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7
April
2020
7.April.2020

Faszinierendes Auslandsjahr mit jähem Ende

Paderborner Sebastian Brumby musste eilig Freiwilligendienst in Nambia aufgrund der Corona-Krise vorzeitig abbrechen

Entdeckungsreise, Menschen kennenlernen und Hilfe leisten – das alles verband der Paderborner Sebastian Brumby schon vor rund zwei Jahren mit Namibia. Mit mundus Eine Welt e.V. wollte  der jetzt 19-Jährige seinen großen Wunsch, für ein Jahr einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst zu leisten, erfüllen. Mit großer Spannung und Engagement ging es im August 2019 auf die Reise ins südafrikanische Land. Überraschungen, bewegende Momente vor Ort und bleibende Erinnerungsbilder endeten jedoch vorzeitig im März, weil der Corona-Virus die Welt auf den Kopf stellt. Die angeordnete Rückreise nach Deutschland wurde zu einer kleinen Odyssee.

Tom Schulte und Sebastian Brumby mit Schülerinnen und Schülern in Namibia. (Foto: privat)
Tom Schulte und Sebastian Brumby mit Schülerinnen und Schülern in Namibia. (Foto: privat)

“Kinder in Oshipeto gaben uns ein gutes Gefühl”

Eigentlich lief alles nach Plan. Als aktiver Sänger im Paderborner Domchor und einer der „Baumeister“ des Hundbrax-Teams, das mit seinen Brickfilmen begeistert und aus Lego auch schon den Paderborner Dom maßstabsgerecht nachgebaut hatte, erzählte Sebastian Brumby vor gut zwei Jahren Dompropst Joachim Göbel von seinem Herzenswunsch. „Der Dompropst hat mir dann mundus Eine Welt e.V. empfohlen und mir den Kontakt zu Ulrich Klauke geknüpft“, erinnert sich Brumby. Sebastian Brumby machte 2019 erfolgreich sein Abitur und war bereit für das Abenteuer Namibia. Mit elf Freiwilligen begann dann 2018 schon die Vorbereitung auf den Auslandseinsatz.

In Oshipeto, einem kleinen Dorf im zentralen Norden Namibias, wartete die Projektstelle auf den Paderborner, der das Glück hatte, gemeinsam mit Tom Schulte aus Arnsberg die Reise ins unbekannte Land antreten zu können. Die dortige Missionsstation wird von Missions-Benediktinerinnen betreut und umfasst einen Kindergarten, eine Schule bis zur siebten Klasse  und ein Internat für insgesamt etwa 200 Kinder, die hier unterrichtet, beherbergt und verpflegt werden.

„Nach dem Flug konnten wir uns erst zwei Wochen in Windhuk akklimatisieren und haben eine Hauptstadt kennengelernt, die sich gut entwickelt hat“, war Sebastiam Brumby von Namibia positiv beeindruckt. 12 Stunden dauerte schließlich die Busfahrt in den Norden des Landes. „Das kleine Dorf war dann nochmal eine Stunde von jeglicher asphaltierter Straße entfernt. Eine Reise in den Busch. Wir waren schon überrascht. Ehrlich, es war uns sogar ein wenig mulmig.“

“Ort tauchte aus dem Nichts auf”

Das Bild des ersten Tages blieb in Erinnerung: Blechhütten, Esel und Ziegen freilaufend auf der Straße, große Trockenheit nach einem Jahr ohne Regen. „Es war alles sehr sehr einfach“, berichtet der Paderborner, der im Haus der Lehrer wie in einer Wohngemeinschaft wohnen durfe. Küche, Wohnzimmer und Badezimmer standen allen zur Verfügung, das Schlafzimmer teilte Sebastian mit seinem Kollegen Tom.

In seinem Reiseblog schildert Brumby die Ankunft so: „Aus dem Nichts tauchte dann Oshipeto vor uns auf, erst der kleine Ort und dann die Schule. Vor den Toren warteten schon die Schüler, um uns zu begrüßen. Diese Begrüßung ist ihnen sehr gelungen: Sie sangen, klatschten, riefen unsere Namen und feierten uns fast schon wie Superstars, während sie neben unserem Auto herliefen. In dem Moment haben wir die langen Bus- und Autofahrten sofort vergessen.“

Bis vor ein paar Monaten dachte ich, dass Google Maps jeden Fleck und Ort auf unserem Globus kennt.

Umso mehr war ich erstaunt, als ich „Oshipeto“ in die Suche eingab und es keinen Treffer gab.

Deswegen habe ich hier einmal die Koordinaten von meinem Projekt für euch:

17°47’57.5″S 14°43’55.0″E

 

schreibt Sebastian Brumby in seinem Blog

Schulte und Brumby an der Tafel in einer Klasse in Namibia.
Kunst, Sport und ein wenig Deutsch unterrichteten Sebastian Brumby und Tom Schulte. (Foto: privat)
Kunst, Sport und ein wenig Deutsch unterrichteten Sebastian Brumby und Tom Schulte. (Foto: privat)

Ein Beitrag von:

Ronald Pfaff
Redakteur
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