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Pressemeldung
3
September
2021
Paderborn

Wanderausstellung zu 900 Jahren Prämonstratenserorden

Oelinghausen, Rumbeck, Wedinghausen, Werl, Paderborn, Dortmund und Clarholz zeigen kirchengeschichtliche Ausstellung

Der Prämonstratenserorden kann in diesem Jahr auf sein 900-jähriges Bestehen zurück blicken. Aus diesem Anlass wird die vom Erzbistum Paderborn eigens zum 900-jährigen Jubiläum des Ordens konzipierte kirchengeschichtliche Wanderausstellung „Welt und Zeit gestalten“ an sechs ausgewählten Orten sowohl im aktuellen Jubiläumsjahr als auch im Jahr 2022 zu bewundern sein: Die drei ehemaligen Klöster in Arnsberg – Oelinghausen, Rumbeck und Wedinghausen – sowie Werl, Paderborn, Dortmund und Clarholz sind kirchliche und geistliche Orte, die mit dem vor neun Jahrhunderten gegründeten Prämonstratenserorden eng verbunden sind. An ihnen wird durch die Wanderausstellung an das Wirken des Prämonstratenserordens erinnert.

„Noch heute kann man im Erzbistum Paderborn zehn ehemalige Stifte und Kirchen von Prämonstratenserinnen beziehungsweise Prämonstratensern entdecken, die zwar keine Ordensangehörigen mehr beherbergen, die jedoch nach wie vor von ihrer Geschichte, Spiritualität und ihrem Wirken erzählen“, sagt Dr. Holger Kempkens als Direktor des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn.

Aus den einstigen Wirkungsstätten der Prämonstratenser im Erzbistum Paderborn werden zudem in den Wintermonaten in einer Sonderausstellung mit hochrangigen Kunstwerken im Erzbischöflichen Diözesanmuseum ausgewählte Zeugnisse präsentiert: „Im Diözesanmuseum Paderborn werden wir bedeutende Kunstschätze, kostbare Werke der Goldschmiedekunst und mittelalterliche Bibelhandschriften zeigen“, sagt Museumsdirektor Kempkens. „Exponate mit Bezug zu den einzelnen ehemaligen Konventen sollen zudem den Besuchern die Geschichte der jeweiligen Niederlassungen veranschaulichen“, freut sich Holger Kempkens auf die Ausstellung, die dort vom 10. Dezember 2021 bis zum 13. März 2022 gezeigt werden wird.

Ausstellungsorte / -zeiten

Die drei Klöster in Arnsberg

  • Oelinghausen, Klostergartenmuseum, 12. September 2021 bis 10. Oktober 2021
  • Rumbeck, Gemeindesaal, 12. September 2021 bis 10. Oktober 2021
  • Wedinghausen, ehemaliger Kreuzgang, 12. September 2021 bis 3. Oktober 2021

 

Weitere Orte:

  • Werl, Walburgahaus, 23. Oktober 2021 bis 10. November 2021
  • Paderborn, Diözesanmuseum, 10. Dezember 2021 bis 13. März 2022
  • Dortmund, Propsteikirche, 10. April 2022 bis 8. Mai 2022
  • Clarholz, Klostermuseum, 6. Juni 2022 bis 9. Oktober 2022

Eröffnung der Ausstellung am 12. September 2021

In der Propsteikirche St. Laurentius, Klosterstraße, in Arnsberg wird die Ausstellung am 12. September 2021 um 11 Uhr festlich mit Orgelmusik und Gesang eröffnet. Propst Hubertus Böttcher wird die Gäste begrüßen, Universitätsprofessor Dr. Johannes Meier wird den Eröffnungsvortrag zum Thema „‘Geist – Herz – Tun‘ – 900 Jahre Prämonstratenser“ halten. Anschließend wird die Ausstellung offiziell durch Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB eröffnet. Musikalisch wirken bei der Eröffnung mit das Vokal-Ensemble ColVoc Detmold und Leipzig, die Gregorianik-Schola Marienmünster und Corvey sowie Angelika Ritt-Appelhans an der Orgel. Zur Aufführung kommen auch Klangcollagen von Max Hundelshausen, Volker Schrewe aus Marienmünster hat die Gesamtkonzeption.

Um 14 Uhr wird die Ausstellung in Rumbeck mit einem musikalischen Programm eröffnet, anschließend gibt es dort Führungen über das Klosterareal und das heutige Gut Rumbeck. Um 16 Uhr wird die Ausstellung in Oelinghausen eröffnet, zuvor werden dort schon Führungen angeboten. Um 17 Uhr wird in der Klosterkirche die Heilige Messe gefeiert.

Ulrike Frey (li.) und Karin Wermert von der Fachstelle Kunst im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn sind sich sicher, dass Besucherinnen und Besucher der Wanderausstellung vielfältig über die 900-jährige Geschichte des Prämonstratenserordens informiert werden. Sie halten hier den Kopf einer Prozessionsstange aus dem Prämonstratenserstift Scheda mit Darstellungen Mariens und des hl. Nepomuk auf der Rückseite aus dem 18. Jahrhundert. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Ulrike Frey (li.) und Karin Wermert von der Fachstelle Kunst im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn sind sich sicher, dass Besucherinnen und Besucher der Wanderausstellung vielfältig über die 900-jährige Geschichte des Prämonstratenserordens informiert werden. Sie halten hier den Kopf einer Prozessionsstange aus dem Prämonstratenserstift Scheda mit Darstellungen Mariens und des hl. Nepomuk auf der Rückseite aus dem 18. Jahrhundert. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Prämonstratenserorden

1120 begann Norbert von Xanten im abgeschiedenen Tal von Prémontré (lateinisch: Praemonstratum) im Norden von Frankreich mit der Errichtung eines Klosters. Schon im folgenden Jahr konnte er dort mit einer Schar von Gefährten eine kleine Gemeinschaft gründen, die von dem Ort den Namen Prämonstratenser erhalten sollte. Der Regel des heiligen Augustinus folgend, lebten sie als Chorherren weltzugewandt und nahmen Aufgaben „in der Welt“ wahr, insbesondere in der Seelsorge auf dem Land.

Aus der Gemeinschaft weniger, die ein Leben nach dem Ideal der christlichen Urgemeinde in Eintracht und Besitzlosigkeit anstrebten, erwuchs über die Jahrhunderte der größte Orden von Chorherren in der katholischen Kirche. Ein Jahrhundert nach der Gründung gab es überall in Europa, von Irland bis Ungarn, von Spanien bis Schweden 600 Stifte der Prämonstratenser.

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Film des Erzbistums über die Prämonstratenser

Den Orden der Prämonstratenser, deren Errungenschaften im Laufe der Jahrhunderte sowie ihr Wirken im Erzbistum Paderborn stellt auch ein Film in den Mittelpunkt, der auf dem Youtube-Kanal des Erzbistums Paderborn zu sehen ist. Neben Prof. em. Dr. Meier und der Historikerin Dr. Ingrid Ehlers-Kisseler spricht auch Pater Dr. Philipp Reichling OPraem von der Prämonstratenser-Abtei Hamborn im Beitrag über die Besonderheiten des Ordens. Untermalt wird der Film von Aufnahmen der drei ehemaligen Klöster im Arnsberger Raum: Rumbeck, Wedinghausen sowie Oelinghausen.

(C) Till Kupitz / Erzbistum Paderborn

Ein Beitrag von:

Thomas Throenle