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Wilhelm-Weber-Preis für christliche Sozialethik

Prof. Dr. Christiane Woopen in der Kommende Dortmund ausgezeichnet
Verleihung des Wilhelm-Weber-Preises an Prof. Dr. Christiane Woopen (v.l.): Prof. Dr. Markus Kiefer, Bürgermeister Norbert Schilff (Dortmund), Prof. Dr. Christiane Woopen, Prälat Dr. Peter Klasvogt (Direktor der Kommende Dortmund) und Prof. Dr. Paul Kirchhof. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn© Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Pressemeldung
08. Mai 2022
Paderborn

Wilhelm-Weber-Preis für christliche Sozialethik

Prof. Dr. Christiane Woopen in der Kommende Dortmund ausgezeichnet

Prof. Dr. Christiane Woopen erhielt am Sonntag in Dortmund den Wilhelm-Weber-Preis 2022 für ihr langjähriges gesellschaftliches Engagement. Verliehen wird der nach dem Theologen und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Wilhelm Weber (1925-1983) benannte Preis für „besondere Verdienste im Geist der katholischen Sozialethik“. Während eines Festaktes in der Kommende Dortmund, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, hielt der frühere Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Paul Kirchhof die Laudatio auf die Preisträgerin.

„Immer dann, wenn es um Grundfragen des Menschen und des menschlichen Lebens geht, ist ihr Rat gefragt“, stellte Prof. Dr. Paul Kirchhof die Preisträgerin vor. Die „Kunst der offenen Frage, die aus dem herkömmlichen ausbricht“, zeichne sie aus.
Christiane Woopen ist einer breiteren Öffentlichkeit bekannt als Ethik-Expertin während der Covid-19-Pandemie. Sie studierte Humanmedizin und Philosophie. Seit Oktober 2021 hat Christiane Woopen die erste Heinrich-Hertz-Professur im transdisziplinären Forschungsbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften” der Universität Bonn inne. Vor ihrem Wechsel an die Universität Bonn war sie Professorin für Ethik und Theorie der Medizin sowie Direktorin des CERES (Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences for Health) der Universität zu Köln.

Für ein gelingendes Leben

Eine Gratulation zur Preisverleihung gab es auch vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, per Video. Prof. Dr. Christiane Woopen sei ein Vorbild dafür, wie Menschen entschieden für die Würde des Menschen und seine Grundrechte einträten. Unter anderem bedankte sich Ministerpräsident Wüst für ihre Mitarbeit im NRW-Expertenrat Corona. Prof. Dr. Markus Kiefer hob als Vertreter der Familie des Stiftungsgründers des Wilhelm-Weber-Preis besonders die interdisziplinären Verdienste der Preisträgerin hervor.

Prof. Dr. Christiane Woopen, ehemalige Stipendiatin der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk, ist eine der führenden Ethikerinnen nicht nur in Deutschland. Sie war Mitglied im International Bioethics Committee der UNESCO und Vorsitzende des Deutschen sowie des Europäischen Ethikrates. Für ihr breites gesellschaftliches Engagement wurde ihr 2017 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

„Unser Auftrag ist es, Rahmenbedingungen für ein gutes, gelingendes Leben jedes Einzelnen und der Gesellschaft zu entwickeln“, sagt sie. Im Mittelpunkt ihrer Forschung, Lehre und Beratung steht das Leben sowie die Bedingungen für seine Entfaltung und sein Gelingen: „Technologisierung, Ökonomisierung, Ökologisierung und Globalisierung setzen das individuelle und gesellschaftliche Leben unter großen Veränderungs- und Gestaltungsdruck.“ Am neuen „Center for Life Ethics“ der Universität Bonn erforscht sie mit Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen diese vier Dynamiken und die damit zusammenhängenden ethischen Aspekte.

Wilhelm-Weber-Preis

Im Jahr 2021 hat das Sozialinstitut Kommende Dortmund die Trägerschaft des Wilhelm-Weber-Preises übernommen. Vorsitzender des unabhängigen Kuratoriums zur Vergabe des Preises ist der Direktor des Sozialinstituts Prälat Dr. Peter Klasvogt. Der Preis erinnert an den Theologen und Sozialwissenschaftler Professor Dr. Wilhelm Weber, langjähriger Inhaber des traditionsreichen Lehrstuhls für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster. Das diesjährige Preisgeld von 3000 Euro wird Christiane Woopen zugunsten der Hilfe für wohnungslose Jugendliche des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Köln spenden.

Ein Beitrag von:
Team Presse

Michael Bodin

 
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