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Erzbistum Paderborn
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„Nur das Miteinander rettet die Welt“

Libori-Messe mit Schaustellern: Generalvikar Hardt ermutigt zu Frieden und solidarischem Miteinander
© Maria Aßhauer/Erzbistum Paderborn
Pressemeldung
29. Juli 2022
Paderborn

„Nur das Miteinander rettet die Welt“

Libori-Messe mit Schaustellern: Generalvikar Hardt ermutigt zu Frieden und solidarischem Miteinander

Generalvikar Alfons Hardt feierte am Libori-Freitag, 29. Juli 2022, in der Paderborner Libori-Kapelle nach zwei Jahren Pause wieder die traditionelle Messe mit den Schaustellerinnen und Schaustellern – im Herzen der Kirmes-Meile zwischen den am Morgen noch ruhenden Fahrgeschäften. In seiner Predigt ermutigte Generalvikar Hardt angesichts der Erfahrungen von Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine zu solidarischem Miteinander: „Frieden muss den Krieg ablösen und die Völker müssen miteinander den Fortschritt für alle suchen. Nur das Miteinander rettet die Welt und schafft Frieden.“

„Wir nehmen uns diesen Moment der Ruhe in dem, was wir täglich leisten“, begrüßte Generalvikar Hardt die Schaustellerinnen und Schausteller zum Gottesdienst. „Aufatmen“, das diesjährige Libori-Leitwort, stehe für „das Gefühl der Befreiung“, das Millionen Menschen inzwischen ergriffen habe, sagte der Generalvikar des Paderborner Erzbischofs in seiner Predigt. Auch die Schaustellerinnen und Schausteller als entscheidende Beteiligte des Libori-Dreiklangs aus Kirche, Kirmes und Kultur könnten endlich wieder aufatmen: „Für die Schausteller geht eine fast zweijährige Zwangspause zu Ende, in der sie um die Zukunft ihres Berufes bangen mussten“, erinnerte Generalvikar Hardt.

Dank der Bereitstellung von Impfstoffen dürfe die Menschheit „mit einem Rest-Risiko wieder das Leben wagen“ – und auch Libori feiern. Die Pandemie habe deutlich gemacht, dass alles Wissen das Leben der Menschen letztlich nicht sichern könne: „Der ungebremste Fortschrittsglaube der Siebziger Jahre ist endgültig gescheitert“, verwies Generalvikar Hardt auf ungelöste Herausforderungen wie die Klimakatastrophe, die Verschmutzung der Weltmeere oder Kriege.

Vor diesem Hintergrund würden die Worte „bei euch aber soll es nicht so sein“ aus dem „Libori-Evangelium“, das an allen Tagen der Festwoche vorgetragen wird, zu Konsequenzen auffordern: „Alle Menschen sind Kinder Gottes. Wo diese Botschaft gelebt wird, wächst das Reich Gottes“, erklärte Generalvikar Hardt. Wo dies geschehe, bestehe die Hoffnung, „dass nach der Überwindung der Pandemie das neu erwachte Streben nach Eigenversorgung nicht überhandnimmt“, so dass die Not des Nächsten auch weiterhin gesehen werde.

© Maria Aßhauer/Erzbistum Paderborn

Libori-Kapelle im Herzen der Kirmes

Die kleine, spätbarocke Libori-Kapelle auf dem Liboriberg – und damit direkt auf der Kirmes-Meile – wirkt äußerlich unscheinbar. Doch wenn die Schaustellerinnen und Schausteller sich hier am Freitag der Libori-Woche traditionell zur Feier der heiligen Messe treffen, wird das Gotteshaus zum Kristallisationspunkt für die Wurzeln des Libori-Festes, ohne die es auch das  fröhliche Kirmes-Treiben nicht geben würde: die Überführung der Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans nach Paderborn im Jahr 836.

Ein Beitrag von:
Redakteurin Team Presse

Maria Aßhauer

 
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