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Erzbistum Paderborn
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„Wo bunt nicht nur eine Farbe ist“

Fachtag Inklusion für Auszubildene im Erzieherberuf in der Neuen Schmiede Bethel

Mit rund 60 Teilnehmenden war der Fachtag zum Thema „Inklusion“ für Auszubildende der KiTa gGmbH Minden-Ravensberg-Lippe sehr gut besucht. Eingeladen dazu hatten der Dienstgeber und die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung (kefb) Ostwestfalen, die den Tag organisierten. In der „Neuen Schmiede“ Bielefeld fand man genau den richtigen Ort für diesen Fachtag unter dem Titel „Wo bunt nicht nur eine Farbe ist“. In der Neuen Schmiede, mitten in Bethel, wird seit mehr als 20 Jahren Inklusion gelebt. Durch vielfältige Angebote, wie Kulturveranstaltungen, Biergarten, Restaurant, Tagungsmöglichkeiten und zudem zahlreiche Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung, ist die Neue Schmiede in dem ehrwürdigen Ambiente ein ganz besonderer Ort der Begegnung für Jung und Alt, für Menschen mit und ohne Förderbedarf.

Angesprochen waren für den Fachtag Auszubildende, Praktikanten oder gerade frisch gebackene Erzieherinnen und Erzieher, die ein Stück weit tiefer eintauchen wollten in das komplexe Thema Inklusion. Der Fokus der Tagung lag darauf, bestehende Barrieren abzubauen und inklusive Praktiken zu fördern, um alle Kinder in den Kindertageseinrichtungen gleichermaßen zu unterstützen und ihnen gleiche Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Jedes Kind soll willkommen sein und die Vielfalt der Kinder und Familien anerkannt und respektiert werden.

Einschränkungen selbst erleben

Beate van Bentum vom Diözesan-Caritasverband Paderborn übernahm die Einführung und traf mit ihrem belebenden Diversity Bingo-Spiel gleich ins Schwarze. Dadurch lernten sich die jungen Teilnehmenden schnell kennen. Sie stellte das Rad der Vielfalt vor und wies darauf hin, dass fast immer Vorurteile eine Rolle spielen, wenn es darum geht, Menschen im Vorfeld zu beurteilen, die man nicht kennt. „Jeder Mensch hat Bilder im Kopf, wenn er beispielsweise einen ausländischen Namen hört“, erklärt sie. Das war auch gleich ihr erster Tipp für die Berufsanfängerinnen und -Anfänger. „Inklusive Arbeit ist, wenn Sie jeden teilhaben und nach seinen persönlichen Fähigkeiten ohne Vorurteile mit einbringen lassen“. Zu den wichtigsten Inklusionsregeln würden gehören, die Anforderungen an den Entwicklungsstand eines jeden Kindes anzupassen.

Sechs verschiedene Workshops standen im Anschluss zur Auswahl. Dabei ging es um die vorteilsbewusste Erziehung und Bildung, um die Raumgestaltung, um das Gefühl, wie es ist mit einer Einschränkung zu leben. Inklusion und Kommunikation und was Eltern von besonderen Kindern alles lernen müssen.

Was es bedeutet, nicht richtig sehen zu können, oder im Rollstuhl zu sitzen, dass erfuhren die Auszubildenden bei Referent Werner Jülke. Lana Hansmann saß probeweise im Rollstuhl und merkte schnell wie unangenehm es ist, wenn ein großer Mensch auf sie zukommt. Unbewusst dreht sie den Kopf weg. Andere versuchten sich beim Nahrung zuführen, sich bei Gehörlosigkeit zu verständigen, oder zu empfinden, wie es ist, wenn man erblindet ist. Jülke erklärte, dass es wichtig ist, diese Gefühle zu kennen, um sie besser zu verstehen.

Nach der Mittagspause hatten die Teilnehmenden Gelegenheit zum Austausch und die ersten Eindrücke waren sehr gut. Am Nachmittag ging es nach einem kleinen Warm-up-Spiel in die zweite Workshop-Phase. Zum Abschluss wurden alle mit einem Dankeschön für die im besonderen Maße interessierte und motivierte Teilnahme durch die Organisatorinnen Frau Engels und Frau Decker (kefb) und den Geschäftsführer Detlef Müller (Kita gGmbH) verabschiedet. Es war der erste Fachtag dieser Art für die Nachwuchskräfte und bestimmt nicht der letzte, weil alle begeistert und mit vielen neuen Impulsen, Eindrücken und auch Ideen zu möglichen Veränderungen in ihre KiTas nach Hause gefahren sind.

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