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Erzbistum Paderborn
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Verlässliche und beitragsfreie Betreuung für alle zählten zu den Forderungen der Demonstration in Dortmund, an der sich mehrere katholische Träger und Einrichtungen beteiligten. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn© Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

Protestmarsch gegen den „Ausverkauf der sozialen Landschaft in NRW“

Freie Wohlfahrtspflege rückt existenzielle Notlage der Kitas in den Fokus

Ein breites Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, Eltern und Beschäftigten in der Kindertagespflege, Kitas sowie der Offenen Ganztagsbetreuung hatte am Dienstag (11. Juni) zu einem Protestmarsch in Dortmund aufgerufen, darunter auch die Katholischen Kitas Ruhr. Die Demonstration mit sehr großer Beteiligung startete auf dem Hansaplatz und machte „auf die drängenden Missstände in der Betreuungslandschaft Nordrhein-Westfalens aufmerksam“. Sie fand statt unter dem Motto „Black Week, gehen in NRW bald die Lichter aus? Gegen den Ausverkauf unserer sozialen Landschaft – für die Zukunft unserer Kinder“. Eine Aktion, die auch durch das Erzbistum Paderborn unterstützt wird und welche die existenzielle Notlage der Kitas in den Fokus rückt.

„Enormer Druck“

Die beteiligten Träger, AWO, Caritas, dobeq, DRK, EKK, JAEB (Jugendamtselternbeirat), Katholischer Gemeindeverband, Jugendhilfe St. Elisabeth und PariSozial, sind sich einig: Die aktuelle Situation in der Kinderbetreuung und -erziehung sei alarmierend. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden unter diesen Bedingungen unter enormem Druck stehen und ausbrennen. Die Träger seien mit der Erwartung konfrontiert, immer mehr Leistung zu erbringen, ohne dass dafür ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt würden. „Das Land darf Familien und die Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, nicht im Stich lassen. Das schadet nicht nur den betroffenen Familien, sondern langfristig auch der Wirtschaft unseres Landes“, so ein Sprecher des Bündnisses. Die Forderungen der Demonstrierenden zielten darauf ab, die Qualität und die Finanzierung der Kinderbetreuung in NRW nachhaltig zu verbessern.

Auskömmliche Finanzierung gefordert

Dazu zählen sie unter anderem im Bereich der Kindertageseinrichtungen (Kitas) eine auskömmliche Finanzierung der Auszubildenden und die Qualifizierung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern, die Erhöhung der Finanzierung für Fachberatung, die Anpassung der Fortschreibung der Kindpauschalen und der Personalbemessungsgrenzen zum Ausgleich von Urlaub und Krankheit, sowie den Wegfall des Trägeranteils. Zu den Forderungen gehören außerdem landesweit einheitliche Regelungen und eine sichere Finanzierung für die Kindertagespflege.

Über die genannten Forderungen hinaus sieht der Stadtelternbeirat die Beitragsfreiheit aller genannten Bildungsangebote als notwendig an: Bildung solle für alle kostenlos sein, stand auf vielen Plakaten. Die Betreuungszeitenmodelle müssten flexibler und mit einem erhöhten Fachkraft-Kind Schlüssel ausgestattet sein.
„Es ist Zeit, dass die Landesregierung handelt und die notwendigen Investitionen tätigt, um die Zukunft unserer Kinder und damit die Zukunft unseres Landes zu sichern“, betonte der Sprecher. „Wir brauchen Rahmenbedingungen, die eine funktionierende Arbeit ermöglichen. Wir fordern Arbeitsbedingungen, mit denen wir mit guten Kräften die notwendigen Angebote verlässlich sichern können!“

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