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Metropolitankapitel und Laienvertreter beraten über zukünftigen Diözesanbischof

Erstes Vorbereitungstreffen des Paderborner Metropolitankapitels unter Einbeziehung von Gläubigen aus dem Erzbistum legt Profil zur Bestellung eines neuen Diözesanbischofs fest
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Pressemeldung
28. September 2022
Paderborn

Metropolitankapitel und Laienvertreter beraten über zukünftigen Diözesanbischof

Erstes Vorbereitungstreffen des Paderborner Metropolitankapitels unter Einbeziehung von Gläubigen aus dem Erzbistum legt Profil zur Bestellung eines neuen Diözesanbischofs fest

Ein erstes Treffen zur Bestellung des zukünftigen Paderborner Erzbischofs fand am Freitag, 23. September 2022, in Paderborn statt: Das Paderborner Metropolitankapitel hat die neun durch Losentscheid ausgewählten sowie die fünf von Gremien des Erzbistums delegierten Vertreterinnen und Vertreter aus dem gesamten Erzbistum nach Paderborn eingeladen, um zunächst über Abläufe und Anforderungen zu informieren. Damit folgt das Paderborner Metropolitankapitel dem im „Synodalen Weg der Katholischen Kirche in Deutschland“ beschlossenen Handlungstext zur Einbeziehung der Gläubigen bei der Bestellung eines neuen Diözesanbischofs.

Dem Treffen am Freitag war am 5. September 2022 eine Auslosung vorausgegangen, bei der aus den bistumsweit eingesandten Vorschlägen der verschiedenen Gemeinden, Gremien und Räte insgesamt neun Frauen und Männer durch Los bestimmt wurden, die an dem Verfahren zur Bestellung des neuen Diözesanbischofs beteiligt werden. Beraten wurden von den Mitgliedern des Metropolitankapitels und den ausgelosten beziehungsweise delegierten Vertreterinnen und Vertretern aus dem Erzbistum Profileigenschaften des neuen Erzbischofs, der für die Nachfolge von Erzbischof Hans-Josef Becker in Frage kommt. Auf der Grundlage des erarbeiteten Profils wird eine Vorschlagliste erstellt, die das Metropolitankapitel in den Prozess der Bestellung eines neuen Erzbischofs des Bistums Paderborn einbringt.

Geistlicher Prozess

Dompropst Monsignore Joachim Göbel begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und führte in die Agenda ein. Domkapitular Professor Dr. Rüdiger Althaus informierte über die spezifische Rechtslage, die für die Wahl des neuen Diözesanbischofs zu berücksichtigen ist. Im Anschluss gab es in der Paderborner Kapuzinerkirche eine Zeit des Gebets, die von den Schwestern und Brüdern der Gemeinschaft der Seligpreisungen gestaltet wurde: Damit rückte die in der zweiten Etappe erfolgende Auswahl der Kandidaten für die Vorschlagsliste als ein geistlicher Prozess in den Fokus. Bischof em. Heinz Josef Algermissen aus Fulda berichtete von seinen Erfahrungen aus seiner Zeit als Diözesanbischof von Fulda und den besonderen Herausforderungen, die das Bischofsamt an sich und besonders in der heutigen Zeit mit sich bringt.

Profileigenschaften

In gemischten Kleingruppen von Vertretern des Metropolitankapitels und Laien-Vertretern erfolgten dann gemeinsame Überlegungen zu erforderlichen Profileigenschaften des zukünftigen Erzbischofs. Es wurden beispielsweise Team- und Kooperationsfähigkeit, Besuchsbereitschaft in den Gemeinden vor Ort, Kontinuität in der Fortführung angestoßener Prozesse, wertschätzender Umgang mit allen Menschen, Belastbarkeit sowie eine offenes Ohr für alle Menschen genannt.

Die 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten am Ende des Treffens auf ein klar umschriebenes Profil schauen, auf dessen Basis bei der nächsten Zusammenkunft die drei Kandidaten für die Vorschlagsliste des Paderborner Metropolitankapitels gefunden werden können. Nach diesem zweiten Treffen erfolgt durch das Metropolitankapitel und die Vertreterinnen und Vertreter der Gläubigen aus dem Erzbistum die Erstellung der Vorschlagsliste.

Vertreterinnen und Vertreter der Gläubigen

Aus dem Erzbistum Paderborn waren stellvertretend für die Gläubigen bei der Bestellung des zukünftigen Diözesanbischofs beteiligt: Gerhard Kleinhietpaß (Mitglied Gesamtpfarrgemeinderat, Hövelhof), Rita Mende (Netphen), Friedrich Schürmann (PGR-Vorsitzender, Hamm), Gisela Bressan (Vorsitzende PGR, Castrop-Rauxel), Beate Roth (Vorsitzende PGR, Langenberg), Dagmar Wieners (Gemeindereferentin, Bad Arolsen), Klaus Köster (Vorstandsmitglied Gesamtpfarrgemeinderat, Dortmund), Ralf Georg Wittor (Mitglied Gemeindeausschuss, Wanne-Eickel), Pastor Markus Ratajski (Vertreter der Direktorenkonferenz der vom Erzbistum Paderborn getragenen Schulen, Attendorn), Josef Lüttig (Vertreter des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn), Nadine Mersch (Vertreterin des Diözesanpastoralrates , Borchen), Magdalena Vering (Vertreterin des Diözesanpastoralrates, Paderborn) und Schwester Ulrike Brand (Vertreterin des Diözesanpastoralrates, Paderborn).

Die per Los bestimmten Frauen und Männer bilden zusammen mit den drei vom Diözesanpastoralrat sowie den zwei von der Direktorenkonferenz der Katholischen Schulen im Erzbistum und vom Caritasverband für das Erzbistum Paderborn delegierten Personen eine insgesamt 14-köpfige Gruppe. Diese wird gemeinsam mit dem gleichgroßen Paderborner Metropolitankapitel die Liste mit Kandidaten zur Wahl eines neuen Erzbischofs erstellen, die im Anschluss nach Rom geschickt wird. In Rom erfolgt dann gemäß dem Preußischen Konkordat die Aufstellung der sogenannten Dreierliste. Daraus wählt dann das Metropolitankapitel einen neuen Erzbischof.

Ein Beitrag von:
Team Presse

Thomas Throenle

 
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