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30
September
2019
30.September.2019

Lampenfieber in Musik und Ausdruck umsetzen

Leonard Bernstein, Francois Poulenc und John Rutter – drei große Komponisten stehen im Konzert am 25. November im „Hohen Dom“ mit ihrer Musik im Mittelpunkt. Drei Minuten setzt ein Knabensopran die Akzente. Der 12-jährige Kolja Maria Berning trägt den Chichester Psalm von Bernstein in hebräischer Sprache vor.

„Der Herr ist mein Hirte“, heißt es in der Arie, die leise, aber nicht desto weniger freudig vorgetragen wird. „Der Refrain macht riesigen Spaß, stellt aber auch große Anforderungen an die Atmung“, weiß Kolja Maria Berning, der gesteht: „Obwohl ich schon mal in einem Konzert ein Solo gesungen habe, bin ich natürlich ein bisschen aufgeregt. Aber vor allem steht die Freude im Vordergrund. Außerdem gibt mir der Chor Rückhalt und Unterstützung.“

Vater Domkapellmeister, Mutter Sopranistin – die Musik wurde Kolja Maria Berning quasi mit in die Wiege gelegt. Doch die Freude an der Musik ist nicht aufgesetzt, sondern hat sich aus tiefem Herzen bei ihm entwickelt. Schon als kleiner Junge habe er gern Konzerte als Zuschauer miterlebt und manche Stücke richtig toll gefunden. „Mir war schnell klar, dass ich auch mal in den Domchor gehen werde“, so der 12-Jährige, der nie Druck für diese Entscheidung aus dem Elternhaus zu spüren bekam.

„Das ist alles ganz freiwillig“, betont der freundliche Sängernachwuchs. Schließlich lernte er neben der musikalischen Qualität auch den zweiten Trumpf der Paderborner Dommusik kennen: „Eine großartige Kameradschaft und gute Atmosphäre spielt eine große Rolle für die Entscheidung.“ Dann falle es auch leichter, Mühen – wie zweimal in der Woche Proben mit Chorgesang und Stimmbildung –  auf sich zu nehmen.

Klassische Musik hat bei Kolja schon immer im Vordergrund gestanden. Selbst bei Autofahrten oder am Abend vor dem Einschlafen legt er sich Klassik auf. „Mein Lieblingskomponist ist Johann Sebastian Bach“, verrät der Jungmusiker: „Das Singen und die Gemeinschaft ist mir ganz wichtig. Es macht mir Spaß, zu singen. Ich habe Freude an den Stücken, deshalb singe ich sie gern.“ Gern macht Kolja Werbung für sein Hobby, das er sich durchaus auch mal als Beruf vorstellen kann: „Dann aber lieber Dirigent als Sänger.“

Kolja Maria Berning. (Foto: Ronald Pfaff /pdp)
Kolja Maria Berning. (Foto: Ronald Pfaff /pdp)

Seit 2015 im Knabenchor

Unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning werden die Paderborner Domkantorei, der Städtische Musikverein Gütersloh und die Herrenstimmen des Paderborner Domchores drei Werke aufführen: Francis Poulencs „Gloria“, Leonard Bernsteins “Chichester Psalms” sowie John Rutters “Magnificat”. Musikalische Partner sind die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford sowie die Sopranistin Siri Karoline Thornhill.

Die Partie des Knabensoprans übernimmt Kolja Maria Berning (Foto) als Solist des Paderborner Domchores. Kolja Maria Berning ist 12 – beim Konzert dann 13 Jahre – jung und begann 2015 in der Vorschule der Paderborner Dommusik mit dem Chorgesang zuerst bei Thomas Berning, dann bei Markus Gotthardt. Im Sommer 2017 startet er auch mit dem Klavierunterricht. Er ist der Sohn von Domkapellmeister Thomas Berning und Sopranistin Ina Siedlaczek. Das Hobby Musik lässt ihm neben der Schule noch bisschen Zeit für Fußball mit Freunden. “Natürlich bin ich auch Fan des SC Paderborn.”

Das Konzert findet am 25. November 2019, um 19.30 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn statt.

Mit Kirchenmusik sieht er auch seinen Glauben unterstützt, vor allem in Gottesdiensten am Sonntag. Bei Konzerten stehe doch eher die Musik im Mittelpunkt, um sich zu konzentrieren. Sein Solo im Hohen Dom hat eine besondere Bedeutung. Es ist das zentrale Solo inmitten des Bernstein-Stücks. Kolja wird es von der Kanzel singen. Im Mittelpunkt steht der Psalm 23, das Knabensolo in seiner Kindlichkeit ist im Zentrum. „Es ist Musik, die Menschen über das Herz erreichen will“, erläutert Domkapellmeister Thomas Berning, denn so viel gäbe es nicht von Bernstein in dieser klassischen Sparte.

Für den 12-jährigen Kolja ist es schon eine Mutprobe in der Bischofs Kathedrale vor großem Publikum dieses Solo vorzutragen. Doch er sieht es locker: „Mut ist, wenn ich etwas mache, was ich noch nie gemacht habe. Es ist nur eine Überwindung.“ Lampenfieber hat er natürlich, doch er nimmt es als Inspiration, um sie mutig in Musik und Ausdruck umzusetzen.

Leichtigkeit bekommt er durch eine gute Vorbereitung vor dem Konzert. Erst werde er sich den Körper richtig locker machen und viel trinken. „Dann singe ich die Stimme ein und ziehe mich vor dem Auftritt in Ruhe zurück, um alles gedanklich nochmal durchzugehen“, so Kolja Maria Berning, der bis dahin auch den Herbstwunsch vor sich trägt: „Nur keine Erkältung!“

 

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