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20
Juli
2020
20.Juli.2020

Warum es sich lohnt, für andere Menschen da zu sein

Auf eine Kaffeelänge mit Benedikt Gellrich vom Malteser-Hilfsdienst in Bielefeld

Innerhalb unsere Serie „Auf eine Kaffeelänge mit…“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Vorgabe der Zusammenkunft: Die Unterhaltung endet, sobald der Kaffeebecher geleert ist. Dieses Mal haben wir uns mit Benedikt Gellrich getroffen, Leiter der ehrenamtlichen Malteser in Bielefeld, die erst im letzten Jahr gegründet worden sind.

Katholische Kirche muss nicht langweilig sein

„Mich hat der Aufbau einer katholischen Hilfsorganisation in der Großstadt fasziniert“, sagt Benedikt Gellrich, der den Zusammenschluss im Januar 2019 aus der Taufe hob. Ohne Anlaufphase, oder wie Gellrich es nennt „von Null auf Hundert“ sei man das „Wagnis“ angegangen. Seitdem verdeutlicht man den Menschen, dass „die katholische Kirche nicht langweilig sein muss, sondern aus sich heraus Neues erschaffen kann“. Darüber hinaus möchten der 31-Jährige und seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer „Mut und Hoffnung spenden sowie für Andere da sein“.

Dies gelte insbesondere in Zeiten von Corona. Müsse man doch „gerade jetzt zeigen, dass man Christ ist und sich entsprechend christlicher Ideale engagiert“. Der Lohn sei reichlich, denn das Engagement eröffne sowohl den Helfenden wie den Hilfsbedürftigen „neue Perspektiven und Erfahrungshorizonte“. Das mache es leichter, die Krise zu meistern. Solange sie andauert, sehen sich Benedikt Gellrich und sein Team in der Pflicht, unterstützend tätig zu sein. Etwa mithilfe eines Besuchsdienstes, der aufgrund der Kontaktbeschränkungen aktuell ein Telefondienst ist. Jeder, der das Bedürfnis nach einer Unterhaltung verspürt, kann die Nummer der Malteser wählen.

Benedikt Gellrich
Der aus dem sauerländischen Winterberg stammende Benedikt Gellrich fungiert als Stadtbeauftragter des Bielefelder Malteser-Hilfsdienstes. Fotos: Dietmar Gröbing
Der aus dem sauerländischen Winterberg stammende Benedikt Gellrich fungiert als Stadtbeauftragter des Bielefelder Malteser-Hilfsdienstes. Fotos: Dietmar Gröbing

Hotline und Einkaufsservice

„Einmal in der Woche können die Menschen für 30 Minuten über Gott und die Welt reden“, kennt Gellrich den Wunsch vieler, insbesondere älterer Personen, nach (indirektem) Austausch. Da die Vereinsamung durch die pandemische Situation zunehme, sei es umso wichtiger, „eine Bezugsperson zu haben“. Bei der Hotline handele es sich nicht um ein Seelsorgetelefon, sondern „um einen nach katholischen Grundwerten ausgerichteten Service, der darauf fokussiert, Mitbürgerinnen und Mitbürgern Verständnis entgegen zu bringen und ein offenes Ohr zu leihen“.

Ähnlich motiviert ist der Einkaufsservice, der sich ebenfalls auf der Angebotsliste der Malteser findet. Bielefelderinnen und Bielefelder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, eigenständig einen Supermarkt zu besuchen, können ihre Einkaufwünsche per Liste an das Malteser-Team übermitteln. Im Anschluss erledigen die Mitglieder des Hilfsdienstes die Besorgungen und liefern die Waren nach Hause.

„Es ist eine Freude für andere Menschen einzustehen“

Selbstredend geschieht auch dies auf ehrenamtlicher Basis. Niemand bei den Maltesern ist auf Gewinn aus oder möchte sich bereichern. In der heutigen Zeit eine immer seltener anzutreffende Maxime, für die es jedoch eine einfache Erklärung gibt: „Es macht Spaß für andere Menschen einzustehen“, weiß Benedikt Gellrich um den Lohn des Einsatzes, der beim Gegenüber oft eine freundliche Gegenreaktion auslöst. Wer in den Genuss jener Dankbarkeit kommen möchte, hat ab sofort Gelegenheit sich aktiv einzubringen, denn die Bielefelder Malteser suchen in jedem Bereich Unterstützung.

Was auch für das musikalische Segment gilt, dem Benedikt Gellrich ebenso leidenschaftlich zugetan ist. Abzulesen ist jene Hingabe neben einer Passion für das Trompeten- und Klavierspiel zuvorderst an der Dirigentschaft des Malteser-Blasorchesters. Es ist in den Malteser-Hilfsdienst integriert, was deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal markiert. Das Ensemble umfasst momentan rund ein Dutzend Musikerinnen und Musiker, die sowohl klassische wie moderne Stücke im Repertoire haben. Damit das Orchester künftig seine gesamte Klasse ausspielen kann, sucht der Zusammenschluss neue Mitglieder. „Jeder kann mitmachen“, sagt Benedikt Gellrich, der bezüglich der Zugangsvoraussetzungen keinerlei Einschränkungen vornimmt: „Alter, Geschlecht und Religion sind egal.“

Wenn Sie die Malteser Bielefeld unterstützen möchten, erreichen Sie sie unter folgendem Kontakt:

Malteser Hilfsdienst e.V.
Stadtgliederung Bielefeld,
Vogelruth 15a
33647 Bielefeld

Tel. +49 (0)521-488 98 010

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Ein Beitrag von:

Dietmar Gröbing
Freier Mitarbeiter
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