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© Shutterstock/Doidam 10
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Das Gebetsanliegen des Papstes

Jeden Monat stellt Papst Leo XIV. ein besonderes Anliegen vor, das ihm und der Kirche wichtig ist. Und dann lädt er alle Menschen dazu ein, mit ihm dafür zu beten. Auf dieser Seite finden Sie die Gebetsanliegen und die Videos des Papstes.

Die Gebetsanliegen des Papstes für das Jahr 2026

Für andere Menschen zu beten, sei eine Form christlicher Solidarität, sagt Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Er lädt Sie dazu ein, mit ihm für die Gebetsanliegen des Papstes zu beten. Und sich hineinzustellen in eine große Gebetsgemeinschaft. Werden Sie Teil des weltweiten Gebetsnetzes, „damit Gottes Licht gerade dort einen Weg findet, wo es dunkel und zerbrechlich ist“.

 

© Mistervlad / Shutterstock.com
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Faltblatt für Zuhause

Die Gebetsanliegen des Papstes werden seit 2024 vom Erzbistum Paderborn als Druckformat aufgelegt.

Die Anliegen für das Jahr 2026 finden Sie auf dem beigefügten Faltblatt. Sie können es als PDF-Datei herunterladen oder im Erzbistumsshop bestellen.

Geschichte der Gebetsanliegen

Das Gebetsanliegen des Papstes geht auf das Gebetsapostolat zurück, das 1844 durch französische Jesuiten gegründet wurde. Die monatlichen Gebete für Anliegen von Kirche und Welt verbreiteten sich schnell. Seit 2015 führt das Weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes diese Tradition fort. Es verbindet Millionen von Menschen, die durch ihr Gebet und durch die davon inspirierten Taten zur Bewältigung globaler Herausforderungen beitragen.

Wie entstehen die Gebetsanliegen?

Die Gebetsanliegen sind das Ergebnis eines intensiven Prozesses des Gebets und der Reflexion innerhalb der Kirche. Die nationalen Zweige des Gebetsnetzwerks, die es in 89 Ländern gibt, sowie weitere kirchliche Institutionen wie Hilfswerke und Orden bringen Vorschläge ein, die gesammelt und sortiert werden. Papst Leo XIV. entscheidet schließlich, welche zwölf Gebetsanliegen er den Gläubigen für das Jahr anvertraut. Jeden Monat stellt er ein Gebetsanliegen vor. Dabei kann es um eine generelle Herausforderung der Menschheit oder der Kirche in unserer Zeit gehen. Oder der Papst richtet den Fokus der Gläubigen auf ein spezifisches Problem, das sonst zu wenig Beachtung erfährt. Die Gebetsanliegen des Papstes können den Menschen als Leitlinien für ihr Leben und Beten dienen. Für das Jahr 2026 hatte diese noch Papst Franziskus formuliert und Papst Leo XIV. hat sie übernommen.

Wer sich dem Gebetsnetzwerk anschließt, darf sich bewusst sein, dass auch er täglich von den anderen im Gebet mitgetragen wird.

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz

Veränderung inspiriert durch das Gebet

Für Papst Leo XIV. sind wie für seinen Vorgänger Papst Franziskus die Gebetsanliegen auch eine Inspiration für positive Veränderung in der Welt. Die Gebete können ein Kompass sein: oft geht es um Themen wie Frieden, Gerechtigkeit, Umweltschutz und Unterstützung für die Menschen am Rande der Gesellschaft. Jeden Monat nehmen Menschen weltweit im Gebet Anteil an den Anliegen und Sorgen anderer. Das kann dazu führen, dass man sich nach und nach von den Gebeten dazu inspirieren lässt, Solidarität zu leben und – im Rahmen der eigenen Möglichkeiten – praktisch und konkret Hilfe zu leisten. So tragen die Gläubigen ihren Teil zu einer mitfühlenderen und menschlicheren Welt bei.

Vertiefung eigener Spiritualität

Von Beginn an lassen uns die Gebetsanliegen des Papstes aber nicht nur teilhaben an den Nöten der Welt, sondern sind auch eine Möglichkeit zur Vertiefung der eigenen Spiritualität. Das Gebetsnetzwerk gibt dafür Erklärungen und Impulse für Gebete wie den Rosenkranz heraus – zum Beispiel über die Apps „Click To Pray“ und „eRosary“.

