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Erzbistum Paderborn
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Gesund, sicher und umweltschonend zur Schule

Walking Bus der Grundschule St. Michael erfolgreich in der Spur

An der Paderborner Grundschule St. Michael, der ersten Grundschule in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn, ist bereits seit dem vergangenen Schuljahr ein Walking Bus im Einsatz. Ein laufender Bus – das ist nicht paradox, sondern ein Konzept, das Verkehrssicherheit fördert: Als „lebendiger Bus“ gehen die Grundschulkinder gemeinsam auf einer festen Route und nach einem festen Fahrplan zu Fuß zur Schule, begleitet von Eltern oder Verwandten. Der Walking Bus läuft dabei in zwei Linien durch Paderborn: Linie eins beginnt in der Südstadt am Kilianplatz, Linie zwei startet am Maspernplatz. So profitieren die Kinder von gesunder Bewegung und dem frühzeitigen Erlernen von richtigem Verhalten im Straßenverkehr. Das Projekt an der Grundschule St. Michael wird getragen durch das große Engagement vieler Eltern, aber auch durch die Unterstützung unterschiedlicher Partner.

Ehrenamtliche Begleitung

Von beiden Startpunkten in Paderborn läuft der Walking Bus der Grundschule St. Michael zu festen Zeiten an verschiedenen Haltestellen vorbei, die durch die Unterstützung der Stadt Paderborn mit bunten Walking-Bus-Schildern gekennzeichnet sind – wie bei einer „echten“ Bushaltestelle. An jeder Station schließen sich neue Kinder an. Gemeinsam steuert die Gruppe in Zweier-Reihen durch die Stadt Richtung Grundschule am Abdinghof  – ein „laufender Bus“, der von Haltestelle zu Haltestelle immer länger wird. Sicherheit wird dabei groß geschrieben: Die Kinder tragen alle leuchtende Warnwesten, die von der AOK Gesundheitskasse zur Verfügung gestellt wurden.

Beide Buslinien werden von Eltern ehrenamtlich begleitet – auch sie tragen gut erkennbare Warnwesten. Rund 25 Kinder sind für den Hinweg angemeldet, ebenso viele Eltern haben sich bereiterklärt, bei der ehrenamtlichen Weg-Begleitung mitzumachen. Viele Eltern gehen einmal, manche sogar mehrmals pro Woche als Begleitung mit.

Verkehrschaos wird reduziert

„Der Walking Bus bringt ganz viele Vorteile für unsere Schule mit sich“, ist Anne Cordes überzeugt. Die kommissarische Schulleiterin denkt dabei nicht nur das Mehr an gesunder Bewegung und an Verkehrserziehung für die Schülerinnen und Schüler: „Die Kinder lernen in der Gruppe soziales Verhalten und gegenseitige Rücksichtnahme.“ Weil die Kinder schon auf dem Schulweg miteinander reden, sei die Konzentration im Unterricht höher. „Ein wesentlicher Vorteil ist auch, dass das frühmorgendliche Verkehrschaos rund um den Abdinghof reduziert wird“, erklärt Cordes. „Davon profitiert durch die geringeren Schadstoffemissionen auch die Umwelt“.

Großes Netz von Unterstützern

Die kommissarische Schulleiterin freut sich, dass das Walking-Bus-Projekt in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Stadt und Polizei Paderborn erfolgreich läuft, ist aber vor allem stolz auf das große Engagement der Eltern. „Die Eltern haben dieses Projekt entscheidend vorangetrieben. Ohne ihren Einsatz wäre der Walking Bus nicht so schnell ans Laufen gekommen“, ist sich Cordes sicher. Es sei schon im vergangenen Jahr gelungen, einen langfristigen Begleit-Dienstplan für das ganze Schuljahr aufzustellen. „Die beteiligten Eltern haben eine Whatsapp-Gruppe gegründet, damit an einer Haltestelle keiner auf ein Kind warten muss, das vielleicht krank ist. Und wenn eine Begleitperson kurzfristig ausfällt, springen die Eltern füreinander ein. Das läuft wirklich gut.“

Der Walking Bus an der Grundschule St. Michael wurde durch ein großes Netz von Unterstützern auf die Beine gestellt. Das sind neben den Eltern das Erzbistum Paderborn, die Polizei Paderborn, die Stadt Paderborn, die Sparkassenstiftung, die AOK-Gesundheitskasse und der Förderverein der Grundschulen St. Michael.

Hintergrund: Walking Bus

Im Sommer 2004 entstand aus einer Studie der Universität Paderborn zur Bewegung bei Kindern die Überlegung, den Schulweg für mehr Bewegung zu nutzen und Kinder bewusst zur Schule laufen zu lassen. Bei der Umsetzung wurde auf das Vorbild des Walking Bus zurückgegriffen – ein Konzept, das in England bereits als Projekt zur Schulwegsicherheit erprobt war. Gestartet ist das Walking-Bus-Projekt in Paderborn-Dahl, danach breitete es sich großflächig im ganzen Kreis Paderborn aus: Ende 2007 gab es im Kreis Paderborn an 28 Grundschulen bis zu 50 Buslinien. Es folgten Walking Busse in den Nachbarkreisen und in vielen NRW-Städten.

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