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Pressemeldung
28
November
2020
Paderborn

Gemeinsam die Kirche für die Zukunft fit machen

Menschen an der Basis gestalten in virtuellen Räumen die weitere Entwicklung des Erzbistums Paderborn mit

Das Erzbistum Paderborn soll mit dem strategischen Zielbild 2030+ fit für die Zukunft gemacht werden – und die Menschen aus der ganzen Erzdiözese reden mit: In den nächsten Wochen entwickeln Haupt- und Ehrenamtliche aus den Pastoralen Räumen sowie weitere Engagierte bei digitalen Treffen die kirchlichen Handlungsfelder weiter, die beim Diözesantag Mitte November als Schlüsselthema vorgestellt wurden. Den Anfang machte heute der „Freiraum #1“: Rund 100 Teilnehmende berieten in einer Kombination aus Live-Stream und Video-Konferenzen über das strategische Zielbild 2030+, das bis zum Diözesanen Forum im Juni 2021 entwickelt wird. Die Impulse aus den digitalen Dialogräumen, die noch bis Anfang nächsten Jahres durchgeführt werden, sollen dafür sorgen, dass die Bedürfnisse der Pastoralen Räume vor Ort im Zentrum dieses Zielbildes stehen.

Moderatorin und Gäste im Studio (v.l.): Prälat Thomas Dornseifer, Moderatorin Jutta Loke, Thomas Klöter und Monsignore Dr. Michael Bredeck. Foto: Maria Aßhauer/Erzbistum Paderborn.

Zwei intensive Stunden, ein Live-Stream mit Studio-Gästen und sechs parallele virtuelle Räume für den Austausch und die Ideenentwicklung – das waren die Rahmenbedingungen für den „Freiraum #1“, um die Route zum strategischen Zielbild 2030+ in den Blick zu nehmen. Der Kompass für diese Route soll es sein, „das Evangelium neu zum Leuchten zu bringen“.

„Der neue Wegabschnitt, denn das Erzbistum beginn, ist noch nicht vorgezeichnet. Sie alle gestalten ihn als Weggemeinschaft mit“, sagte Jutta Loke zu Beginn des virtuellen Treffens zu den Angemeldeten. Die Moderatorin führte in einem Studio in Paderborn durch den Live-Stream, bei dem Gäste aus dem Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn als Ansprechpartner Rede und Antwort standen: Prälat Thomas Dornseifer, Leiter des Bereiches Pastorale Dienste, sein Stellvertreter Thomas Klöter und Monsignore Dr. Michael Bredeck als Leiter des Bereiches Entwicklung und Kommunikation.

Im Live-Stream konnten die Teilnehmenden Interviews verfolgen. Foto: Maria Aßhauer/Erzbistum Paderborn
Im Live-Stream konnten die Teilnehmenden Interviews verfolgen. Foto: Maria Aßhauer/Erzbistum Paderborn

Zukunftsbild weiter handlungsleitend

Kurze Interviews mit den Studiogästen lieferten den ersten inhaltlichen Input für den Austausch der Teilnehmenden. Thomas Klöter machte mit Blick auf das zu erarbeitende Zielbild klar: „Wenn wir 2030 handlungsfähig sein wollen, dann müssen wir schon jetzt Entscheidungen treffen.“ Für diese Entscheidungen sei das Zukunftsbild für das Erzbistum weiterhin handlungsleitend, ergänzte Prälat Thomas Dornseifer. Die Schlüsselthemen, um die es künftig vorrangig geht – von der Engagementförderung über Leitungsverantwortung bis zum Weiterdenken Pastoraler Räume – würden auf dem Zukunftsbild fußen: „Wir können diese Themen nicht ausschließlich aus der Perspektive des Erzbistums ansehen. Unsere Erzdiözese ist so unterschiedlich, dass wir gut darauf achten müssen, wie wir die Themen jeweils vor Ort übersetzen.“

Auch Msgr. Dr. Michael Bredeck unterstrich, dass es im Erzbistum Paderborn viele Perspektiven gebe, die es in Verständigung zu bringen gelte. „Es werden Zielkonflikte bleiben, die sich auf Dauer nicht auflösen lassen“, räumte Msgr. Dr. Bredeck ein. „Aber es muss unser Anliegen sein, diese transparent und nachvollziehbar zu machen.“

Den Verantwortlichen ins Stammbuch schreiben

In einer ersten Runde des virtuellen Austausches ging es um die Frage, wie der Weg gemeinsam gestaltet werden kann und was dafür gebraucht wird. Auch Erfolgsfaktoren und Hürden auf diesem Weg wurden in den Blick genommen. Bei einer zweiten Runde waren dann Ideen gefragt: Wie setzen wir das zuvor Thematisierte in konkrete Ideen um? Welche Infrastruktur wird dafür benötigt? Und wie kann das Evangelium bei alldem der Kompass sein?