Videos vom Papst

Papst Leo XIV. stellt seine monatlichen Gebetsanliegen in kurzen Videos vor, in denen es um die Herausforderungen der Menschheit und den Auftrag der Kirche geht. Die Videos sind eine gute Einstimmung und motivieren dazu, das Anliegen betend durch den Monat zu tragen.

Die Gebetsanliegen

Dem weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes anvertraut

Wir beten, dass der Heilige Geist uns helfe, die Gabe der verschiedenen Charismen innerhalb der christlichen Gemeinschaft zu erkennen und den Reichtum der verschiedenen liturgischen Traditionen der katholischen Kirche zu entdecken.

Wir beten, dass unheilbar kranke Menschen und ihre Familien immer die notwendige Pflege und Begleitung erhalten, sowohl in medizinischer als auch in menschlicher Hinsicht.

Wir beten, dass diejenigen, die in verschiedenen Teilen der Welt ihr Leben für das Evangelium riskieren, die Kirche mit ihrem Mut und ihrer missionarischen Begeisterung anstecken.

Wir beten, dass die Würde und der Wert der Frauen in jeder Kultur anerkannt werden und dass die Diskriminierungen, denen sie in verschiedenen Teilen der Welt ausgesetzt sind, aufhören.

Wir beten, dass Ordensleute und Seminaristen auf ihrem Berufungsweg durch eine menschliche, pastorale, spirituelle und gemeinschaftliche Ausbildung wachsen, die sie zu glaubwürdigen Zeugen des Evangeliums macht.

Wir beten, dass Migranten, die vor Krieg oder Hunger fliehen und zu einer Reise voller Gefahren und Gewalt gezwungen sind, in ihren Aufnahmeländern Akzeptanz und neue Lebenschancen finden mögen.

Wir beten, dass das Sakrament der Krankensalbung den Menschen, die es empfangen, und ihren Angehörigen die Kraft des Herrn schenkt und für alle immer mehr zu einem sichtbaren Zeichen der Barmherzigkeit und Hoffnung wird.

Wir beten, dass die politisch Verantwortlichen sich in den Dienst ihres Volkes stellen, sich für eine ganzheitliche menschliche Entwicklung und das Gemeinwohl einsetzen, sich um diejenigen kümmern, die ihren Arbeitsplatz verloren haben und den Ärmsten Vorrang geben.

Wir beten, dass jeder von uns den Schrei der Erde und der Opfer von Umweltkatastrophen und Klimakrise mit dem Herzen hört und sich persönlich verpflichtet, für die Welt, in der wir leben, zu sorgen.

Wir beten, dass die Kirche weiterhin in jeder Hinsicht einen synodalen Lebensstil im Zeichen der Mitverantwortung unterstützt, der die Beteiligung, die Gemeinschaft und die gemeinsame Sendung von Priestern, Ordensleuten und Laien fördert.

Wir beten, dass Eltern, die um ein verstorbenes Kind trauern, in der Gemeinschaft Unterstützung und vom tröstenden Geist inneren Frieden finden.

Wir beten, dass dieses Heilige Jahr uns im Glauben stärkt und uns hilft, den auferstandenen Christus mitten in unserem Leben zu erkennen und uns zu Pilgern der christlichen Hoffnung zu machen.

Dem weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes anvertraut

Beten wir für Migranten, Flüchtlinge und von Kriegen betroffene Personen, dass ihr Recht auf Bildung, das für den Aufbau einer besseren Welt notwendig ist, immer respektiert wird.

Beten wir, dass die kirchliche Gemeinschaft das Verlangen und die Zweifel junger Menschen aufnimmt, die den Ruf zum Dienst in der Sendung Christi im Priestertum und Ordensleben spüren.

Beten wir, dass zerbrochene Familien durch Vergebung die Heilung ihrer Wunden finden können, indem sie auch in ihren Unterschieden den Reichtum der anderen wiederentdecken.

