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Erzbistum Paderborn
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Außergewöhnliche Situation erfordert Zusammenhalt, Rücksicht und Respekt

Standpunkt zur Diskussion um Weihnachtsgottesdienste
Pressemeldung
22. Dezember 2020
Paderborn

Außergewöhnliche Situation erfordert Zusammenhalt, Rücksicht und Respekt

Standpunkt zur Diskussion um Weihnachtsgottesdienste

In Abstimmung mit Erzbischof Hans-Josef Becker nimmt Generalvikar Alfons Hardt Stellung zur Entscheidung, Weihnachtsgottesdienstfeiern in Präsenz unter verschärften Corona-Auflagen zu ermöglichen:

„Die gemeinsame liturgische Feier des Hochfestes der Geburt des Herrn ist für viele Christinnen und Christen die Herzmitte des Weihnachtsfestes. Das Geheimnis der Menschwerdung Gottes, das wir zu Weihnachten feiern, berührt die Seele der Menschen. Viele Gläubige erwarten zu Recht, dass die katholische Kirche die Sakramente feiert. Auch deshalb ist es dem Erzbistum Paderborn ein Anliegen, dass zu Weihnachten Gottesdienste, insbesondere die Feier der Eucharistie, in Präsenz, unter unbedingter Einhaltung der gültigen Corona-Auflagen, stattfinden können. Weihnachtsgottesdienste sind in dieser Krisenzeit ein wichtiges Zeichen des Trostes und der Geborgenheit.

Das Erzbistum Paderborn steht zu seiner Entscheidung, Gottesdienstfeiern zu Weihnachten unter den nochmals verschärften Corona-Auflagen generell zu ermöglichen. Zugleich respektiert es unterschiedliche Perspektiven und bittet um eine Versachlichung der Diskussion.

Die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten zeigen, dass die Gläubigen beim Gottesdienstbesuch mit den Vorgaben und Auflagen äußerst umsichtig und verantwortungsvoll umgehen. Das macht uns sicher, dass die Gläubigen diesem Gebot der Stunde auch beim Besuch der Weihnachtsgottesdienste – ganz im Sinne der christlichen Nächstenliebe – nachkommen. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina bestätigt beiden großen Kirchen mit Blick auf die Einhaltung der coronabedingten Abstands- und Hygieneauflagen ein besonders regelkonformes Verhalten.

Das Erzbistum Paderborn ist ein Flächenbistum mit unterschiedlichen Regionen, mit ländlich geprägten Gegenden und mit Ballungszentren. Ebenso unterschiedlich stellt sich das Corona-Infektionsgeschehen dar. Wenn sich einzelne Kirchengemeinden aufgrund hoher regionaler Corona-Infektionszahlen dazu entscheiden, zu Weihnachten keine Präsenzgottesdienste zu feiern, respektieren wir dies selbstverständlich. Gleichzeitig gibt es Regionen in unserem Erzbistum mit niedrigeren Fallzahlen, die den Verantwortlichen vor Ort mehr Raum für die Planung und Feier von Gottesdiensten ermöglichen. In den vergangenen Wochen haben viele Menschen große Kreativität entfaltet und viel Einsatz gezeigt, um Möglichkeiten zu schaffen, damit Präsenzgottesdienste regelkonform und sicher stattfinden können, sei es in geschlossenen Räumen oder im Freien. Für dieses Engagement bedanke ich mich, auch im Namen von Erzbischof Hans-Josef Becker, ausdrücklich bei allen Mitwirkenden.

Auch für die Menschen, die sich dazu entscheiden, Gottesdienste zuhause, durch TV, Radio oder Internet mitzufeiern, stellt das Erzbistum zahlreiche Informationen und Angebote zur Verfügung. Sicher kann dies Vielen einen Gottesdienst in der Kirche nicht ersetzen. Aber es ist in diesem besonderen Jahr eine Möglichkeit, sich gedanklich miteinander zu verbinden, um so das Geheimnis der Menschwerdung Gottes zu feiern. Unser Dank gilt daher auch all denjenigen, die an der Umsetzung dieser Alternativangebote gearbeitet haben.

Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation, die Zusammenhalt, Rücksicht und Respekt erfordert. Mit Weihnachtsgottesdiensten, ob virtuell oder in Präsenz, und mit vielen anderen Aktivitäten tritt die Kirche der drohenden Vereinsamung vieler Menschen entgegen und kommt ihrem Auftrag nach, Menschen in schweren Zeiten Hoffnung zu spenden.“

 
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