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Erzbistum Paderborn
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Die „NachbarBude“ des katholischen Sozialdienstes SKM Dortmund e.V. bietet auf dem Kirchplatz von St. Josef verschiedene Hilfen für Menschen aus der Nachbarschaft sowie Informationen. Im Bild v.l.: Paula Giesen (SKM), Jürgen Grewe (SKM) und Silvia Koslowski (Projektkoordinatorin SKM). Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland
04. Dezember 2023
Dortmund

Eine Bude für Nachbarschaftshilfe und gegen Einsamkeit

Projekt des Sozialdienstes SKM sucht weitere Ehrenamtliche

Verkauft wird an dieser Bude nichts. Es gibt aber heiße Getränke, Wasser und jede Menge freundliche Nachbarschaftshilfe. Ende April 2023 öffnete die „NachbarBude“ des katholischen Sozialdienstes SKM Dortmund e.V. auf dem Kirchplatz von St. Josef im Dortmunder Norden. Dabei handelt es sich um einen hellgrauen, restaurierten Bauwagen an der Münsterstraße 57. Kürzlich informierte der SKM vor Ort über die gut angelaufenen Hilfen und rief zugleich Interessierte dazu auf, sich ehrenamtlich als Budenfreundinnen oder Budenfreunde für das Projekt zu engagieren. Darüber hinaus lädt Koordinatorin Silvia Koslowski zum „Buden-Closing“ am 20. Dezember ab 15:30 Uhr ein, dem Tag an dem die „NachbarBude“ in diesem Jahr zum letzten Mal geöffnet hat. Bevor es dann im nächsten Jahr weitergeht, gibt es ein kleines Winterfest mit Punsch, Keksen und Musik.

Heimwerkerleistungen

Angelehnt an den Pariser Kiosk „Lulu dans ma rue“, welcher auf lokaler Ebene kleine Heimwerkerleistungen vermittelt, wurde die Idee der „NachbarBude“ entwickelt und als Kooperationsprojekt des SKM Dortmund e.V. und der Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund umgesetzt. Die „NachbarBude“ versteht sich als Bude für alle, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Kontostand. Dafür steht ein Team aus fünf Hauptamtlichen und aktuell rund 20 Ehrenamtlichen an fünf Tagen in der Woche jeweils ab 9 Uhr und bis in den Nachmittag sowie dienstags sogar bis 18 Uhr bereit.

Ein Regal anbringen, die lockere Schublade reparieren oder einen Einkauf für Erkrankte erledigen. Budenfreundinnen und –freunde springen ein, wenn sonst niemand da ist. Sie leisten ehrenamtlich, kostenlos und unbürokratisch Nachbarschaftshilfe. „Ich habe Zeit, helfe gerne und gebe auch gerne weiter, was ich weiß und kann“, berichtet einer der Helfenden.

Information und Kontakt

Zu diesen zählen die Ehrenamtlichen Uwe und Michaela. Sie schätzen auch die Gemeinschaft, die sich im Umfeld des Projektes entwickelt hat. „Hier trifft man sich und erlebt echte Nachbarschaft“, erzählt Michaela. Für Silvia Koslowski erfüllt die „NachbarBude“ als lokaler Treffpunkt mehrere Aufgaben. Dazu zählen praktische Dinge, vom Ausdrucken eines Dokuments bis zur Hilfe beim Umzug sowie ebenso Begegnungsmöglichkeiten und Informationen über Kultur- und Beratungsangebote. „In der Nordstadt leben viele Alleinstehende“, erläutert Silvia Koslowski und da sei auch Gesellschaft ein großes Thema: „Natürlich meldet sich hier niemand und sagt, ‚ich bin einsam’, aber die Begegnungsmöglichkeiten und kleinen Alltagshilfen sorgen dafür, dass Menschen untereinander in Kontakt kommen.“ Und sie können an der Bude die entsprechenden Informationen dazu bekommen, beispielsweise über das Programm „KulturPott.Ruhr“, das allen Menschen kulturelle Teilhabe ermöglicht.

Informationen gibt es an der „NachbarBude“ auch zu verschiedenen sozialen Beratungs- und Hilfeangeboten. „Die Menschen kommen mit ihren Fragen hierher und wir unterstützen dabei, dass sie nicht erst drei Beratungsstellen aufsuchen müssen, sondern möglichst schnell an die richtige Adresse gelangen“, berichtet Silvia Koslowski.

Personell und kreativ unterstützt wird das Team durch die Ehrenamtskoordinatorin des SKM-Projekts „Sei Nachbar, mach’s machbar“. Alle Engagierten haben dadurch feste Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen und können an passenden Schulungen teilnehmen. Die „NachbarBude“ freut sich über weitere ehrenamtliche (Hobby)-Handwerkerinnen und Handwerker, Einkaufshilfen, Freizeitbegleitungen, Do-it-Yourself-Fans sowie „über alle mit Herz, die sich darüber hinaus engagieren wollen“. Außerdem sind Spenden von intakten Bohrmaschinen oder Akkuschraubern, welche die „NachbarBude“ zum Verleih anbieten kann, sehr willkommen.

Information zum Projekt erteilt Silvia Koslowski unter Tel. 0178 11 26 86 9 und E-Mail koslowski@skm-dortmund.de. Wer sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit interessiert kann sich melden unter der Telefonnummer 0157 53 11 59 35 oder per E-Mail, ehrenamt@skm-dortmund.de.

Ein Beitrag von:
Redakteur

Michael Bodin

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