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Singen ist für mich Gemeinschaft

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Silvia Maasberg, seit 34 Jahren aktive Sängerin in der „paulaner band“ der Herforder St. Paulus Gemeinde
© abstract / Shutterstock.com
Unser Glaube
05. September 2022
Herford

Singen ist für mich Gemeinschaft

„Auf eine Kaffeelänge mit …“ Silvia Maasberg, seit 34 Jahren aktive Sängerin in der „paulaner band“ der Herforder St. Paulus Gemeinde

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn, um die Vielfalt der engagierten Menschen abzubilden. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehrenamtlich tätigen Menschen zählen zu den 1000 guten Gründen für den Glauben und die katholische Kirche. Indem wir von ihnen erzählen, bringen wir das Gute zur Sprache und machen sichtbar, wie lebenswert und vielfältig das katholische Glaubensleben ist. „1000 gute Gründe“ – lernen Sie auf eine Kaffeelänge die hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten im Erzbistum Paderborn näher kennen. Diesmal haben wir uns mit Silvia Maasberg getroffen, die sich als Sängerin in der Herforder „paulaner band“ an neuem christlichen Liedgut begeistern kann.

Gegründet im Jugendkeller der Gemeinde

„Seit 34 Jahren singe ich in der ‚paulaner band‘“, sagt Maasberg beim Gespräch kurz vor den Proben: „Normalerweise singen wir in einem Gottesdienst pro Quartal in unserer St. Paulus Kirche, manchmal auch zu Fronleichnam und auf Anfrage auch bei Hochzeiten und anderen feierlichen Anlässen. Geprobt wird aber jede Woche montags.“

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, ist die „paulaner band“ eher ein Vokalensemble, mit einer durch die Jahre unterschiedlich stark besetzten Instrumentalsektion. „Die Band wurde 1971 im Jugendkeller der Kirchengemeinde St. Paulus gegründet, den Bandnamen hat sie wohl seit 1972 oder 73“, sagt Maasberg. „Wir singen neues christliches Liedgut und Sacro-Pop in deutscher Sprache, damit jedes Gemeindemitglied auch mitsingen kann, dazu Gospels und mehrstimmige Lieder mit fetzigen Rhythmen“, sagt Maasberg. „In unseren Liedern geht es weniger um Verkündigung, sondern eher um Aufbruch oder darum, sich im Gottvertrauen für eine gerechtere Welt einzusetzen – wenn man so möchte, haben die Lieder oft politische Texte. Stilistisch bedienen sie sich bei verschiedenen Spielarten der Popularmusik von Beat, über Blues und Jazz bis Rock.“

Zuvor nur in der Badewanne gesungen

„Bevor ich dazu gekommen bin, habe ich eigentlich nur in der Badewanne gesungen“, schmunzelt sie. „Ganz wichtig ist für mich unsere Gemeinschaft beim Singen.“ Aber auch bei der Bewältigung persönlicher Krisen oder schwieriger Lebensphasen, seien die Bandmitglieder füreinander da.

Ganz stark habe sie diese Gemeinschaft während der Coronajahre vermisst. „Wie überall ging zeitweise gar nichts, weil ja nicht einmal das Gemeindehaus mit unserem Probenraum betreten werden durfte. Spätere Versuche, online wieder ans Singen zu kommen, waren auch nicht meins – ich brauche einfach meine Nachbarinnen und Nachbarn im Chor. Andere Sänger kamen damit aber besser zurecht.“

"Meine Zeit ... in Deinen Händen"

Einen kleinen YouTube-Hit hat die „paulaner band“ auch: irgendjemand hat die Aufnahme von ‚Meine Zeit … in Deinen Händen‘ bei Youtube eingestellt, und das Lied hat über zwei Millionen Klicks.

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Mitglieder auch aus den umliegenden Gemeinden

In den besten Zeiten sangen in der „paulaner band“ um die 30 Männer und Frauen, heute sind es 17 in Alt, Sopran und Bass um Chorleiter Felix Ziesché am Keyboard und Drummer Ulli Halau. „Das könnten gerne mehr werden, vor Allem eine Gitarre und weitere Sänger wären schön“, sagt Maasberg: „Das Problem ist, dass uns die Menschen in den Gemeinden, in denen wir singen, kennen. Wer sich für unsere Art von Musik interessiert, ist in der Regel schon bei uns. Die Sängerinnen und Sänger kommen dabei schon lange nicht nur aus unserer, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden.“

Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr und der „paulaner band“ der Kölner Welt-Jugendtag mit Papst Johannes, den die Herforder 2005 mitgestalten durften, auch wenn sie dem Papst nicht besonders nahe gekommen seien. In Erinnerung seien ebenso Konzerte während der Herforder Kulturnacht geblieben: „Das war schon herausfordernd, denn die Jakobikirche, die in ihrer jetzigen Form wohl im zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts fertiggestellt wurde, hat natürlich eine ganz andere Akustik als unsere Paulus-Kirche aus dem Jahr 1960.“ Ein positiver Nebeneffekt der Auftritte in einem neuen Rahmen sei es gewesen, dass danach tatsächlich einige neue Sängerinnen und Sänger zur „paulaner band“ fanden: „Vielleicht müssten wir öfter außerhalb der eigenen Gemeinde auftreten, um neue Menschen zu erreichen.“

Neue Mitglieder willkommen

„Jedenfalls gibt es in unserer Gemeinde nicht das Problem, dass junge Menschen nicht zur Kirche finden“, sagt Maasberg, denn in dem Keller, in dem sich einst die „paulaner band“ zusammenfand, trifft sich heute die Lobpreis-Gruppe Effata, die ebenfalls aus den Jugendgruppen der Gemeinde entstand. „Vielleicht muss jede Generation ihre eigenen Inhalte und Formen finden“, vermutet Maasberg.

Neue Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnen und Sänger sind bei den Proben montags ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Paulus, Kiebitzstraße 1, in Herford gern gesehen. Infos gibt es zudem auf der Homepage.

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