehr freue, vor dem ich aber auch sehr viel Respekt habe“, sagt Sebastian Springob im Ausblick auf sein neunmonatiges Diakonatspraktikum in einer katholischen Gemeinde in New York City. „Mit der Gemeinde in den USA durfte ich mich in den letzten Jahren schon bekannt machen. Ich glaube, dass mir die wirklich herzlichen und offenen Menschen den Start sehr leicht machen werden. Mich erfüllt es mit großer Dankbarkeit, dass sich die Dinge so gefügt haben und dass ich auch vom Erzbistum Paderborn als Arbeitgeber her viel Unterstützung erfahren durfte.“

Säkularinstitut „Voluntas Dei“ als geistlicher Anker

Das Säkularinstitut „Voluntas Dei“ sei ihm nahezu „vor die Füße gefallen“, erinnert sich Sebastian Springob. „Seit langem war ich auf der Suche nach einem geistlichen Anker in meinem Alltagsleben. Der Ansatz von ‚Voluntas Dei‘ hat mich sofort gepackt: Er ist alltagstauglich und bodenständig, doch gleichermaßen tiefgründig und herausfordernd. Und so habe ich mich auf den Weg gemacht.“

Glaube als tragendes Element des Lebens

Der lange bisherige Weg sei auch eine intensive Auseinandersetzung mit seinem Glauben und mit Gott gewesen, blickt der 44-jährige Weihekandidat zurück. „Dazu gehörten und gehören Höhen und Tiefen, schmerzhafte und beglückende Erfahrungen. Es war ein großes Stück Arbeit, ein Glaubensfundament zu errichten, das trägt – und die Arbeit daran geht tagtäglich weiter.“ Es sei ihm wichtig – gerade auch vor seinem schulischen Hintergrund als Lehrer – zu zeigen, dass es lohnenswert ist, auch als aufgeklärter, vernünftiger Mensch des 21. Jahrhunderts, in Gott, Religion und geistlicher Glaubenspraxis ein tragendes Element seines Lebens zu erkennen. Dies könne dem Leben einem Mehrwert geben, ist Springob überzeugt: „Meinem Leben gibt es einen Mehrwert! Im Weg und im geistlichen Ansatz von ‚Voluntas Dei‘ habe ich einen Leitfaden gefunden, der mir hilft, dies im Alltag umzusetzen.“

Karneval: menschliches und christliches Fest

Auf die Frage nach einem „Hobby“, für das er sich Zeit nimmt, antwortet Sebastian Springob: „Seit Kindesbeinen fühle ich mich dem Karneval in Attendorn verbunden und bin dort aktiv unterwegs. Sei es als Gardist oder seit 12 Jahren im Elferrat, wo ich mich hauptverantwortlich um den Kinderkarneval kümmere.“ 2009 durfte Springob in Attendorn das Amt des Prinzen Karneval bekleiden. „Mit dem Karneval in Attendorn verbinde ich unzählige wunderbare Erlebnisse, Begegnungen und Freundschaften – fernab von all den Karnevalsklischees, die es gibt. Es ist für mich ein zutiefst menschliches und christliches Fest. Und hier wird das Leitwort von ‚Voluntas Dei‘ vom Leben mitten in der Welt besonders greifbar“, ist Springob überzeugt.

Stichwort: „Voluntas Dei“

Das „Voluntas Dei Institut“ wurde 1958 von Louis-Marie Parent in Kanada gegründet. Die Gemeinschaft besteht derzeit aus etwa 1.000 Mitgliedern. Dazu gehören Priester, Diakone, Laienbrüder und -schwestern sowie Ehepaare. Dazu gehört ebenso eine große Zahl an Frauen und Männern, die sich dem Säkularinstitut und seiner Spiritualität verbunden fühlen. Sowohl die Priester, Diakone als auch die Laienbrüder und -schwestern geben wie in anderen Ordensgemeinschaften ihr Gelübde gemäß den Evangelischen Räten ab: Armut, Enthaltsamkeit/Ehelosigkeit und Gehorsam.

Die Zielsetzung der „Voluntas Dei“-Gemeinschaft ist es, inmitten der Welt präsent zu sein: Die Mitglieder versuchen, im jeweiligen Lebensumfeld die christliche Botschaft nach dem Vorbild Jesu konkret im Alltag umzusetzen. Die Mitglieder sind dazu aufgerufen, allen Menschen solidarisch, unvoreingenommen, hilfsbereit und verständnisvoll zu begegnen – unabhängig von sozialer Herkunft, Religionszugehörigkeit oder Nationalität. Insbesondere wenden sie sich den Menschen zu, die menschliche Nähe und tatkräftige Hilfe am dringendsten benötigen.

Die Mitglieder von „Voluntas Dei“ tragen keine Ordensgewänder oder andere äußere Erkennungsmerkmale, sie arbeiten in ihren je eigenen Berufen, sind für den Lebensunterhalt und die Lebensgestaltung selbst verantwortlich. In den je individuellen Lebenszusammenhängen wird versucht, die Spiritualität von „Voluntas Dei“ zu leben und bewusst umzusetzen.

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