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26
Juni
2020
26.Juni.2020

Von Normalität noch weit entfernt

David Dupke sägt in der Schreinerei der St. Laurentius-Werkstätte in Hagen Holzfaserplatten für Trennwände zurecht. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
David Dupke sägt in der Schreinerei der St. Laurentius-Werkstätte in Hagen Holzfaserplatten für Trennwände zurecht. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
David Dupke sägt in der Schreinerei der St. Laurentius-Werkstätte in Hagen Holzfaserplatten für Trennwände zurecht. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Zwischen den Arbeitsplätzen von Gitte Friebertshäuser und Astrid Weithe (von links) wurden in der St. Laurentius-Werkstätte Scheiben und Trennwände angebracht. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Zwischen den Arbeitsplätzen von Gitte Friebertshäuser und Astrid Weithe (von links) wurden in der St. Laurentius-Werkstätte Scheiben und Trennwände angebracht. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Zwischen den Arbeitsplätzen von Gitte Friebertshäuser und Astrid Weithe (von links) wurden in der St. Laurentius-Werkstätte Scheiben und Trennwände angebracht. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

Trennwände

Die Abtrennungen mit Sichtfenster sind nur eine der zahlreichen Maßnahmen, die hier zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus umgesetzt werden. Überall sind auf den Fußböden die Laufrichtungen gekennzeichnet. Wer seinen Arbeitsplatz verlässt muss eine Mund-Nasenmaske tragen. Der Kiosk im Eingangsbereich hat geschlossen. Nur etwa die Hälfte der insgesamt 620 Arbeitsplätze an drei Standorten für Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Behinderungen sind aktuell unter diesen Bedingungen besetzt. Jene, die nun wieder arbeiten, scheinen sichtlich froh darüber zu sein. Sie schrauben, montieren, verpacken, schreinern oder gärtnern und können so am Arbeitsleben teilnehmen und auch eigenes Geld verdienen. Die sogenannten arbeitsbegleitenden Maßnahmen, zu denen Sport, Malen, Kegeln sowie Ausflüge und Feste gehören entfallen allerdings meist noch. „Wir sind froh, dass das Basketballtraining jetzt wieder aufgenommen werden kann“, sagt Werkstattleiter Meinhard Wirth. Sonst falle aber noch alles aus, „was Spaß macht“.

Verordnungen und Hygienekonzepte füllen den Schreibtisch von Werkstattleiter Meinhard Wirth. Er vermisst Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit für die Situation der Menschen mit Behinderungen und der Beschäftigten in den Einrichtungen der Behindertenhilfe. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Verordnungen und Hygienekonzepte füllen den Schreibtisch von Werkstattleiter Meinhard Wirth. Er vermisst Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit für die Situation der Menschen mit Behinderungen und der Beschäftigten in den Einrichtungen der Behindertenhilfe. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Verordnungen und Hygienekonzepte füllen den Schreibtisch von Werkstattleiter Meinhard Wirth. Er vermisst Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit für die Situation der Menschen mit Behinderungen und der Beschäftigten in den Einrichtungen der Behindertenhilfe. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Viele Menschen mit Behinderungen, wie Jasmin Lubinski, sind froh, inzwischen wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren zu können. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Viele Menschen mit Behinderungen, wie Jasmin Lubinski, sind froh, inzwischen wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren zu können. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Viele Menschen mit Behinderungen, wie Jasmin Lubinski, sind froh, inzwischen wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren zu können. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

Produktion aufrecht erhalten

In der Krise waren die rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Laurentius-Werkstätte auch gefordert, wenn es um die Aufrechterhaltung der Produktion ging. Die Aufträge von Unternehmen mussten bearbeitet werden, obwohl die Menschen mit Behinderungen nicht als Arbeitende zur Verfügung standen. Während für diese ein Betretungsverbot galt, durften die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Behindertenhilfe aber vor Ort sein. „Da haben dann vom Bufdi bis zum Gruppenleiter alle mitgeholfen und die Arbeiten übernommen“, erinnert sich Meinhard Wirth.

Nach und nach kehren die Menschen mit Behinderungen nun wieder an ihre Arbeitsplätze zurück. „Viele von ihnen oder auch die Angehörigen haben aber noch große Angst vor einer möglichen Ansteckung“, weiß der Werkstattleiter. Da sei noch viel Überzeugungsarbeit notwendig. Wer Vorerkrankungen hat – und auch das sind nicht wenige – darf weiter zuhause bleiben.

Die meisten sind aber froh, jetzt wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können und gemeinsam mit anderen etwas Sinnvolles zu tun. „Von Normalität“, sagt Meinhard Wirth, „sind wir aber noch sehr weit entfernt.“

Ein Beitrag von:

Michael Bodin
Redakteur
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