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17
Januar
2020
17.Januar.2020

Architekt des Diözesanmuseums wird 100 Jahre

Er schuf mit dem Diözesanmuseum den ersten bedeutenden kirchlichen Museumsbau nach dem Zweiten Weltkrieg

Der bekannte Architekt und Pritzker-Preisträger Gottfried Böhm feiert am 23. Januar seinen 100. Geburtstag. Er schuf hochbedeutende Kirchenbauten, wie die Wallfahrtskirche in Neviges, Rathäuser, Wohnungen, Bürogebäude und nicht zuletzt einen eindrucksvollen Museumsbau – das Diözesanmuseum in Paderborn.

Das 1975 eröffnete Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Paderborner Dom gilt als erster bedeutender kirchlicher Museumsbau in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit Böhms Entwurf wurde die Forderung „weg vom verstaubten Musentempel, hin zu mehr Offenheit und Transparenz“ gebaute Wirklichkeit: Eine freitragende Stahlkonstruktion mit einem Großraum, der keine trennenden Zwischenwände und Kabinette im herkömmlichen Sinne mehr kennt. Außen lässt die gestufte Bleifassade das Gebäude wie ein skulptural aufgefasstes Schreingehäuse neben dem Dom wirken. Auch im Inneren trug es die Handschrift des Architekten bis ins Detail der Vitrinen und Postamente. Aufgrund großer konservatorischer Mängel musste das Gebäude Anfang der 1990er Jahre in Absprache mit dem Architekten umgebaut und saniert werden. Die Grundidee blieb jedoch bestehen.

Umbau Anfang der 1990er Jahre

„Der Museumsbau von Gottfried Böhm ist Herausforderung und Geschenk für jeden Ausstellungsmacher. Bei uns können die Besucherinnen und Besucher von Ebene zu Ebene aufsteigend in die einzelnen Abteilungen eintauchen und durch den Blick in den Großraum stets Querbezüge herstellen. Ein phantastischer Effekt, der dieser Tage moderner ist denn je“, sagt Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann. Er hat die kontroversen Diskussionen um das Gebäude miterlebt und den Umbau des Museums Anfang der 1990er Jahre federführend begleitet. Durch diesen Umbau wurde das Diözesanmuseum auch unter konservatorischen Gesichtspunkten in die Lage versetzt, neben seiner bedeutenden Dauerausstellung in regelmäßigen Abständen große kunst- und kulturhistorische Sonderausstellungen von internationalem Rang zu präsentieren.

Besucherinnen und Besucher des Museums können vor Ort mit einem über das Smartphone downloadbaren Audioguide die Geschichte und die verschiedenen Sichtweisen rund um den Bau nacherleben – humoristisch und unterhaltsam erzählt. Daneben informiert ein eigener Podcast über die Baugeschichte (www.teutoburgerwald.de/podcast). Am 4. Mai nimmt Prof. Dr. Christoph Stiegemann an der Podiumsdiskussion unter dem Titel „Böhm – öffentliche Bauten“ in Köln teil (Karl-Rahner-Akademie, 19.30 Uhr). Die Veranstaltung findet im Rahmen des umfassenden Veranstaltungsprogramms „BÖHM100“ statt, das den Kölner Architekten das ganze Jahr über mit Vorträgen, Symposien, Ausstellungen, Exkursionen etc. würdigt.

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