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24
August
2021
24.August.2021

In Deutschland angekommen

Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit von Polen nach Glasgow hat in Begleitung des polnischen Bischofs Waldemar Pytel Deutschland erreicht. Nach dem Grenzübertritt haben Generalsuperintendentin Theresa Rinecker und Bischof Wolfgang Ipolt die Pilgernden in der Lausitz empfangen. Tag für Tag nähern sich die Teilnehmenden des Klimapilgerweges nun dem Erzbistum Paderborn. Den Tagesetappen kann sich jeder anschließen.

Der Grenzübertritt des 5. Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit von Polen nach Deutschland war voller Überraschungen: Die Klimapilgernden erhielten für ihre Anliegen gleich von drei hochrangigen Kirchenvertreterinnen und –vertretern aus Polen und Deutschland prominente Unterstützung. Waldemar Pytel, Bischof der Diözese Breslau der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und Schirmherr des polnischen Abschnitts des Klimapilgerwegs, begleitete nach seinem Reisesegen beim Start im polnischen Zielona Góra zur Freude aller die Pilgernden und deren polnische Gastgebende über die Grenze nach Forst(Lausitz).

Nun in Deutschland angekommen, erreichen die Pilgernden Mitte September auch das Erzbistum Paderborn: Am 16. September bewältigen sie mit fast 30 Kilometern eine der längsten Tagesetappen und kommen letztlich in Brakel-Bökendorf im Kreis Höxter an. An diesem Tag findet u.a. ein Treffen vor dem Atomkraftwerk Würgassen statt. Von Bökendorf geht es am 17. September weiter nach Steinheim-Vinsebeck. Die nächsten Etappen führen am 18. September nach Detmold-Hiddesen und am 19. September nach Oerlinghausen. Am 20. September laufen die Pilgernden nach Bielefeld, von wo sie am 21. September ins Bistum Münster nach Marienfeld aufbrechen.

Aufmerksamer und wacher handeln

Bei der Ankunft in Deutschland bescherten die Generalsuperintendentin des Sprengels Görlitz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Theresa Rinecker, und Bischof Wolfgang Ipolt vom Bistum Görlitz den Pilgernden einen herzlichen und bewegenden Empfang. Gemeinsam pilgerten sie zur evangelischen Stadtkirche St. Nikolai in Forst. Unter der Leitung von Tobias Jachmann, Pfarrer der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Region Forst, wurde dort mit der Gemeinde die Ankunft des Klimapilgerwegs mit einem ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Generalsuperintendentin Rinecker dankte beim Gottesdienst den Klimapilgernden dafür, dass sie stellvertretend für viele von uns gehen und darauf aufmerksam machen, dass unser aller Lebenswandel an vielen Stellen sein Maß verloren habe.

Hochrangige Kirchenvertreterinnen und –vertreter haben sich bei der Ankunft in der Lausitz hinter das Banner des Klimapilgerwegs und dessen Anliegen gestellt (v.li.): Bischof Waldemar Pytel, Theresa Rinecker, Dr. Grzegorz Giemza und Bischof Wolfgang Ipolt Foto: Chris Böer / Klimapilgerweg 2021
Hochrangige Kirchenvertreterinnen und –vertreter haben sich bei der Ankunft in der Lausitz hinter das Banner des Klimapilgerwegs und dessen Anliegen gestellt (v.li.): Bischof Waldemar Pytel, Theresa Rinecker, Dr. Grzegorz Giemza und Bischof Wolfgang Ipolt Foto: Chris Böer / Klimapilgerweg 2021

Bischof Ipolt verwies in seiner Predigt auf die Bibelstelle im Kapitel 19, Verse 14-19, des zweiten Buchs der Könige, die besage, dass wer sich bewusst in der Gegenwart Gottes wisse, aufmerksamer und wacher handele und auch verantwortungsbewusster mit der Welt umgehe, weil er wisse, dass die Welt uns nur anvertraut und nicht unser Eigentum sei. Der Klimapilgerweg erinnere auch an diese Wahrheit.

Pilgerfahrt ist notwendig

Zum Abschluss des vom Gospelchor der Gemeinde mitgestalteten Gottesdienstes brachte Bischof Pytel nochmals seine Freude darüber zum Ausdruck, dass er die Klimapilgerinnen und Klimapilger in Zielona Góra mit einem Segen auf die lange Reise senden konnte. „Diese Pilgerfahrt ist nicht nur notwendig, dies ist ein besonderer Aufruf an Christen, einerseits um Buße zu tun, um zu sehen, was wir jetzt mit unserem Planeten tun, andererseits aber auch, dass wir gemeinsam Schritte in die Wege leiten“, machte er deutlich wie sehr ihm das Anliegen des Klimapilgerwegs am Herzen liegt.

Die Pilgerinnen und Pilger zogen nach Ende des Gottesdienstes weiter nach Sacro, um dort in der Kulturkirche ihr Nachtlager aufzuschlagen. Zum Ausklang dieses Tages, der ganz im Zeichen der Ökumene und der deutsch-polnischen Freundschaft stand und zum Abschied von den polnischen Partnern und Gastgebenden rund um Dr. Grzegorz Giemza, Direktor des Polnischen Ökumenischen Rates, gab es ein lockeres Abendprogram im Garten mit der Live-Band ‚Hegeleicht‘.

Zum Hintergrund des Klimapilgerweges:

Der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führt vom 14. August 2021 vom polnischen Zielona Góra bis zum 29. Oktober 2021 ins schottische Glasgow zur dortigen Weltklimakonferenz. Er wird von Evangelischen Landeskirchen, katholischen Bistümern und kirchlichen Hilfswerken getragen. Auch kirchliche Organisationen in Polen, den Niederlanden, England und Schottland unterstützen dieses überregionale europäische Projekt. Koordiniert wird der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit durch die Geschäftsstelle im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Jede und jeder kann die Anliegen des Klimapilgerwegs unterstützen und mitpilgern – eine Stunde, eine Tagesetappe oder auch länger mitlaufen. Dafür kann man sich allein oder auch mit einer Gruppe anmelden. Eine Anmeldung für alle 77 Etappen ist jederzeit möglich. Die vor Ort jeweils gültigen Corona-Schutzmaßnahmen werden selbstverständlich beachtet.