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Erzbistum Paderborn
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Das Virus und der liebe Gott. Diözesan-Bonifatiuswerk und Liborianum eröffnen neue Reihe zu aktuellen Fragen von Theologie und Glaube.

Das Virus und der liebe Gott

Diözesan-Bonifatiuswerk und Liborianum eröffnen neue Reihe zu aktuellen Fragen von Theologie und Glaube

Die Corona-Pandemie ist beendet. Aber damit sind die großen Fragen, die dieses epochale Ereignis an Theologie, Glaube und Kirche stellt, noch lange nicht auch nur annähernd beantwortet. Der Paderborner Priester und Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Fribourg / Schweiz, Joachim Negel, referierte dazu jüngst mit „Unzeitgemäßen Betrachtungen“ im Paderborner Bildungs- und Tagungshaus Liborianum. Dabei ging es wesentlich darum, welche biblischen, literarischen, theologischen und philosophischen Traditionen für uns Quelle und Anregung sein können, mit der Endlichkeit und Verletzlichkeit des Lebens umzugehen.

Die Herausforderungen für den Gottesglauben und die Kirche, die durch immer neue und heftige Krisen vor uns liegen, sind immens. Die Pandemie-Krise scheint die seit Langem schwelende Krise der Gottesfrage nur noch auf die Spitze zu treiben. „Wer eigentlich soll das sein“, so Negel, „der Gott, der alles so herrlich regiert? Was führt Gott im Schilde? Regiert er wirklich alles so herrlich? Welche Antworten haben Kirche und Theologie darauf?“ Und: Kann es vielleicht so eine Art „Theologische Hausapotheke“ auch in Krisenzeiten und Zeiten von Säkularität und Auflösung der Metaphysik geben?

Die Veranstaltung wurde organisiert und verantwortet vom Bonifatiuswerk im Erzbistum Paderborn e.V. in Kooperation mit dem Bildungs- und Tagungshaus Liborianum. Nach dem gemeinsamen Abendessen stellten sich die teilnehmenden Mitglieder des Werkes und weitere Gäste den Anfragen von Professor Negel und diskutierten lebhaft und leidenschaftlich mit ihm dazu.

„Theologie keine Sache von Stubenhockern“

„Diese Lesung mit Gespräch soll Auftakt zu einem neuen Format sein, das Fragen der Theologie erdet und wieder mehr ins Gespräch bringt“, zeigte sich der Vorsitzende des Diözesan-Bonifatiuswerkes, Geistlicher Rat Wolfgang Winkelmann, überzeugt von Relevanz und Berechtigung der Reihe. Und Dr. Werner Sosna, Bildungsreferent für Theologie und Ethik im Bildungs- und Tagungshaus Liborianum, und Mitinitiator des Formats, stellte fest: „Schon im August wird es die nächste Einheit geben. Da werden wir uns mit der Aktualität von Romano Guardini beschäftigen.“

Die Vertreter des Diözesan-Bonifatiuswerkes zeigten sich dankbar, dass gleich der Auftakt der Reihe so gelungen war: „Der Vortrag hat gezeigt, dass Theologie keine Sache von Stubenhockern sein muss, sondern einen Schatz für unser Leben bereithält“, so Matthias Micheel, der Sekretär des Diözesanen Bonifatiuswerkes, „und dafür sind wir Professor Negel und auch Dr. Sosna sehr dankbar.“

Diözesan-Bonifatiuswerk

Auch im Erzbistum Paderborn gibt es Regionen, in denen katholische Christinnen und Christen die Minderheit bilden – sie leben in der sogenannten Diaspora. In den überwiegend protestantischen oder gemischt-konfessionellen Gebieten fördert das Diözesan-Bonifatiuswerk durch gezielte Projekte das Glaubensleben der katholischen Kirchengemeinden, immer in besonderer Verbundenheit mit den evangelischen Mitchristen vor Ort.

Das Bonifatiuswerk im Erzbistum Paderborn unterstützt mit jährlich bis zu 200.000 Euro Projekte in den Diaspora-Regionen des Erzbistums. Dazu zählen in Nordrhein-Westfalen die Dekanate Bielefeld-Lippe, Herford-Minden sowie Siegen, in Hessen das Dekanat Waldeck und die Pfarrei St. Georg in der Stadt Bad Pyrmont in Niedersachsen. Insbesondere Baumaßnahmen und Fahrten zum Gottesdienst werden unterstützt.

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