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Erzbistum Paderborn
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Schöpfungs- und Weltverantwortung – Geht doch!

5. Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führt vom 16. bis 21. September durchs Erzbistum
Pressemeldung
12. August 2021
Paderborn

Schöpfungs- und Weltverantwortung – Geht doch!

5. Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führt vom 16. bis 21. September durchs Erzbistum

Am 14. August 2021 startet der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit vom polnischen Zielona Góra bis ins schottische Glasgow zur UN-Klimakonferenz. Mitte September wird der Weg auch für einige Tage durchs Erzbistum Paderborn führen. Pilgernde aus Deutschland und Europa laufen insgesamt rund 1.450 Kilometer und nehmen damit den Appell für globale Klimagerechtigkeit unter die Füße. Vom 16. bis 21. September sind die Pilgernden mit Stationen in Brakel-Bökendorf, Steinheim-Vinsebeck, Detmold-Hiddesen, Oerlinghausen und Bielefeld im Erzbistum Paderborn unterwegs. Die Initiatoren laden zum streckenweisen Mitpilgern und Mitbeten ein.

Am 14. August 2021 startet der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit vom polnischen Zielona Góra bis ins schottische Glasgow zur UN-Klimakonferenz. Vom 16. bis 21. September laufen die Pilgernden durchs Erzbistum Paderborn. Foto: Pilgerbasis / Klimapilgerweg2021.

„Der Ökumenische Pilgerweg ist ein beeindruckendes Beispiel für Schöpfungs- und Weltverantwortung“, erklärt Christian Maier als Missio-Referent aus dem Team Weltmission, Entwicklung, Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn. Viele Menschen würden schon zum fünften Mal „mit ihren Füßen und durch das Gebet den Klimawandel und die soziale Ungleichverteilung seiner Folgen als globale Herausforderungen ins Blickfeld rücken“, so Maier. „Wir sind sehr stolz, dass die Pilgernden mit diesem Anliegen auch in unserem Erzbistum unterwegs sind.“

Getragen wird der Ökumenische Pilgerweg von den evangelischen Landeskirchen, katholischen (Erz-)Bistümern und kirchlichen Hilfswerken in Deutschland. Die Pilgernden beschreiten ihren Weg unter dem Leitwort „Geht doch!“ nicht nur spirituell, sondern auch praktisch: Sie besuchen auf ihrer Reise Orte, an denen beispielhafte Lösungen für nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden, ebenso wie Orte, an denen die Gefährdung der Schöpfung deutlich sichtbar ist. Kirchengemeinden, Umweltinitiativen, Schulen und gemeinnützige Verbände werden den Pilgernden über ihre Situation berichten und thematische Veranstaltungen vorbereiten.

Gelebte Schöpfungs- und Weltverantwortung

Mitte September erreichen die Pilgernden das Erzbistum Paderborn: Am 16. September kommen sie in Brakel-Bökendorf im Kreis Höxter an. Von dort geht es am 17. September weiter nach Steinheim-Vinsebeck. Die nächsten Etappen führen am 18. September nach Detmold-Hiddesen und am 19. September nach Oerlinghausen. Am 20. September laufen die Pilgernden nach Bielefeld, von wo sie am 21. September ins Bistum Münster nach Marienfeld aufbrechen.

Mobilitäts-, Agrar- und Ernährungswende im Fokus

Die Dauerpilgernden bewältigen die Strecke von Polen nach Schottland bis auf die Überfahrt nach Großbritannien vollständig zu Fuß. „Das ist konsequenter Einsatz im Kontext der Schöpfungsverantwortung und gleichzeitig ein Beitrag zur nötigen Mobilitätswende, die neben der Agrar- und Ernährungswende zu den politischen Schwerpunkten des diesjährigen Pilgerweges gehört“, erläutert Maximilian Schultes, im Generalvikariat zuständig für Dialogische Pastoral.

Mitpilgern, Mitbeten, Mitreden

Wer den Pilgerweg im Erzbistum Paderborn – auch für kurze Wegstrecken – mitgehen möchte, sollte sich dafür zwecks Etappenplanung unter  www.klimapilgern.de/anmeldung im Vorfeld anmelden. Die Tagesstrecken sind in der Regel bis zu 25 Kilometer lang.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, vom 1. September bis 4. Oktober – einer Zeit, die von Papst Franziskus als „Schöpfungsmonat“ ganz in das Zeichen der Schöpfungsverantwortung gestellt wurde – die Pilgernden im Gebet zu begleiten. Dafür wird ein „digitaler Pilgerrucksack“ ab Ende August unter https://pastorale-informationen.wir-erzbistum-paderborn.de/klimapilgerweg verfügbar sein. Postkarten mit geistlichen Impulsen können zudem über das Sekretariat der Abteilung „Glauben im Dialog“ des Generavikariates postalisch bezogen werden (mechthild.reike@erzbistum-paderborn.de, 05251 / 125-1523).

Workshop und Podiumsgespräch

Am 20. September veranstaltet die Landvolkshochschule Hardehausen einen kostenfreien, digitalen Workshop mit Klimapilgernden und weiteren Expertinnen und Experten, zu dem die Anmeldung gegenwärtig läuft. Im Mittelpunkt steht die Frage: „Wie werden wir Christinnen und Christen zum Motor für Klimagerechtigkeit?“. Am 30. August besteht die Gelegenheit, bei einem Podiumsgespräch – ebenfalls kostenfrei und digital – mit Praktikerinnen und Praktikern Anregungen zur Ausgestaltung des Schöpfungsmonates in kirchlichen Gemeinden und Gruppen zu erhalten. Ausrichter ist das Bildungs- und Tagungshaus Liborianum in Paderborn.

Hintergrund: Ökumenischer Pilgerweg

Papst Franziskus hat in seiner 2015 veröffentlichten Enzyklika „Laudato si“ gefordert, die „Sorge für das gemeinsame Haus“ nicht nur ökologisch, sondern auch sozial anzugehen. In diesem Anliegen startete 2015 der 1. Ökumenische Pilgerweg. Die fünfte Auflage des Projekts führt 2021 von Polen, wo 2018 die UN-Klimakonferenz in Katowice stattfand, durch Deutschland, die Niederlande und England nach Schottland. Am 29. Oktober werden die Pilgernden nach 77 Tagesetappen und rund 1.450 Kilometern Glasgow erreichen, wo in diesem Jahr ab dem 1. November die Weltklimakonferenz tagt.

 
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