Laden...

logocontainer-upper
logocontainer-lower
© Lighthunter / Shutterstock.com
© Lighthunter / Shutterstock.com

Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige nötig

Anlässlich des Europäischen Tages der pflegenden Angehörigen am 6. Oktober macht die Caritas auf deren belastete Situation aufmerksam

Mehr Anerkennung und Unterstützung für die Arbeit pflegender Angehöriger ist dringend nötig. Darauf weist der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn anlässlich des „Europäischen Tages der pflegenden Angehörigen“ am 6. Oktober hin. „Viele Angehörige sind stark belastet, sie sind für ihre Familienangehörigen im Dauereinsatz und haben kaum Zeit für sich“, sagt Verena Ising-Volmer, Leiterin des NRW-weiten Projektes „Kuren für pflegende Angehörige“. „Bei einer Kur stehen pflegende Angehörige im Mittelpunkt und können neue Kraft für den Pflegealltag tanken.“ In Nordrhein-Westfalen werden fast 800.000 Pflegebedürftige von ihren Angehörigen Zuhause versorgt.

Pflege, Beruf und Familie vereinbaren

Viele Angehörige stehen vor der Herausforderung Pflege, Beruf und Familie zu vereinbaren. „Die Belastung pflegender Angehöriger kann so weit gehen, dass sie selbst erkranken und der hohen psychischen, physischen und sozialen Belastung nicht mehr gewachsen sind. Sie leiden unter Rücken- und Kopfschmerzen, Schlafstörungen bis hin zu Niedergeschlagenheit“, erläutert Verena Ising-Volmer, die auch Leiterin des Referats für Kur- und Erholungshilfen der Caritas im Erzbistum Paderborn ist. Seit 2012 zählen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen (umgangssprachlich „Kur“) für pflegende Angehörige zur gesetzlichen Leistung der Krankenkassen. Bei entsprechender Indikation haben sie einen Anspruch auf eine Maßnahme.

Projekt „Kurberatung für pflegende Angehörige“

Der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn engagiert sich daher gemeinsam mit der AW Kur und Erholungs GmbH in dem Projekt „Kurberatung für pflegende Angehörige“ und hat mehr als 110 Kurberaterinnen und Kurberater in Nordrhein-Westfalen geschult, um pflegende Angehörige bei der Antragsstellung zu beraten. Die Beratenden unterstützen Betroffene individuell und kostenlos, helfen beim Ausfüllen der Formulare, der Suche nach der passenden Klinik und auch nach Versorgungsmöglichkeiten für den Pflegebedürftigen während der Zeit der Kur. „Wir möchten pflegende Angehörige ermutigen sich Unterstützung zu suchen und Kontakt zur Beratungsstelle vor Ort aufzunehmen“, sagt Ising-Volmer. Unter https://www.kuren-fuer-pflegende-angehoerige.de finden Betroffene ihre Beratungsstelle in der Nähe. Das Landesprogramm „Zeit und Erholung für pflegende Angehörige in Nordrhein-Westfalen – Kuren für pflegende Angehörige“ wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW finanziert.

Der „Europäische Tag der pflegenden Angehörigen

Der „Europäische Tag der pflegenden Angehörigen“ wird am Mittwoch, 6. Oktober, erstmals von der „European organisation working with and for informal carers“ (Eurocarers) veranstaltet. Eurocarers wird von über 70 Verbänden und Forschungseinrichtungen aus 28 europäischen Ländern getragen.

Weitere Einträge

© artin1 / Shutterstock.com

Unsere Nachrichten Pfarrer Paul Nikolajczyk verstorben

Das Erzbistum Paderborn trauert um Pfarrer i. R. Paul Nikolajczyk. Er starb am Mittwoch, dem 30. September 2026.
© Deutsche Bischofskonferenz / Marko Orlovic

Unsere Nachrichten Die deutschen Bischöfe positionieren sich zu KI

Übernimmt Künstliche Intelligenz bald das Kommando? Diese Frage stellten sich die deutschen Bischöfe auf ihrer Herbstvollversammlung in Fulda. Erzbischof Bentz plädierte für eine richtige Balance.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Unsere Nachrichten Eine katholische Art, Medizin zu leben?

Erzbischof Bentz besucht beim Amtssitzwechsel Kinderklinik, pflegende Ordensschwestern und Klinikseelsorge im Marien Hospital Witten
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0