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Weihe zum Dienst am Nächsten

Diakonenweihe von Philipp Neumann aus Gronau und Patrick Vitt aus Netphen am 25. Juni 2022 / Pastoralpraktikum in Attendorn und Bad Wünnenberg
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Pressemeldung
14. Juni 2022
Paderborn

Weihe zum Dienst am Nächsten

Diakonenweihe von Philipp Neumann aus Gronau und Patrick Vitt aus Netphen am 25. Juni 2022 / Pastoralpraktikum in Attendorn und Bad Wünnenberg

Für die beiden Priesterkandidaten Philipp Neumann aus Gronau und Patrick Vitt aus Netphen wird der 25. Juni 2022 zu einem bedeutsamen Tag in ihrer Vita werden, denn sie empfangen dann in der Markt- und Universitätskirche in Paderborn die Diakonenweihe: Weihbischof Josef Holtkotte spendet ihnen im Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker das Weihesakrament und weiht sie durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen. Die Ausbildungsverantwortlichen informieren über den Diakonat und die beiden Weihekandidaten berichten, was ihnen als Christ und Diakon wichtig ist.

Die beiden Seminaristen Philipp Neumann und Patrick Vitt seien auf dem Weg zur Priesterweihe, erläutert Regens Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer als Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn. Die jetzt bevorstehende Weihe zum Diakon sei eine Wegstation auf dieses Ziel hin. Durch die Feier des Gottesdienstes mit der Diakonenweihe in der Paderborner Markt- und Universitätskirche werde ein Bezug zum Erzbischöflichen Priesterseminar und zur Theologischen Fakultät Paderborn hergestellt, sagt Subregens Matthias Klauke. „So ist der Brückenschlag zu den theologischen Ausbildungsstätten gegeben. Zugleich rücken die Kirchengemeinden und Pastoralen Räume im Erzbistum Paderborn in den Blick, in denen die Diakone ihren Dienst tun.“ Der „Dienst am Nächsten“ sei das Markenzeichen eines Diakons, erläutern die beiden Ausbildungsverantwortlichen. Ein Diakon sei insbesondere dazu gesandt, zu den „Menschen am Rande“ zu gehen.

Philipp Neumann: Wie Leben gelingen kann

„Gott hat diese Welt und uns Menschen geschaffen“, ist Philipp Neumann überzeugt. Der Diakonenweihekandidat wurde 1989 in Balve geboren und wuchs dort auf. Sein Abitur legte er am Städtischen Walram-Gymnasium in Menden ab. Danach zog er nach Gronau (Westfalen), seine Heimatkirchengemeinde ist St. Antonius Gronau. Neumann begann – nach verschiedenen Tätigkeiten – ein Theologiestudium in Münster. Er ist davon überzeugt, dass das menschliche Leben in der Gemeinschaft mit Gott gelingen kann. „Zum Christsein von Gott berufen zu sein, bedeutet für mich, auf den Willen Gottes in und für mein Leben zu achten“, bekräftigt Diakonenweihekandidat Neumann.

Im Jahr 2015 ging Philipp Neumann nach Paderborn und absolvierte im Erzbischöflichen Priesterseminar das Propädeutikum, ein einjähriger Einführungskurs für Priesteramtskandidaten. Danach setzte er sein Studium an der Theologischen Fakultät Paderborn fort. Am St. Patrick’s College in Maynooth (Irland) verbrachte Neumann zwei Auslandssemester, um 2022 das Theologiestudium in Paderborn mit dem Magister Theologiae abzuschließen und in den Pastoralkurs des Priesterseminars einzutreten. „Ich möchte das Evangelium, die Frohe Botschaft verkünden“, benennt Philipp Neumann seine Motivation, Diakon zu werden. Sein Schul- und Gemeindepraktikum absolviert Weihekandidat Neumann im Pastoralverbund Attendorn. Dort wird er nach seiner Weihe auch als Diakon eingesetzt werden.

Patrick Vitt: Mit Jesus Christus auf dem Weg

Patrick Alexander Vitt aus der Kapellengemeinde St. Josef Eckmannshausen der Pfarrei St. Martin in Netphen hat sich bisher als Messdiener und Lektor in der Kirche engagiert. Er wurde 1994 geboren. Die Allgemeine Hochschulreife erlangte Weihekandidat Vitt an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Siegen. Für ihn steht im Hinblick auf das Christsein die Weggemeinschaft mit Jesus Christus im Vordergrund: Jesus Christus wünsche für jede und jeden ein gelingendes Leben, ist Vitt überzeugt. „Wie dieses gelingende Leben aussieht, gilt es herauszufinden und dann als Christ mitten in der Welt, mitten im jeweiligen Alltag zu leben. Wichtig ist zudem, das zu verkünden und zu bezeugen, was jede und jeder von Jesus Christus und seinem Wort erfahren hat.“

Sein Theologiestudium absolvierte Weihekandidat Patrick Vitt an der Theologischen Fakultät Paderborn und am Newman-Institut in Uppsala (Schweden). Das Studium schloss er 2022 in Paderborn mit dem Magister Theologiae ab und trat dann in den Pastoralkurs des Erzbischöflichen Priesterseminars ein. „Durch den Dienst als Diakon beziehungsweise als künftiger Priester möchte ich Menschen einen Freiraum für die Begegnung mit Gott eröffnen. Das kommt für mich vor allem in der Feier der Sakramente, durch das Hören und die Verkündigung von Gottes Wort und durch persönliche, seelsorgliche Gespräche zum Ausdruck“, erklärt Diakonenweihekandidat Vitt. Sein Schul- und Gemeindepraktikum absolviert Vitt im Pastoralen Raum Wünnenberg-Lichtenau. Hier wird er auch nach dem Empfang der Diakonenweihe als Diakon tätig sein.

Gottesdienst mit Weiheliturgie

Der Gottesdienst mit der Weiheliturgie beginnt am Samstag, 25. Juni 2022, um 10 Uhr in der Paderborner Markt- und Universitätskirche. Geladene Gäste, Familienmitglieder sowie Gläubige aus den Heimat- und Praktikumsgemeinden der beiden Weihekandidaten werden beim Gottesdienst dabei sein. Die Weiheliturgie kann zudem von weiteren Interessierten in Präsenz mitgefeiert werden.

Stichwort: Diakon

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort „diakonos“ ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben umfassen die Bereiche Gottesdienst (leiturgia – Liturgie), Verkündigung (martyria – Zeugnis) sowie den „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas) und damit alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu den Armen und Kranken, den „Menschen am Rande“ zu gehen. Die von einem Bischof gespendete sakramentale Weihe zum Diakon ist ein Element des dreigliedrigen Weihesakraments (Diakon – Priester – Bischof), dadurch ist der Diakon in die Gemeinschaft der Geistlichen, den Klerus, eingegliedert.

Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie bleibt den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes.

Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen bürgerlichen Beruf aus. Wer ein Zölibatsversprechen ablegt, kann die Diakonenweihe bereits mit 25 Jahren empfangen. Priesteramtskandidaten werden zunächst zum Diakon und dann zum Priester geweiht.

Bei von einem Diakon geleiteten liturgischen Feiern trägt der Diakon als Amtszeichen die Diakonenstola über dem Chorgewand oder der Albe. Die liturgische Kleidung des Diakons bei der Assistenz in der Eucharistiefeier ist die Dalmatik, die wie das priesterliche Messgewand über Albe und Stola getragen wird.

Ein Beitrag von:
Team Presse

Thomas Throenle

 
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