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4
Oktober
2019

5 Jahre Zukunftsbild

Eine Erinnerung zum Auftakt des Themenspecials

Paderborn, Paderhalle, vor fünf Jahren, 25. Oktober 2014. Im großen Saal haben sich 500 Menschen aus dem Erzbistum zum Diözesanen Forum versammelt und sind gespannt. Sie erwarten die Vorstellung des „Zukunftsbildes“, das beschreiben soll, welchen Weg ihre Diözese in den nächsten Jahrzehnten nehmen soll.

Am 25. Oktober 2014 ist aus der „Perspektive 2014“ Gegenwart geworden. Der Raum der Paderhalle ist abgedunkelt, auf ein vier Meter hohes weißes Holzkreuz, das über der Bühne hängt, werden Fotos und Filmausschnitte aus den zurückliegenden zehn Jahren projiziert. Am Ende des Films füllen leuchtende Farben das Kreuz. Zum ersten Mal sehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das bunte Zukunftsbild-Kreuz vor sich, das inzwischen als Wandkreuz in vielen Pfarrhäusern, Büros, Sakristeien, Bildungseinrichtungen, Schulen und Kitas hängt.

Das bunte Kreuz sagt viel über den Inhalt des Zukunftsbildes aus. Die farbigen Flächen, aus denen es zusammengesetzt ist, stehen für die Vielfalt der katholischen Kirche im Erzbistum Paderborn, entsprechend macht das Zukunftsbild deutlich, dass die Vielfalt an Menschen, Engagement und Talenten einen großen Reichtum darstellt. Das schmale weiße Kreuz im Zentrum der bunten Flächen steht für Jesus Christus, mit dem die bunten Flächen in Kontakt bleiben müssen, wollen sie ein Kreuz bilden und so erkennbar bleiben. Entsprechend schreibt Erzbischof Hans-Josef Becker im Vorwort des Zukunftsbildes, dass „Verbundenheit mit Jesus Christus“ ein wichtiges persönliches Anliegen ist. „Seiner Gegenwart und dem Wirken seines Geistes dürfen wir vertrauen“.

Dass das gut hundert Seiten umfassende Zukunftsbild keine Handlungsanweisung und kein Nachschlagewerk für die pastorale Praxis ist, erfahren die Zuhörenden schon bei der Präsentation in der Paderhalle und später dann bei die Lektüre des Textes. Wieder mit den Worten von Erzbischof Becker: Das Zukunftsbild ist ein „Wegzeichen, das im Bewusstsein des Vorläufigen Orientierung gibt“. Es beschreibt grundlegende Haltungen sowie theologische und pastorale Leitmotive für die Entwicklung der Erzdiözese in den kommenden Jahren. Damit lässt es allen, die für ihre Pfarrei, ihren Pastoralen Raum, ihre Einrichtung die Zukunft planen, viel Freiheit – freilich auf einer gemeinsamen Grundlage.

“Ein persönliches Anliegen möchte ich diesem „Wegzeichen“ voranstellen. Im Text finden sich zwei Bibelstellen, an denen sich das gesamte Zukunftsbild ausrichtet. In beiden Stellen geht es um die Verbundenheit mit Jesus Christus, dem Herrn der Kirche. Seiner Gegenwart und dem Wirken seines Geistes dürfen wir vertrauen. Wenn wir uns als Kirche von Paderborn in seiner Sendung vom Vater her verstehen, nimmt unsere je eigene Berufung immer mehr und tiefer Gestalt an.

Vor allen Bemühungen um die Umsetzung des Zukunftsbildes möchte ich deshalb betonen, dass alle Schritte und alle Konzepte Maß nehmen müssen an Jesus Christus, dem Herrn der Kirche. Sein Wort „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14,6) ist als Vorzeichen zu verstehen für alles, was wir in der Kirche planen und tun – und auch, was in den kommenden Jahren bei der Umsetzung des Zukunftsbildes geschieht. Die Vergewisserung im Gebet bleibt unsere ständige Aufgabe.”

(Erzbischof Hans-Josef Becker in seinem Vorwort zum Zukunftsbild)

Zu dieser gemeinsamen Grundlage zählen bestimmte Haltungen, die das Miteinander der Gläubigen im Erzbistum Paderborn prägen sollen. Vertrauen und Verantwortung ist im Zukunftsbild dabei besonders wichtig – Vertrauen in die guten Absichten und Fähigkeiten des anderen, Übernahme von Verantwortung für eine gute Zukunft der Gemeinde oder der Einrichtung. Transparenz, größtmögliche Partizipation, Kommunikation auf Augenhöhe sind weitere Haltungen, die das Zukunftsbild als wichtig herausstellt. Damit die Zusammenarbeit in einem solchen Klima gelingt, kommt jenen Menschen, die Leitungsverantwortung haben, eine besondere Verantwortung zu.

Theologisch unterstreicht das Zukunftsbild, dass jeder Mensch von Gott her eine einzigartige Berufung hat und mit individuellen Talenten und Charismen ausgestattet ist. Für die Planungen im Erzbistum Paderborn bedeutet dies, dass es künftig weniger darum gehen soll, Engagierte für vorhandene Aufgaben zu suchen, sondern aus dem Reichtum vorhandener Talente und Charismen die Kirche vor Ort zu gestalten. Dieser Aufgabe widmen sich vor allem die Pastoralen Räume, deren Errichtung weiter fortschreitet und denen das Zukunftsbild vier Handlungsfelder als pastorale Schwerpunkte mit auf den Weg gibt: Evangelisierung – Lernen, aus der Taufberufung zu leben, Ehrenamt – Engagement aus Berufung, Missionarisch Kirche sein – Pastorale Orte und Gelegenheiten, Caritas und Weltverantwortung – Diakonisch handeln.

Als Erzbischof Hans-Josef Becker am Mittag des 25. Oktober 2014 seine Unterschrift unter den Text setzt, wird die gemeinsame Grundlage „Zukunftsbild“ verbindlich, das Signal für einen gemeinsamen Aufbruch im Erzbistum Paderborn ist gesetzt. Spürbar wird dieser gemeinsame Aufbruch, indem sich alle 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums auf den Weg in den Hohen Dom machen. Bei der eucharistischen Anbetung steht wieder jener im Zentrum, der auch im Zentrum des Zukunftsbild-Kreuzes steht: Jesus Christus, der menschgewordene Gott, auf dessen Gegenwart die Kirche von Paderborn vertrauen darf. In dieser Zuversicht erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Auftrag, das Zukunftsbild als Kundschafter in ihre Pfarreien und Einrichtungen vor Ort mitzunehmen und bekannt zu machen.

Das Themenspecial

In den kommenden Wochen geht dieses Themenspecial der Frage nach, welchen Weg der Aufbruch genommen hat, der vor fünf Jahren seinen Anfang nahm. Wir sprechen mit Menschen, die den Weg des Erzbistums intern begleiten und auch mit jenen, die die Geschehnisse rund um Kirche von außen verfolgten. Wir stellen Projekte vor und rufen wichtige Ereignisse in Erinnerung.

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