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Erzbistum Paderborn
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„Ein Stück Ruhe und Sicherheit ermöglichen“

Erzbistum überlässt Stadt Bad Driburg Theresienheim als Flüchtlingsunterkunft
© Maria Aßhauer/Erzbistum Paderborn
Pressemeldung
24. März 2022
Paderborn/Bad Driburg

„Ein Stück Ruhe und Sicherheit ermöglichen“

Erzbistum überlässt Stadt Bad Driburg Theresienheim als Flüchtlingsunterkunft

Das Erzbistum Paderborn überlässt der Stadt Bad Driburg zeitweise das ehemalige Theresienheim als Unterkunft für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Der stellvertretende Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer übergab heute, 24. März 2022, die Immobilie offiziell an Bürgermeister Burkhard Deppe. Die Übergabevereinbarung gilt vorerst für zwei Jahre, mit Option auf Verlängerung. „Ich wünsche der Unterkunft einen guten Start, um den geflüchteten Menschen hier ein Stück Ruhe und Sicherheit zu ermöglichen“, so Prälat Dornseifer. Auch weitere Einrichtungen des Erzbistums öffnen ihre Räumlichkeiten für geflüchtete Menschen aus der Ukraine.

Neben Prälat Dornseifer sowie Wolfgang Mönnikes als Leiter des Teams Baufinanzierung/Liegenschaften zentrale Einrichtungen im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn und Bürgermeister Burkhard Deppe nahmen seitens der Stadt Bad Driburg Uwe Damer als Leiter des Dezernates III und Markus Pitz als Sozialamtsleiter an der Übergabe des Gebäudes in der Helmtrudisstraße 2a teil. Nachdem die neu eingerichteten Räumlichkeiten in Augenschein genommen worden waren, unterzeichneten Bürgermeister Deppe und Prälat Dornseifer die Übergabevereinbarung.

Sinnvoll und nachhaltig

„Wir freuen uns, dass wir zeitnah durch eine kurzfristige und pragmatische Beschlussfassung etwas Sinnvolles und Nachhaltiges schaffen konnten“, sagte Wolfgang Mönnikes einleitend. „Wir sind dem Erzbistum sehr dankbar. Das ist eine sehr gute Lösung für die Geflüchteten und ein Zeichen dafür, dass Kirche und  Stadt gut zusammenarbeiten“, erklärte Bürgermeister Burkhard Deppe. Die Unterkunft mit 21 Zimmern, die mit zwei bis drei Betten ausgestattet sind, sei „sehr gut geeignet, weil jeder der Räume über eine eigene, separate Nasszelle verfügt“, ergänzt Sozialamtsleiter Markus Pitz. Daneben gebe es eine große Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsräume.

Thema Flüchtlingshilfe ist präsent

Das Erzbistum Paderborn stellt der Stadt Bad Driburg die Immobilie kostenlos zur Nutzung als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung. Für die Zeit der Überlassung trage die Kommune die Betriebskosten, ebenso sei diese für die Dauer der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft für die Verkehrssicherungspflicht und die bauliche Instandhaltung zuständig, erklärte Wolfgang Mönnikes. Bis Mai 2021 wurde das Gebäude von der Gemeinschaft der Seligpreisungen bewohnt, die mittlerweile in das ehemalige Klarissenkloster Paderborn umgezogen sind – auch das Klarissenkloster hatte das Erzbistum von 2015 bis 2020 als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung gestellt. Prälat Thomas Dornseifer versicherte, dass die Hilfe für Flüchtlinge im ganzen Erzbistum Paderborn sehr bewusst sei, bis hinein in die Kindertagesstätten: „Wir schauen überall, was wir ermöglichen können.“

Weitere Unterstützung zugesichert

Die Vorbereitungen zur Umnutzung des Gebäudes in der Driburger Helmtrudisstraße liefen in den letzten Tagen auf Hochtouren: Die frühere Kapelle wurde profaniert und wird zum Gemeinschaftsraum, die Stadt Bad Driburg hat die Einrichtung des Gebäudes mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen vorgenommen, um die ersten geflüchteten Menschen zeitnah willkommen heißen zu können. Das Erzbistum sichert weitere Unterstützung zu: Die Verantwortlichen im Gymnasium St. Xaver, das sich in Trägerschaft des Erzbistums befindet, ebenso wie im Pastoralen Raum Bad Driburg haben signalisiert, bei der Betreuung der geflüchteten Menschen mitzuhelfen.

Am Montag werden zunächst 27 Plätze besetzt. Sobald noch einige brandschutzrechtliche Details geklärt sind, können die übrigen Plätze ebenfalls freigegeben werden, so dass dann bis zu 50 Menschen im ehemaligen Theresienheim Aufnahme finden können. „Es ist gut, dass wir nach Ablauf der Überlassungsfrist noch einmal gemeinsam schauen, was dann nötig sein wird“, betonte Uwe Damer.

Weitere Räumlichkeiten werden geöffnet

Nicht nur in Bad Driburg öffnet das Erzbistum seine Räumlichkeiten für Menschen aus der Ukraine. Im Pilgerkloster Werl ist geplant, in einem Teilbereich geflüchtete Menschen aus der Ukraine aufzunehmen, während in einem anderen Bereich Wallfahrerinnen und Wallfahrer beherbergt werden sollen. Auch die Katholische Hochschulgemeinde Dortmund möchte beispielsweise mithelfen und Räume übergangsweise bereitstellen. Um die Hilfe für geflüchtete Menschen aus der Ukraine auf eine noch breitere Basis zu stellen, ruft Generalvikar Alfons Hardt in einem Brief alle Kirchengemeinden im Erzbistum dazu auf, Möglichkeiten der Aufnahme von geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu prüfen.

Erzbistum Paderborn hilft Menschen in und aus der Ukraine

Das Erzbistum Paderborn unterstützt seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine Menschen in und aus den Kriegsgebieten. Unmittelbar nach Kriegsausbruch hat das Erzbistum über Kontakte zur Caritas und zu Partnern aus der Weltkirche ein finanzielles Hilfspaket im Gesamtwert von 410.000 Euro auf den Weg gebracht. Bereits nach wenigen Tagen konnten diese finanziellen Leistungen in der Ukraine vollständig in zahlreichen Hilfsmaßnahmen wirksam werden – für die von militärischen Angriffen unmittelbar Betroffenen ebenso wie für geflüchtete Menschen.

In vielen Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn gibt es zudem Initiativen und Hilfsaktionen. Um dieses Engagement zu unterstützen, hat die Erzdiözese ihren Flüchtlingsfonds erweitert, so dass nun auch ehrenamtliche Hilfsangebote für Geflüchtete aus der Ukraine gefördert werden können. Für Menschen, die auf der Flucht vor dem Krieg ihr Heimatland verlassen haben, stellt das Erzbistum Paderborn Räumlichkeiten als Unterkunft zur Verfügung. Nicht zuletzt leisten die katholischen Krankenhäuser im Erzbistum einen wichtigen Beitrag der humanitären Unterstützung für die Menschen in der Ukraine, insbesondere durch Medikamentenspenden und -transporte.

Ein Beitrag von:
Redakteurin Team Presse

Maria Aßhauer

 
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