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Erzbistum Paderborn
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Feier der Amtseinführung - Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

„Ein Zeichen, dass Kirche lebt“

Wie erleben die Gläubigen die Einführung von Erzbischof Dr. Bentz? Was wünschen sie ihm? Acht Stimmen aus dem Erzbsitum.

Es ist 13:30 Uhr an diesem Sonntag, 9. März. Auf dem Domplatz vor der Kathedrale sind Hunderte Menschen. Sie trinken Kaffee, machen sich auf dem Weg in den Dom und schlendern durch die Zelte des Markts der Möglichkeiten. Am Stand des Malteser Hilfsdienst e.V. wirft einem Maria Teresa Lange ein Lächeln zu. Sie arbeitet im Sekretariat der Paderborner Geschäftsstelle und kommt heute mit Hunderten Menschen kurz ins Gespräch. Wie erlebt sie diesen Tag?

Erzbischof mit "sehr symphatischer Ausstrahlung"

„Ich bin begeistert, so viele Menschen anzutreffen, die mit einem Lächeln auf mich zugehen.
Auch den neuen Erzbischof habe ich schon kurz kennengelernt – er hat eine sehr sympathische Ausstrahlung.
Ich bin gespannt, was mit ihm in den nächsten Jahren auf uns zukommt. Ich wünsche mir, dass wir in der Kirche alle Menschen empfangen können.“

"Mehr für Mitbestimmung tun"

Vom Markt der Möglichkeiten aus fällt der Blick direkt auf den Paderborner Dom und eine Leinwand davor. Diesen Blick hat auch Justus Thiele. Er ist mit der AG Queerfalt der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Erzbistum Paderborn heute in Paderborn. Eigentlich haben sie Klausurtagung, doch den Markt der Möglichkeiten und den Anfang der Messe zur Einführung wollen sie nicht verpassen. Justus sagt:

„Alle sagen, dass Kirche ausgestorben und irrelevant ist – deswegen ist es schön, heute so viele Menschen zu sehen. Ich wünsche mir vom neuen Erzbischof, dass er mehr für Mitbestimmung in der Kirche tut. Dass es ein Laiengremium gibt, dass zumindest Vorschläge einbringt, die Beachtung finden.“

„Stark, dass der Erzbischof von Vielfalt spricht“

Die Heilige Messe beginnt. Mit dem Verlesen der Päpstlichen Urkunde ist Dr. Udo Markus Bentz neuer Erzbischof von Paderborn. Dann ist sein großer Moment gekommen: Er hält die erste Predigt als Erzbischof. Dorothee Topp ist eine von Tausenden, die ihm zuhört. Die Gemeindereferentin, die in Welver im Kreis Soest arbeitet, steht auf den Treppen vor dem Dom und schaut auf der Leinwand zu. Nach der Predigt sagt sie:

„Ich finde es stark, dass er von Vielfalt spricht und nicht für alles eine Lösung hat. Dass er mit den Menschen unterwegs sein und gemeinsam Antworten suchen möchte. Ich wünsche ihm, dass er merkt, dass wir als Paderborner Kirche unterwegs sind und dass ganz viele Menschen gute Ideen haben.“

"Zuversicht und Tatkraft"

Rein in den Dom. Direkt im Eingangsbereich fällt Schwester Luzia von der Gemeinschaft der Seligpreisungen ins Auge. Sie ist begeistert von der Predigt und sagt:

„Mich hat seine Lebendigkeit, Fröhlichkeit, Zuversicht und Tatkraft berührt. Ich habe das Gefühl, dass er mit offenen Armen auf uns zugeht. Ich wünsche dem Erzbischof starke Nerven – und, dass das Evangelium ihn weiterhin tragen wird. Er hat ja selbst gesagt, dass das Evangelium jeden Tag neue Kraft bereithält.“

"Erzbischof hat alles, was es für die Zukunft braucht"

Es ist 17:45 Uhr. Ende der Messe. Auszug aus dem Dom. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz geht durch ein Spalier von Schützen. Der Applaus von Hunderten Gläubigen begleitet ihn. Hinter dem Erzbischof reihen sich die Ehrengäste aus der Politik ein. Darunter auch Nordrhein-Westfalens Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Leiter der Staatskanzlei NRW, Nathanael Liminski. Sein Fazit:

„Es ist wunderbar, die Freude über den neuen Erzbischof und die Kraft, die davon ausgeht, zu erleben. Die Menschen nehmen ihn mit offenen Herzen auf, es ist viel Humor und Herzlichkeit dabei. Ich habe das Gefühl, dass der Erzbischof schon gut angekommen ist – und ich bin voller Hoffnung, dass er alles dafür mitbringt, was es in Zukunft braucht.“

"Meine beste Freundin hat am Fernseher zugeschaut"

Für viele Gläubige geht es vom Paderborner Dom aus zum Fest der Begegnung in der Michaelschule. Auf dem Weg dahin treffen wir Luise, die mit elf Jahren als Ministrantin im Dom gedient hat. Wie erlebt Sie die Einführung?

„Es war es meine erste große Messe im Dom, deswegen war ich auch ein bisschen aufgeregt.
Es war spannend, so nah dabei zu sein – auch weil ich weiß, dass meine beste Freundin am Fernseher zugeguckt hat.
Ihr werde ich gleich erzählen, dass es ein cooler Tag war und der Erzbischof sehr freundlich ist.“

"Ich schenke ihm Vertrauen"

Beim Fest der Begegnung drängen sich die Gläubigen in die Halle der Michaelsschule. Auch Christa Kirwald, die hier früher zur Schule gegangen ist. Sie hat den Gottesdienst in der Kaiserpfalz miterlebt. Sie sagt:

„Ich wünsche dem Erzbischof, dass er das Vertrauen, dass er benötigt, auch bekommt. Ich schenke ihm dieses Vertrauen – und durch den Tag heute glaube ich, dass auch viele andere Menschen ihm vertrauen.“

"Der Tag ist ein großes Fest"

Drinnen, bei einem Glas Wein, unterhält sich Thomas Berens aus Warburg. Er ist nicht nur begeistert von dem leichten Sommerwein, sondern auch von der Gemeinschaft:

„Der Tag ist ein großes Fest. Ich bin begeistert, wie viel heute auf dem Domplatz mit den unterschiedlichen Angeboten los war und auch, wie viele Menschen heute Abend zusammen feiern. Das ist ein Zeichen, dass Kirche lebt.“

Ein Beitrag von:
Redakteur

Tobias Schulte

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