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Erzbistum Paderborn
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© Christian Se / Shutterstock.com

Weihbischof Dominicus wird neuer Bischof von Osnabrück

Erneut wird ein Weihbischof aus Paderborn das Bistum Osnabrück leiten

Gleichzeitiges Glockengeläut in Rom und Osnabrück verkündete am Dienstag, 28.  Mai 2024, um 12 Uhr das Ende der Sedisvakanz im Bistum Osnabrück: Das Domkapitel des St. Petrus-Doms hat den Paderborner Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB zum neuen Bischof von Osnabrück gewählt. Damit wird der frühere Benediktinerabt Nachfolger des emeritierten Osnabrücker Bischofs Dr. Franz-Josef Bode. Papst Franziskus hat die Wahl heute mit der Ernennung von Weihbischof Dr. Dominicus Meier bestätigt. Wieder mache sich ein Paderborner Weihbischof auf den Weg nach Osnabrück, wie schon 1995 der damalige Weihbischof Dr. Franz-Josef Bode, kommentierte der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in einem Video-Gruß: „Es scheint eine gute Nachbarschaft unsrer beiden Bistümer zu sein.“

Doppelter Glückwunsch

„Papst Franziskus hat meinem Mitbruder Dominicus die Leitung unserer Nachbardiözese anvertraut“, sagte der Paderborner Erzbischof. Er sprach einen doppelten Glückwunsch aus: „unserem Weihbischof Dominicus und den Menschen, die im Bistum Osnabrück leben“. Hier könne nun der Aufbruch zu einer neuen Weggemeinschaft beginnen. „Ich bin überzeugt, dass Weihbischof Dominicus mit seiner Erfahrung und Expertise ein denkbar guter und verlässlicher Wegbegleiter sein wird“, stellte Erzbischof Dr. Bentz fest.

Im Erzbistum Paderborn hinterlasse Weihbischof Dominicus „große Fußabdrücke“: als langjähriger Benediktinerabt in Meschede, als Offizial und als Weihbischof. Dr. Dominicus Meier und er seien 2015 am selben Tag zu Weihbischöfen in Paderborn beziehungsweise Mainz ernannt worden, erklärte Erzbischof Dr. Bentz.  „Dadurch hatten wir auch in der Bischofskonferenz unsere Plätze oft nebeneinander. Das verbindet. Und diese Verbindung wird auch künftig bleiben.“

Herausforderungen angehen

Manche Herausforderungen im Bistum Osnabrück würden ähnlich sein wie im Erzbistum Paderborn, manche aber auch gänzlich neu, erläuterte Erzbischof Dr. Bentz weiter: „Ich bin überzeugt, dass der künftige Bischof von Osnabrück diese mit Mut und Tatkraft, mit Realismus und vor allem mit Gottvertrauen angehen wird.“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz dankte seinem Mitbruder für dessen langjährigen Einsatz im Erzbistum Paderborn – und gab zu, auch ein gewisses Bedauern zu empfinden: Selbst noch im Ankommen im Erzbistum Paderborn müsse er einen wichtigen Berater ziehen lassen, so Erzbischof Dr. Bentz: „Gerne hätte ich mit ihm noch länger zusammengearbeitet. Aber auch ich will mich in Gottvertrauen üben: Wir sind im Erzbistum Paderborn genauso auf dem Weg wie im Bistum Osnabrück. Und Gott ist immer mit uns unterwegs. Seinen Segen wünsche ich unserem scheidenden Weihbischof und dem künftigen Bischof von Osnabrück!“

Bei der Amtseinführung von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz (l.) im März 2024 tauscht Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB mit ihm den Friedensgruß.

Verabschiedung im Erzbistum Paderborn

Am zweiten Libori-Sonntag, 4. August, haben die Menschen im Erzbistum Paderborn die Gelegenheit, ihrem Weihbischof bei seiner Verabschiedung „Danke und auf Wiedersehen“ zu sagen.

Videogruß von Erzbischof Dr. Bentz zur Ernennung von Weihbischof Dominicus

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Vita: Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB

Dr. Dominicus Meier OSB wurde am 10. Juli 1959 in Finnentrop-Heggen als Michael Meier geboren. In Grevenbrück aufgewachsen machte er 1982 sein Abitur am Klemens-Hofbauer-Kolleg in Bad Driburg. Im selben Jahr trat er in die Benediktiner-Abtei Königsmünster in Meschede ein und nahm den Ordensnamen Dominicus an.

Von 1983 bis 1988 studierte er Theologie und Philosophie in Würzburg und Münster. Am 14. Januar 1989 wurde er durch Dr. Reinhard Lettmann, Bischof von Münster, in der Abtei Königsmünster zum Priester geweiht. Dominicus Meier schloss ein Promotionsstudium in Salzburg an und wurde 1991 zum Doktor der Theologie promoviert. Von 1989 bis 1991 war er Diözesanrichter am Erzbischöflichen Diözesangericht Salzburg. 1992 begann er seine Tätigkeit als Ehebandverteidiger am Erzbischöflichen Diözesangericht Paderborn – eine Aufgabe, die er bis zum Jahr 2001 ausübte, ab 1994 war er Kirchenanwalt (Promotor iustitiae).

In Münster absolvierte er von 1995 bis 1997 ein Aufbaustudium Kanonisches Recht und schloss dieses mit der Promotion zum Lic. iur. can. ab. 1999 folgte die Habilitation im Fach Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ein Jahr später erhielt er den Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar und wurde zum ordentlichen Professor berufen.

Am 6. Oktober 2001 erfolgte seine Benediktion als Abt der Benediktiner-Abtei Königsmünster in Meschede. Nach zwölf Jahren als Abt wurde er zum 1. September 2013 Offizial des Paderborner Erzbischofs. Auf Wunsch von Weihbischof Dominicus entpflichtete ihn Erzbischof Hans-Josef Becker 2022 aus dem Amt des Offizials.

Papst Franziskus ernannte Dr. Dominicus Meier OSB am 15. Juli 2015 zum Titularbischof von Castro di Sardegna und zum Weihbischof in Paderborn. Seine Bischofsweihe empfing er am 27. September 2015 durch Erzbischof Hans-Josef Becker. Weihbischof Dominicus wählte das Leitwort „Per Christum congregamur“ – „Durch Christus werden wir zusammengeführt“.

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB ist derzeit stellvertretender Vorsitzender der Migrationskommission (XIV) der Deutschen Bischofskonferenz und zudem Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Gläubigen der mit Rom verbundenen Ostkirchen. Am 21. Juni 2021 wurde Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB von Papst Franziskus für eine Amtszeit von fünf Jahren zum Richter am Obersten Gericht der Apostolischen Signatur ernannt.

Ein Beitrag von:
Redakteurin Team Presse

Maria Aßhauer

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