Beten wir, dass der Gebrauch der neuen Technologien nicht die menschlichen Beziehungen ersetzt, die Würde der Personen respektiert und hilft, uns den Krisen unserer Zeit zu stellen.

Beten wir, dass die Arbeit hilft, dass jede Person sich verwirklicht, die Familien einen würdigen Unterhalt finden und die Gesellschaft menschlicher werden kann.

Beten wir, dass jede und jeder von uns in der persönlichen Beziehung mit Jesus Trost findet und von Seinem Herzen das Mitgefühl für die Welt lernt.

Beten wir, dass wir lernen immer mehr zu unterscheiden, die Lebenswege zu wählen wissen und all das abzulehnen, was uns von Christus und dem Evangelium wegführt.

Beten wir, dass die Gesellschaften, in denen das Zusammenleben zunehmend schwerfällt, nicht der Versuchung der Konfrontation auf ethnischer, politischer, religiöser oder ideologischer Basis erliegen.

Beten wir, dass wir, inspiriert vom heiligen Franziskus, unsere gegenseitige Abhängigkeit von allen Geschöpfen erfahren, die von Gott geliebt sind und Liebe und Respekt verdienen.

Beten wir, dass die Gläubigen verschiedener religiöser Traditionen zur Verteidigung und Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und menschlicher Geschwisterlichkeit zusammenarbeiten.

Beten wir, dass selbstmordgefährdete Personen in ihrer Gemeinschaft die nötige Unterstützung, Hilfeleistung und Liebe finden und offen werden für die Schönheit des Lebens.

Beten wir, dass die Christen, die in Kriegs- oder Konfliktgebieten leben, besonders im Mittleren Osten, Saat des Friedens, der Versöhnung und der Hoffnung zu sein vermögen.

Dem weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes anvertraut

Wir beten, dass das Gebet mit dem Wort Gottes Nahrung für unser Leben und Quelle der Hoffnung in unseren Gemeinschaften sei und uns hilft, eine geschwisterlichere und missionarische Kirche aufzubauen.

Wir beten, dass die von unheilbaren Krankheiten betroffenen Kinder und ihre Familien die medizinische Betreuung und die notwendige Unterstützung erhalten, ohne je die Kraft und die Hoffnung zu verlieren.

Wir beten, dass die Nationen in einer wirksamen Abrüstung vorankommen, besonders in der nuklearen Abrüstung, und dass die Verantwortlichen in der Welt den Weg des Dialogs und der Diplomatie wählen statt der Gewalt.

Wir beten für die Priester, die mit Momenten der Krise in ihrer Berufung kämpfen, dass sie die ihnen nötige Begleitung finden und dass die Gemeinschaften sie mit Verständnis und Gebet unterstützen.

Wir beten, dass sich alle, von den großen Erzeugern bis zu den kleinen Verbrauchern, dafür einsetzen, die Vergeudung von Lebensmitteln zu vermeiden, und dass jede Person Zugang zu einer qualitätsvollen Nahrung hat.

Wir beten, dass der Sport ein Instrument des Friedens, der Begegnung und des Dialogs unter den Kulturen und Nationen sei und die Werte wie Respekt, Solidarität und persönliches Wachstum fördere.

Wir beten um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.

Wir beten, dass es uns gelingt, in den großen Städten, die oft durch Anonymität und Einsamkeit gekennzeichnet sind, neue Formen zu finden, das Evangelium zu verkünden, und kreative Wege zur Gemeinschaftsbildung zu entdecken.

Wir beten um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.

Wir beten, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, so dass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.

Wir beten um einen rechten Gebrauch des Reichtums, der nicht der Versuchung des Egoismus erliegt und sich immer in den Dienst des Gemeinwohls und der Solidarität mit denen stellt, die weniger haben.

Wir beten für die Familien, die die Erfahrung des Fehlens einer Mutter oder eines Vaters machen, dass sie in der Kirche Unterstützung und Begleitung finden, und im Glauben Hilfe und Kraft in schwierigen Zeiten.

Videos auf Youpax

Im Erzbistum Paderborn beschäftigen sich jeden Monat junge Menschen sowie auch Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz mit dem Gebet des Monats.

Kontakt
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+49 (0)5251 125-0