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Erzbistum Paderborn
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© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Friedens-Wege finden und gehen

Bischof em. Dr. Franz-Josef Bode aus dem Bistum Osnabrück feiert Pontifikalamt am Dienstag der Libori-Woche

Bischof Dr. Franz-Josef Bode, emeritierter Bischof des Bistums Osnabrück und ehemaliger Weihbischof im Erzbistum Paderborn, feierte am Dienstag-Vormittag mit zahlreichen Gläubigen ein Libori-Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn. Der aus Etteln im Erzbistum Paderborn stammende emeritierte Bischof rief dazu auf, „Wege des Friedens zu finden und zu gehen – so schwer und herausfordernd das auch ist“.

Friede sei mehr als Waffenruhe, die „Sehnsucht nach Frieden“, nach einem Friedensboten, sei auch heute präsent und überall spürbar, insbesondere angesichts der kleinen und großen Kriege in der Welt, in Gesellschaft, in Familien und Beziehungen, in den Menschen, erklärte Bischof em. Dr. Bode in seiner Predigt. Jesus sei Brücke zwischen Gott und Welt, er bringe Frieden und Versöhnung. Der Friede Jesu sei ein „echter und wahrhaftiger Friede“, bedeute Heilung und Heil. „Nur wer Jesus nachfolgt, wer Jesu Leben und Botschaft nachvollzieht und lebendig werden lässt, der kann echten Frieden bringen“, unterstrich der emeritierte Bischof von Osnabrück. Wer sich von der Person Jesu berühren lasse, der trage zum Frieden bei, helfe Trennung und Hass zu überwinden.

Vision von Frieden leben

„Unsere kleinen und großen Schritte des Friedens, des Gesprächs und des Dialogs, des Ausgleichs und der Versöhnung, der Wertschätzung, sind wichtig“, betonte Bischof Dr. Bode, der von 1991 bis 1995 Weihbischof in Paderborn war. Es sei wichtig, um Frieden zu ringen, sich für ihn stark zu machen. „Wir müssen – möglicherweise auch neue – Wege des Friedens und der Versöhnung finden.“ Es sei „angemessener“, auch in Kirche und Theologie, statt von einem „gerechten Krieg“ von einem „gerechten Frieden“ zu sprechen. Dabei gehe es um einen Frieden mit Gott, mit Welt und Natur, mit der Schöpfung, mit anderen Menschen und mit dem eigenen Ich – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das Libori-Leitwort „Pax vobis!“ – ist für Bischof Dr. Franz-Josef Bode ein Hinweis, dass Friede nicht eine geistlose Routine sei, vielmehr eine innere tiefe Haltung, die dazu führe, eine Vision von Frieden zu leben.

Libori – ein Kontinuum

Zu Beginn des Pontifikalamtes sagte der aus Etteln bei Paderborn stammende Bischof em. Dr. Bode, Libori bleibe für ihn ein Kontinuum, er sei und bleibe weiterhin Paderborn verbunden: „Ich habe ungefähr sechzig Mal Libori erlebt und mitgefeiert, insbesondere der Besuch am Libori-Dienstag ist mir wichtig.“

Die beiden Gastbischöfe aus der Ukraine – Bischof Stanislav Shyrokoradiuk aus Odessa und Bischof Pavlo Honczaruk aus Charkiw-Saporischschja – konzelebrierten im Pontifikalamt. Am Ende des Gottesdienstes betonte Bischof Dr. Bode die feste und bleibende Solidarität mit der Ukraine – „wir stehen und bleiben an eurer Seite“ -, die durch den Applaus der Gottesdienstteilnehmenden gefestigt wurde.

Stationen von Franz-Josef Bode im Erzbistum Paderborn

Franz-Josef Bode wurde am 16. Februar 1951 in Paderborn geboren und wuchs in Etteln nahe Paderborn auf. Nach dem Abitur 1969 am Paderborner Gymnasium Theodorianum studierte er Theologie und Philosophie in Paderborn, Regensburg und Münster. 1975 empfing Bode im Hohen Dom zu Paderborn das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend war er als Vikar in der Gemeinde St. Antonius in Lippstadt tätig.

Von 1977 bis 1983 war Bode Präfekt im Erzbischöflichen Theologenkonvikt Paderborn. Die Fortsetzung seiner akademischen Studien in Bonn schloss er 1986 mit der Promotion ab. Im Anschluss wirkte er bis 1991 als Pfarrer der Kirchengemeinde St. Marien in Fröndenberg.

Am 1. September 1991 empfing Bode im Alter von 40 Jahren im Hohen Dom zu Paderborn die Bischofsweihe. Als Weihbischof in Paderborn war er Bischofsvikar für die Priesterfortbildung im Erzbistum Paderborn. Am 26. November 1995 trat er sein Amt als Bischof von Osnabrück an. Papst Franziskus nahm das Rücktrittsgesuch von Bischof Dr. Franz-Josef Bode am 25. März 2023 an.

Ein Beitrag von:
Team Presse

Thomas Throenle

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