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22
Juli
2021
22.Juli.2021

Großer Einsatz der Bevölkerung

Schon Anfang des Monats war Fröndenberg von Überflutungen betroffen / Hochwasser auch in Südwestfalen

Von Unwettern stark betroffen war Anfang Juli auch die Stadt Fröndenberg an der Ruhr – schon vor der großen Katastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz. Zu über 300 Einsätzen rückten die Rettungskräfte aus. Große Gefahr ging von einem Teich oberhalb des Ortsteils Westick aus, was schließlich zu einer Evakuierung von rund 700 Anwohnerinnen und Anwohnern führte. Schlamm und Wasser konnten dann aber kontrolliert abgelassen werden, so dass Schlimmeres verhinderte werden konnte.

Stefan Spallek, Verwaltungsleitung im Pastoralen Raum Unna-Fröndenberg-Holzwickede, Foto: privat
Stefan Spallek, Verwaltungsleitung im Pastoralen Raum Unna-Fröndenberg-Holzwickede, Foto: privat

Schaden an kirchlichen Immobilien hält sich in Grenzen

„Zum Glück hält sich der Schaden an Immobilien der Kirche in Grenzen“, zieht Stefan Spallek, Verwaltungsleiter des Pastoralen Raums Unna-Fröndenberg-Holzwickede, ein erstes Fazit nach dem Unwetter. In Unna und Holwickede könnten keine gravierenden Schäden an Kirchen, Pfarrheimen und Pfarrhäusern festgestellt werden. Dagegen gab es in Fröndenberg einen Wasserschaden in der Sakristei von St. Marien. Der Korkboden wurde großflächig beschädigt. Die finanzielle Höhe des Schadens ist noch ungeklärt. Die Schadensermittlung dauere auch noch in der Vikarie von St. Josef Fröndenberg an, wo die Kellerräume vollgelaufen waren.

„Viele unserer Gemeindemitglieder sind bei der freiwilligen Feuerwehr und bei den Maltesern tätig. Sie waren im aktiven Einsatz und haben einen großen Beitrag geleistet, um Katastrophenschäden zu beseitigen und um anderen Menschen zu helfen“, freut sich Stefan Spallek über das ehrenamtliche Engagement. Zudem wurde spontan in der St. Marien Kirche in Fröndenberg bereits am Sonntag ein Benefizkonzert veranstaltet, das einen Erlös von gut 2.000 Euro einbrachte. Diese Summe wurde an die Bürgerstiftung „Gutes tun“ gespendet.

“Menschen haben Beistand und Hilfe benötigt”

Die Kirchengemeinde konnte auch für eine Tagesmutter in der Not einspringen. Da das eigene Haus der Fröndenbergerin durch die Unwetterkatastrophe nicht mehr genutzt werden kann, stellte der Pastorale Raum ihr die ehemalige Vikarie zur Verfügung. Der Umzug wurde auch vom Jugendamt unterstützt, da die Räumlichkeiten kindersicher gemacht werden müssen. Die Tagesmutter betreut ab dem 1. August ihre fünf Tageskinder dann dort für mehrere Monate.

Gemeindereferent Heiner Redeker war in den Tagen der Katastrophe in Fröndenberg auch mehrfach als Seelsorger gefragt. Auch bei der Hilfsmaßnahme für die Tagesmutter war er aktiv beteiligt. „Einige Menschen habe Hilfe und Beistand in dieser Zeit benötigt“, so Stefan Spallek.

Überflutungen auch in Südwestfalen

„Land unter“ hieß es auch in der Gemeinde Finnentrop. Vor allem Lenhausen, direkt an der durchfließenden Lenne gelegen, sowie Fretter und Serkenrode im angrenzenden Tal mit dem Fretterbach waren am Mittwoch vom Hochwasser betroffen. Die Hilfskräfte waren im Dauereinsatz, um überspülte Straßen freizubekommen und Keller angrenzender Häuser leer zu pumpen. „Von Schäden an Gebäuden unserer Pfarrgemeinde ist mir nichts bekannt“, berichtete Elisabeth Meyer vom Pastoralverbundsbüro Bigge-Lenne-Frettertal.

Für Wasser im Keller und Sachschäden sorgten die überlaufenden Flüsse im Elspetal, Oenetal und Veischedetal im Pastoralen Raum Lennestadt. In der Kirche von St. Agatha Bilstein habe man Wasserschäden im Keller gehabt, sonst seien die Gebäude glimpflich davon gekommen, fasste Thomas Schauerte, Verwaltungsleiter des Pastoralen Raumes, die Unwetterfolgen für die Kirchengemeinden zusammen.

Siegerland

Kirchen oder Pfarreinrichtungen im Dekanat Siegerland seien nicht betroffen gewesen, berichtet Daniela Kleber, Dekanatssekretärin. Allerdings habe Dechant Köhle mit Katastrophengebieten Kontakt aufgenommen und Hilfe angeboten, sofern nötig oder machbar. Die Malteser Gruppe aus Siegen ist sogar direkt zum Einsatz nach Euskirchen gefahren. In den Gemeinden des Pastoralen Raumes Siegen-Freudenberg z.B. rief man zur Unterstützung des Lebenshilfehauses in Sinzig (Landkreis Bad Neunahr-Ahrweiler) auf. Dort starben 12 Menschen mit Behinderung, im Schlaf überrascht, in ihren Zimmern.

Ein Beitrag von:

Ronald Pfaff
Redaktion