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9
September
2019

Wachstum der Kirche in Finnland von vier Prozent

Delegierte des Bonifatiuswerkes entdecken die katholische Kirche in Finnland

Informationsreise des Bonifatiusrates in das Bistum Helsinki in Finnland. Von Links: Hermann Fränkert-Fechter, Bernd Duhn, Klaus Henke, Dr. Annegret Beck, Caroline Freifrau von Kettler, Michael Hänsch, Heinz Paus, Msgr. Hermann Wieh, Msgr. Georg Austen, Bischof Teemu Sippo, Generalvikar Alfons Hardt und Diözesanadministrator Marco Pasinato. Foto: Susanne Mathei

Die katholische Kirche in Finnland ist eine finanziell arme Kirche, die nur eine sehr geringe Unterstützung von der Seite des Staates erhält. Das kirchliche Leben aufrechtzuerhalten ist für ihre Mitglieder – zum großen Teil Einwanderer – eine große Herausforderung. Finanzielle Hilfe erhalten sie aus Deutschland vom Bonifatiuswerk und dem Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe. Um sich ein konkretes Bild davon zu machen, was es bedeutet, den eigenen Glauben in einer kleinen Pfarrei, unter schwierigen Bedingungen in einem stark säkularisierten Land zu leben, haben Delegierte des Bonifatiuswerkes aus ganz Deutschland das skandinavische Land bereist.

„Vor Ort haben wir eine kleine Kirche in einem weiten Land kennengelernt, in dem Pfarreien ähnliche Ausmaße wie das Bundesland Bayern haben. Diese enormen Flächenpfarreien bringen auch viele Herausforderungen mit sich“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen. Für die zuständigen 32 Priester sei es beispielsweise nicht unüblich, hunderte von Kilometern am Wochenende zurückzulegen, um Gottesdienst zu feiern, Kinder mit dem Glauben in Kontakt zu bringen und Menschen seelsorgerisch zu begleiten. Das gleiche gelte auch für die Gläubigen, wenn sie die Eucharistie mitfeiern und Gemeinschaft im Glauben erfahren wollen.

Im Bistum Helsinki, das die gesamte Fläche Finnlands einnimmt, leben 14.949 registrierte Katholiken. Sie stellen 0,27 Prozent der Gesamtbevölkerung und verteilen sich auf acht Pfarreien, die geprägt sind durch eine große Nationenvielfalt mit unterschiedlichen kulturellen Einflüssen. Durch Zuzug aus dem Ausland, Geburtenüberschuss und Konversionen wächst das Bistum Helsinki jährlich um 500 Katholiken, das heißt um vier Prozent.

Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer der Delegation von der Glaubensfreude und -begeisterung der jungen und multinational geprägten Kirche. „Trotz der kulturellen Vielfalt mit unterschiedlichen sprachlichen und auch religiösen Einflüssen, hat sich in Finnland eine Glaubensgemeinschaft ähnlich der frühchristlichen Gemeinschaft entwickelt, in der die Mitglieder eng miteinander verbunden sind und ihren Glauben aus einer tiefen Überzeugung heraus leben und in die Gesellschaft hineintragen“, sagte Generalvikar Alfons Hardt, der als Mitglied des Bonifatiusrates des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken und als Vorsitzender des Vergabeausschusses des „Diaspora-Kommissariats der deutschen Bischöfe – Diasporahilfe der Priester“ an der Reise teilnahm.

Die St.-Henrik-Kathedrale ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Helsinki und zudem die Hauptkirche der evangelisch-lutherischen Kirche Finnlands. Foto: Herrmann

Hintergrundgespräche mit dem emeritierten Bischof der Diözese Helsinki, Bischof Teemu Sippo, dem Diözesanadministrator Marco Pasinato und Vertretern aus Gemeinden, Gesellschaft und Medien standen ebenso auf dem Reiseprogramm wie die Besuche einiger aus Deutschland geförderter Projekte, wie beispielsweise das Birgittenkloster in Turku, das Kloster der Karmelitinnen in Espoo und das Diözesanzentrum Stella Maris in Koisjärvi. „An den besuchten Orten konnten wir die Dankbarkeit der Menschen für die Hilfe aus Deutschland spüren. Persönlich sind wir alle dankbar dafür, dass wir das Glaubensleben vor Ort näher kennenlernen durften“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus. Gerade der Austausch mit den Mitgliedern in den Gemeinden habe ihn tief beeindruckt und werde ihm in positiver Erinnerung bleiben.

In den letzten fünf Jahren hat das Bonifatiuswerk Projekte in Finnland mit 610.000 Euro und das Diaspora-Kommissariat mit 2,3 Millionen Euro gefördert.

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