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1
August
2019

Wertvolle Eindrücke durch „Stimmen der Weltkirche“

Berichte der Missionarinnen und Missionare aus allen Kontinenten

„Vielen Dank für ihre Erfahrungsberichte und ihre wertvollen Eindrücke der Missionsarbeit. Die ‚Stimme der Weltkirche‘ ist hier gut zum Ausdruck gekommen“, bedankte sich Erzbischof Hans-Josef Becker bei den Missionarinnen und Missionaren aus dem Erzbistum Paderborn sowie bei den Missionaren auf Zeit (MaZler). Traditionell trafen sich die Missionare auf Einladung von Weihbischof Matthias König, Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission, Libori-Mittwoch zum Gedankenaustausch.

Die Missionare der Weltkirche berichteten aus ihren Ländern. (Foto: pdp/Ronald Pfaff)

Dabei sprachen sie über die Situation der Kirche in den fernen Ländern, in denen die Frauen und Männer wirken. Aufmerksame Zuhörer der Einblicke aus verschiedenen Kontinenten waren neben Erzbischof Hans-Josef Becker auch Generalvikar Alfons Hardt, Ulrich Klauke (Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden) und der ehemalige Generalvikar Bruno Kresing.

Bereits seit 1909 gibt es Missionsarbeit der Benedektiner in Korea. Von seiner Arbeit dort berichtete Pater Thomas Timpte OSB (Abtei Königsmünster), der seit 1962 in diesem Land im Einsatz ist und viele Entwicklungen miterleben konnte. Südkorea gehöre jetzt durchaus mit zum „Klub der Reichen“ und habe sich als Industriestaat etabliert. Pater Thomas hielt positiv fest: „Der jetzige Präsident ist ein fabelhafter Mensch und auch praktizierender Katholik. Er vertritt die katholische Soziallehre und ist ein Antreiber der Friedenspolitik.“

„Ein Land, was aufgrund seiner Struktur und verschiedener Sprachen nicht leicht zu regieren ist“, beschrieb Pater Theophil Odenthal OFM Indonesien, wo er seit vielen Jahren lebt. Der weltgrößte Inselstaat mit über 264 Millionen Einwohnern ist der viertbevölkerungsreichste Staat der Welt. Vor allem der persönliche Kontakt zu den Menschen sei bei seiner Arbeit sehr wichtig, denn so entstehe eine hohe Akzeptanz. Jedoch bleibe es eine schwierige politische Herausforderung, die Korruption abzuschaffen. Der gerade in diesem Jahr wiedergewählte Präsident Joko Widodo bekäme hohe Zustimmung und Ansehen.

„Fortschritt um jeden Preis“

Brasilien sei ein Land, dessen politisches System „Fortschritt um jeden Preis“ wolle und in dem die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander ginge, blickte Pater Anton Schauerte OFM mit Sorgen auf die Entwicklung in seinen Einsatzbereich.

„Früher war es ein Problem von Schwarz und Weiß, heute ist es die gewaltige Diskrepanz zwischen Arm und Reich. Gleich hinter Brasilien gehören die Einkommensunterschiede zu den höchsten der Welt“, erläuterte Sr. Dr. Maria Michael CPS, die seit 40 Jahren in Südafrika als Missionarin aktiv ist. Sorge bereitet ihr, die selbst auch praktizierende Zahnärztin ist, auch die Schließung des letzten katholischen Krankenhauses. Das Hospital wurde vom Staat übernommen. Vor allem arme Menschen würden dadurch in den Leistungen eingeschränkt.

Er sei vielleicht der letzte deutsche Franziskaner in Afrika, mutmaßt Pater Hermann Borg OFM, der aus Kenia berichtete. Nairobi habe sich als Universitätsstadt etabliert: „Studierende aus 40 Ländern sind hier registriert.“

Missionare: Pater Hermann Borg (geboren Herne/Einsatzland Kenia), Pater Dietrich Düllberg (Neheim-Hüsten/Peru), Theo Eustergerling (Wiedenbrück/Brasilien), Pater Ha-Jo Lohre (Frankfurt/Mali), Pater Theophil Odenthal (Lippstadt/Indonesien), Pater Heribert Rembecki (Herne/Brasilien), Pater Anton Schauerte (Kirchrarbach/Brasilien), Pater Hugo Scheer (Olpe/Brasilien), Bischof Dieter Stöckler (Eickelborn/Argentinien), Pater Hugo Tewes (Altenbeerse/Kongo), Pater Hans-Günther Weritz (Paderborn/Indonesien), Pater Hubertus Abner Sito (Indonesien), Sr. Petra Kappius (Salzkotten/Brasilien), Sr. Dr. Maria Michael Klosson (Heinsbach/Südafrika), Sr. Magna Pittig (Paderborn/Kenia), Elke Rischmüller (Mexiko), Sr. Sarah Ritterbach (Wickede/Indien), Pater Thomas Timpte (Oberhausen/Südkorea).

MaZ-Rückkehrer: Christof Graf (aus Bielefeld, Einsatzland Bolivien), Christian Dierkes (Paderborn, Argentinien), Dominik Müller (Paderborn, Senegal), Valerian Happe (Paderborn, Argentinien).

Missionare auf Zeit in Deutschland: Sr. Georgine Setratsiferana Roméo Rakontondrafara, Sr. Marie Violette Rahanitriniaina (beide Madagaskar, KLB Paderborn), Sr. Betty Castillo Barja, Sr. Lizeth Villarroel Cartagena (beide Bolivien, Bergkloster Bestwig), Sr. Caroline Sinambela, Sr. Clementina Wada (beide Indonesien, Franziskanerinnen Salzkotten).

Unterwegs mit Gästen der Weltkirche

Seit drei Jahren machen die Gäste aus der Weltkirche zum Libori-Fest einen Ausflug in die Diözese. Mit insgesamt 13 Bischöfen und vielen anderen Gästen besuchte Weihbischof Matthias König zunächst Soest, um in der alten Hansestadt u.a. den Soester Dom und auch die hochgotische Wiesenkirche zu besichtigen. Am Nachmittag war die Gruppe Gast der Shalom-Gemeinschaft in Arnsberg, die ihre Missionsarbeit in der “Garage” – einem Café zwischen den beiden Gymnasien der Stadt nahe der Propsteikirche – vorstellte. Shalom wurde im brasilianischen Fortaleza gegründet. Vikar Stefan Kendzorra und Pastor Paul Stapel konnten die Gäste im Namen der Pfarrei begrüßen.

Den krönenden Abschluß bildete ein Besuch beim Gnadenbild der Muttergottes in der Wallfahrtsbasilika in Werl, wo das Marienlob in mehreren Sprachen erklang. Ein festliches, sehr gut besuchtes Pontifikalamt in der Propsteikirche krönte den Tag. Ein Chor aus Kaufbeuren, eine Bläsergruppe und viele Ministranten halfen, die “Herzen zu Gott zu erheben”.

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