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Erzbistum Paderborn
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© Sofiaworld/Shutterstock.com

Närrisches Feiern macht glücklich Glauben auch!

Ohne Ostern gäbe es keinen Karneval

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ – dieser Karnevalsschlager besingt zweifellos, dass die Wurzeln der Fastnacht im christlichen Kirchenjahr liegen: Ohne die Fastenzeit und damit letztlich ohne das Osterfest hätte sich der Karneval in der heute bekannten Form wohl kaum historisch entwickelt. Das Prinzip ist einleuchtend: Vor dem 40-tägigen Fasten-Verzicht soll noch einmal ausgelassen gefeiert werden – das ist bis heute so. Feiern macht glücklich. Aber „nach Karneval“ ist auch „vor Ostern“. Und Ostern, wenn Christen die Auferstehung Jesu feiern, zeigt wie kein anderes Fest: Glauben befreit und macht glücklich.

Woher kommt der Karneval eigentlich? Carnelevare, was so viel heißt wie „das Fleisch wegnehmen“, taucht als Begriff erstmals Ende des 17. Jahrhunderts auf – der Begriff Fastnacht ist sogar schon seit dem 13. Jahrhundert belegt. Vorräte an Fleisch, Fett oder Eiern sollten während der sechswöchigen Fastenzeit nicht verderben. Deshalb wurden diese am Vorabend des Aschermittwochs – in der Fast-Nacht – beim üppigen Feiern aufgebraucht. Die bewusste Umkehr vom wilden Treiben des Karnevals als Sinnbild des Diabolischen zurück zum Göttlichen in der Fastenzeit machte am eigenen Leib erfahrbar, wo ein Christenmensch seinen wahren Platz hat.

Kirche und Karneval

Karneval ist damit historisch eindeutig vom Kirchenjahr geprägt. Auch heute noch gibt es Fastnachtsmessen. Ende Januar beispielsweise feierte Weihbischof Matthias König mit den Nieheimer Karnevalisten zum 80 plus 11. Jubiläum der Karnevalsgesellschaft ein Pontifikalamt. In der Session 2019/20 standen Pastor Hubertus Böttcher – damals noch Propst in Arnsberg, mittlerweile in Hagen im Einsatz – gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Johannes Böhnke als ökumenisches Prinzen-Duo an der Spitze der Arnsberger Jecken. Auch Priester, die in die Bütt gehen, gibt es – das rhetorische Talent dafür sollten sie als Prediger im Idealfall ja mitbringen.

Ostern als Hoffnungs-Fest

In diesem Jahr sorgen Jecken vom 16. bis 21. Februar beim Straßenkarneval für närrische Glücksgefühle, bevor am Aschermittwoch wieder „alles vorbei ist“ – aber eigentlich beginnt es doch dann auch erst richtig: Die 40-tägige Fastenzeit ist noch immer für viele Menschen eine geprägte Zeitspanne, die hinführt zu Ostern, dem größten Hoffnungs-Fest der Christenheit. In der Fastenzeit, die längst nicht nur von gläubigen Menschen bewusst gelebt wird, steht nicht mehr allein der Verzicht auf Lebensmittel im Vordergrund, sondern auch generelles konsumbewusstes Verhalten und spirituelle Angebote. Abhängigkeiten werden in den Blick genommen, eine innere Einkehr wird angestrebt.

An Ostern verbinden und vollenden sich Feiern und Glauben – beides macht glücklich. Diese Überzeugung bringt auch der Grund Nr. 16 der Mitmachaktion „1000 gute Gründe“ zum Ausdruck, mit der das Erzbistum Paderborn zeigt, dass Kirche und Glaube sich lohnen. Im aktuellen Karnevals-Monat ziert das Bild eines lächelnden Smileys mit Heiligenschein das Februar-Kalenderblatt des Tischkalenders „12 gute Gründe für das Jahr 2023“, verbunden mit der eindeutigen Aussage „Glauben macht glücklich“. Daran wird deutlich: Das närrische Glück ist nur ein Vorspann für die „Freude, der es an nichts mehr fehlt“ (Joh 15,11).

 

Ein Beitrag von:
Redakteurin Team Presse

Maria Aßhauer

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