Die Teilnehmenden kamen der Aufforderung von Moderatorin Jutta Loke gerne nach, den „Verantwortlichen etwas ins Stammbuch zu schreiben“ und posteten ihre Diskussionsbeiträge oder kommentierten die der anderen. Das Themenspektrum war erwartungsgemäß breit: Es wurde beispielsweise gefordert, Zugänge zur Liturgie zu finden und Klarheit für Leitungsübernahme zu schaffen. Es ging um Ökumene und Sprachfähigkeit im Glauben – und natürlich auch um die Rolle von Frauen in der Kirche. Nicht zuletzt stand – unter dem Eindruck der Corona-Krise – auch eine Digitalisierungsstrategie auf der Agenda der Teilnehmenden.

Themen sollen Kreise ziehen

All das zeigte: Es gibt eine Menge Hausaufgaben mit Blick auf die Entwicklung des strategischen Zielbildes 2030+. Die weiteren Planungen für den kommenden Weg dahin laufen. Monsignore Dr. Michael Bredeck fasste den ersten Freiraum zusammen: „Es geht jetzt Schritt für Schritt mit den anderen Schlüsselthemen unseres Weges weiter. Dabei werden wir in den nächsten Wochen dieses digitale Format weiter nutzen. Machen Sie mit und tragen Sie so dazu bei, dass die Themen im gesamten Erzbistum größere Kreise ziehen.“

Jeder der kommenden Freiräume ist ein konkreter Schritt auf dem Weg zum Diözesanen Forum im Juni 2021. Die Termine für die nächsten Freiräume stehen bereits fest. Dort werden jeweils die auf dem Diözesantag vorgestellten Schlüsselthemen und Aufgaben thematisiert, die das strategische Zielbild 2030+ prägen sollen:

  •  “Leitung wahrnehmen”, 1. Dezember 2020 von 19 Uhr bis 20.30 Uhr
  • “Engagement fördern”, 4. Dezember 2020 von 17 bis 19 Uhr
  • “Liturgie und Sakramente feiern”, 9. Dezember 2020 von 19 bis 20.30 Uhr
  • “Pastorale Räume weiter denken”, 10. Dezember 2020 und 3. Februar 2021 jeweils von 18 bis 20 Uhr
  • “Corona und die Zukunft der Kirche”, 14. Dezember 2020 und 24. Februar 2021 jeweils von 19 bis 20.30 Uhr
  • “Immobilienstrategie des Erzbistums”, 13. Januar 2021 von 17 bis 19 Uhr
  • “Für Menschen da sein”, 15. Januar 2021 von 17 bis 19 Uhr und 6. März 2021 von 10 bis 15 Uhr (digitaler Fachtag zum Thema)

Was passiert bis zum Diözesanen Forum?

Im Anschluss an den Diözesantag arbeiten einzelne Gruppen die Schlüsselthemen für das Forum im Juni 2021 weiter aus. Jede Themengruppe entwickelt Formate, um die Menschen im Erzbistum an der Bearbeitung der Schlüsselthemen zu beteiligen. Von Sommer 2021 bis Frühjahr 2023 ist geplant, dass Mitglieder der Bistumsleitung durchs Erzbistum reisen, um mit den Menschen vor Ort in Austausch über die Zukunftsthemen zu kommen.

Internetseite zum Diözesanen Weg

Informationen und Hintergründe zur Entwicklung des Erzbistums Paderborn werden kontinuierlich auf der Internetseite zum Diözesanen Weg bereitgestellt und aktualisiert. Hier kann auch der Diözesantag noch einmal in voller Länge als Video mit allen Interviews, Statements, Perspektiven und Beiträgen verfolgt werden.

www.dioezesaner-weg.de

Ein Beitrag von:

Maria Aßhauer
Redakteurin Team Presse