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13.000 Unterschriften gegen sexuelle Online-Ausbeutung

Mehr als 13.000 Menschen appellieren mit missio an die Bundesregierung, den Einsatz gegen sexuelle Online-Ausbeutung zu intensivieren. Die Petition wurde am 28. Februar im Bundesinnenministerium in Berlin übergeben.

Einen verstärkten Kampf gegen sexuelle Online-Ausbeutung von Kindern in der globalisierten Welt haben die katholische Hilfsorganisation missio Aachen und die philippinische Projektpartnerin Rhoy Dizon gefordert. 750.000 pädosexuelle Täter surfen in diesem Moment im Internet auf der Suche nach Kindern, so die Einschätzung der UN und des FBI.

Experten-Gespräch im Bundesinnenministerium

missio appelliert zusammen mit vielen tausend Unterstützerinnen und Unterstützern an die deutsche Bundesregierung, den Einsatz gegen sexuelle Online-Ausbeutung zu intensivieren“, erklärte der missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener anlässlich eines Experten-Gespräch zu diesem Thema im Bundesinnenministerium in Berlin. Dabei übergab missio eine Petition, die von über 13.000 Menschen unterstützt wird. „Die drei Forderungen umfassen eine verstärkte Strafverfolgung und eine aktivere Rolle der Internetplattformen wie Facebook sowie eine sinnvolle Datenspeicherung, damit mehr pädosexuelle Täter gefasst werden können“, erläuterte der Präsident von missio Aachen. Die Petition gegen sexuelle Online-Ausbeutung wird unter anderem unterstützt von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), dem Kolpingwerk, SOLWODI, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und kirchlichen Akteuren in Afrika und Asien wie Pater Shay Cullen und Schwester Mary John Mananzan.

Rhoy Dizon baut in den Philippinen ein Präventionsprogramm auf

Die missio-Projektpartnerin Rhoy Dizon berichtete gegenüber dem Innenministerium, wie in den Philippinen in den Armenvierteln Kinder und Frauen in die Falle gelockt werden, um sie im Internet an Täter auch aus Deutschland zu vermitteln. „Diese Cyber-Zuhälter gehen zu den hungrigen Kindern und versprechen ihnen einen Hamburger, wenn sie eine kleine Aufgabe erledigen“, erläutert Rhoy Diozon. „Dann setzen sie die ahnungslosen Mädchen und Jungen vor eine Computer-Kamera. Teilweise sind diese Kinder acht Jahre alt.“

Rhoy Diozon und ihr Team haben in den Philippinen auf diese Gefahren reagiert. „Dank der Hilfe von missio haben wir ein Präventionsprogramm aufgebaut, durch das tausende Mädchen und Jungen sowie deren Eltern vor den Fängen dieser Sex-Mafia bewahrt werden konnten“.

Für Deutsche kaum Strafverfolgung für begangene Straftaten in den Philippinen

Zu den Experten des Gesprächs im Innenministerium gehörte ebenfalls Manfred Paulus. Als Kriminalhauptkommissar hat er viele Jahre gegen Menschenhandel und Rotlicht-Kriminalität gekämpft.  „Bei den von Deutschen begangenen Straftaten in Ländern wie den Philippinen ist die Situation besonders dramatisch, weil es kaum eine Strafverfolgung gibt. Hier nehmen wir ein Dunkelfeld hin, das zwischen 1 zu 1000 und 1 und 10.000 liegt“, kritisiert der Autor des Buches „Menschenhandel und Sexsklaverei“. Das bedeutet, dass bei 10.000 Verbrechen es nur ein Täter gefasst wird.

„Solche Präventionsprogramme wie das von missio geförderte Projekt von Rhoy Dizon sind so wichtig, weil so Kinder vor diesen Gefahren gewarnt werden und Straftaten verhindert werden können“, so Manfred Paulus.

missio will auch zukünftig mit Spenden aus Deutschland dieses Präventionsprogramm gegen sexuelle Online-Ausbeutung fördern.

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