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Reliquien des heiligen Liborius zurück im Westchor des Domes

Andacht und Reliquien-Prozession schließen Libori-Triduum 2022 ab / Erzbischof Becker und Weihbischof Holtkotte segnen Kinder
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Pressemeldung
26. Juli 2022
Paderborn

Reliquien des heiligen Liborius zurück im Westchor des Domes

Andacht und Reliquien-Prozession schließen Libori-Triduum 2022 ab / Erzbischof Becker und Weihbischof Holtkotte segnen Kinder

Mit der traditionsreichen Festandacht, dem sakramentalen Segen und der festlichen Prozession, bei der die Gebeine des heiligen Liborius im Reliquienschrein zu den Klängen des Libori-Tuschs durch die Kathedralkirche und über den Pottmarkt auf dem Paderborner Domplatz getragen wurden, endeten am späten Dienstagnachmittag, 26. Juli, die ersten drei Tage des Libori-Festes: das Libori-Triduum 2022. Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte segneten bei der Prozession zahlreiche Kinder und Erwachsene. Die Reliquien des Patrons von Erzbistum, Dom und Stadt Paderborn wurden in diesem Jahr zum Abschluss des Triduums wieder im Margarethenaltar im Westchor unter dem Turm des Domes beigesetzt. Mehrere tausend Gläubige im und rund um den Paderborner Dom erlebten am Dienstagnachmittag den Abschluss des Triduums – in Präsenz oder via Live-Übertragung im Internet.

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Während der Festandacht zum Abschluss des Libori-Triduums wurde das Allerheiligste auf dem Altar des Hohen Domes von Erzbischof Hans-Josef Becker und den Gläubigen verehrt.

Sakramentsandacht

Mit Gesängen und Gebeten verehrten die Gläubigen in der Andacht das Allerheiligste, das in einer Monstranz auf dem Altar stand. Jesus wurde in einem Lesungstext aus dem Johannesevangelium als „Brot des Lebens“ dargestellt, gemeinsam beteten die in der Kathedralkirche des Erzbistums versammelten Gläubigen die „Litanei von der Anbetung Jesu Christi“. Domchor und Gemeinde sangen im Wechsel das Lied „Gottheit tief verborgen“. Nach einem Gebet zum Gedenken an den heiligen Liborius, dem Gebet des „Vater unser“ sowie dem Te Deum spendete Erzbischof Hans-Josef Becker den sakramentalen Segen. Die Sakramentsandacht endete mit einer „Marianischen Antiphon“, einem Loblied auf die Muttergottes.

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Während der Prozession mit dem Reliquienschrein segneten Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte zahlreiche Kinder.

Prozession und Segen

Am Ende der Andacht bildeten die bischöflichen Gäste aus der Weltkirche, das Metropolitankapitel, Priester, Diakone, Vertreter der Ordens-Christen und Laien eine festliche Prozession. Mit dem von den Schreinträgern geschulterten Reliquienschrein zog die Prozession über den Domplatz durch die Gassen des „Libori-Pottmarkts“ zurück durch das Paradiesportal des Paderborner Domes sowie durch die Seitenschiffe zum Margarethenaltar im Westchor unter dem Turm des Domes. Dabei segneten Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte viele Kinder und Erwachsene, ebenso besonders Menschen mit einer Behinderung. Erzbischof Becker und Weihbischof Holtkotte wechselten immer wieder Worte mit Menschen, die den Weg der Prozession säumten.

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Kurze Gespräche und ein Segen für Kinder und Erwachsene, das ist Libori. Erzbischof Hans-Josef Becker hat Freude daran.

Libori-Tusch und Beisetzung

Zu Beginn und am Schluss der Prozession erschallte, wie bereits bei der Reliquien-Erhebung am vergangenen Samstag, der Libori-Tusch, gespielt von Bläsern des Bahnsozialwerk Blasorchesters unter der Leitung von Andreas Steins. Im Anschluss an die Prozession wurden die Reliquien des Bistumspatrons im Margarethenaltar im Westchor des Hohen Doms beigesetzt.

Nachdem Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer den Ebenholzschrein mit den Reliquien aus dem vergoldeten Schrein herausgenommen und auf den Margarethenaltar gestellt hatte, betete er: „Ewiger Gott, du hast uns in den vergangenen Tagen aufatmen lassen. Die Feiern zu Ehren unseres Diözesanpatrons, des heiligen Liborius, haben auf wohltuende Weise unseren Alltag unterbrochen. Dir durften wir begegnen in den Feiern der Gottesdienste und in zahlreichen Begegnungen mit unseren Nächsten. Du hast uns Geborgenheit geschenkt, mit Freude erfüllt und unsere Hoffnung gestärkt, die künftigen Sorgen und Lasten des Alltags in der Kraft deiner beständigen Gegenwart meistern zu können. Dafür danken wir dir von Herzen.“

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Weihbischof Josef Holtkotte empfing im September 2021 die Bischofsweihe. Für ihn als Bischof ist Libori 2022 eine Premiere, aber schon oft hat er Menschen gesegnet.

Der feierliche Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von den Sängerinnen und Sängern des Domchores, der Domkantorei und der Mädchenkantorei unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning und von Domorganist Tobias Aehlig an der Orgel des Hohen Doms.

Libori

Der Abschluss des Triduums mit der Rückführung des Reliquienschreins des Bistumspatrons markiert die „Halbzeit“ des Libori-Festes. Unter dem diesjährigen Leitwort des Libori-Festes „aufatmen“ werden noch bis Sonntag täglich Pontifikalämter im Hohen Dom gefeiert. Im Hochchor des Doms wird dann eine silberne Büste des heiligen Liborius aufgestellt sein, die ebenfalls Reliquien des Paderborner Dom-, Bistums- und Stadtpatrons enthält.

Ein Beitrag von:
Team Presse

Thomas Throenle

 
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