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„Corvey und das Erbe der Antike“

Internationaler Expertenkreis diskutiert in Paderborn über Kaiser, Klöster und den Kulturtransfer im Mittelalter

Gut ein Jahr vor Beginn der großen Sonderausstellung „Corvey und das Erbe der Antike“ (21. Sept. 2024) beginnt im Erzbischöflichen Diözesanmuseum in Paderborn die entscheidende Phase der Vorbereitung. Das Konzept steht, die wichtigsten Leihanfragen sind gestellt, erste Zusagen eingetroffen. Jetzt geht es um Reflexion, Austausch und Feinjustierung.

Dazu kam am 13. Oktober 2023 der wissenschaftliche Beirat des Projekts zusammen. Einen Tag lang ging es um den Kulturtransfer im Mittelalter, um die Bedeutung der Klöster und der Think Tanks an den Höfen der Herrschenden. Welche Rolle spielten sie bei der Übermittlung von Wissen und Werten aus der Antike, die in Politik, Philosophie, Kunst und Literatur bis heute allgegenwärtig sind? Wo und wie haben sich Zeugnisse dieser wichtigen Epoche erhalten? Was können sie uns heute vermitteln? Welche Forschungsergebnisse helfen dabei, die oft rätselhaften Exponate zu entschlüsseln? Dazu stehen 25 Expert*innen aus fünf Ländern in engem Austausch mit dem Paderborner Museumsteam. Zu ihnen gehören renommierte Forschende, Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen sowie Museumsfachleute.

Bereichernde Zusammenarbeit

„Diese Diskussionen sind für uns sehr wichtig“, betont Ausstellungskuratorin Christiane Ruhmann. „Denn am Ende wenden sich unsere aufwändig inszenierten Ausstellungen zwar vor allem an interessierte Laien, doch sie haben immer ein solides wissenschaftliches Fundament. Außerdem haben die Mitglieder unseres internationalen Beirats einen hervorragenden Überblick, sie können uns auch oft noch Objekte vorschlagen, die kaum bekannt sind oder noch nie gezeigt wurden.“ Neben dem Gedankenaustausch zum Thema ging es beim Treffen in Paderborn auch um den Katalog, der zur Ausstellung erscheint. Auch der soll zwar opulent und ansprechend daherkommen aber trotzdem die neusten Forschungsergebnisse zu den Themen der Ausstellung bieten.

Die Mitglieder des Beirats sind Isabelle Bardiès-Fronty (Musée de Cluny, Paris), Clemens M. Bayer (Mainz/Lüttich), Mechthild Black-Veldtrup (Landesarchiv NRW, Münster) , Sible de Blaauw (Universität Nijmegen), Mayke de Jong (Universität Utrecht), Charlotte Denoël (Bibliothèque nationale de France) , Vera Brieske (Landschaftsverband Westfalen-Lippe), Cornel Dora (Stiftsbibliothek St. Gallen) , Kathleen Doyle (British Library, London), Caspar Ehlers (Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte, Frankfurt/M.), Birgitta Falk (Domschatz Aachen), Sveva Gai (Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Paderborn), Alexandra Gajewski (The Burlington Magazine, London), Simone Heimann (Historisches Museum der Pfalz, Speyer), Ingo Herklotz (Universität Marburg), Dorothee Kemper (Deutscher Verein für Kunstwissenschaft, Berlin), Stefan Knoch (Staatsbibliothek Bamberg) , Manfred Luchterhandt (Universität Göttingen) , Florian Meunier (Musée du Louvre, Paris), Carla Meyer-Schlenkrich (Universität Münster), Ulrich Rehm (Universität Bochum), Jan Friedrich Richter (Kunstgewerbemuseum Berlin), Barbara Schellewald (Universität Basel), Regula Schorta (Abegg-Stiftung, Riggisberg), Bettina Wagner (Staatsbibliothek Bamberg).

Für das Diözesanmuseum Paderborn nahmen teil: Museumsdirektor Holger Kempkens, Kuratorin Christiane Ruhmann und vom Ausstellungsteam Karin Wermert, Aaron Jochim, Simone Buckreus.

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