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Erzbistum Paderborn
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© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Papst Franziskus zu ehren

Gottesdienst im Paderborner Dom und Empfang der Päpstlichen Familie zum 10. Jahrestag der Amtseinführung von Papst Franziskus

Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck feierte mit den Mitgliedern der Päpstlichen Familie im Erzbistum sowie mit zahlreichen Gläubigen im Paderborner Dom einen Gedenk- und Dankgottesdienst zum 10. Jahrestag der Amtseinführung von Papst Franziskus. Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Konrad-Martin-Haus ein Empfang für die Päpstliche Familie statt. „Seine Herzenswärme und vor allem seine konsequente Ausrichtung an Jesus Christus machen Papst Franziskus in meinen Augen bis heute zu einem Vorbild für einen glaubwürdigen Dienst in der Kirche“, betonte der aktuelle Leiter des Erzbistums Paderborn.

Der Jahrestag der Amtseinführung des Heiligen Vaters wird von der Päpstlichen Familie weltweit als Festtag begangen. Zur Päpstlichen Familie zählen Geistliche, die vom Heiligen Vater einen Ehrentitel erhalten haben, sowie Laien, denen der Pontifex einen Päpstlichen Orden verliehen hat, zudem die Ritter und Damen vom Heiligen Grab zu Jerusalem und des Malteserordens.

Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck würdigte die besondere Nähe zu allen Menschen von Papst Franziskus. Papst Franziskus gehe auf Menschen zu und scheue sich dabei nicht, sich selbst klein zu machen. Er verkörpere durch sein Handeln im besten Sinn, dass die Kirche dienen müsse. Mit Nachdruck und mit Authentizität schreibe Papst Franziskus ins Stammbuch der Kirche, dass sie sich für die Armen und Schwachen einsetzen müsse, für die Bewahrung der Schöpfung, für globale Solidarität und für Barmherzigkeit. „Franziskus will Papst aller Katholikinnen und Katholiken sein. Einheit in der Vielfalt zu wahren, ist eine Aufgabe, die in jedem einzelnen Bistum dieser Welt, insbesondere aber für den Heiligen Vater als Papst der Weltkirche eine echte Herausforderung ist“, unterstrich der Diözesanadministrator des Erzbistums Paderborn. Er sei Papst Franziskus sehr dankbar, für den weltweiten synodalen Prozess. „Der Heilige Vater macht damit ganz klar deutlich, dass ein synodales Aufeinanderhören und Wertschätzen des Gegenarguments der Weg der katholischen Kirche in die Zukunft ist – auch im Erzbistum Paderborn.“

© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Die Mitglieder der Päpstlichen Familie feierten den 10. Jahrestag der Amtseinführung von Papst Franziskus. In ihren Ordensinsigien nahmen sie am Gottesdienst im Dom teil. V.l.n.r.: Dr. Andraes Jolmes, Dr. Gerhard Markus, Marion Freiin von Graes, Dr. Juliane Ohm, Prälat Dr. Peter Klasvogt.

Papst ist mit Jesus vertraut

Papst Franziskus habe bereits durch seine Namenswahl am Beginn seines Pontifikats deutlich gemacht, dass das Evangelium „gelebt und getan“ werden müsse – so wie der Heilige Franziskus, es nicht darum gehe, das Evangelium zu interpretieren, unterstrich Diözesanadministrator Dr. Bredeck in seiner Predigt im Gottesdienst. Konsequent lebe und mahne Papst Franziskus die alleinige Orientierung an Jesus an. Weil Jesus die einzige Mitte sei, gehe Papst Franziskus gegen Klerikalismus und Machtmissbrauch vor. „Da ist jemand Papst, der mit Jesus vertraut ist. So wie Jesus geht Papst Franziskus auf die Menschen am Rande zu, auf Menschen, die Hilfe und Solidarität brauchen.“ Papst Franziskus lasse sein Herz berühren von Not und Leid, von kleinen, notleidenden, marginalisierten Menschen und sei so Vorbild für Christen. Der Leiter des Erzbistums Paderborn betonte zum Abschluss seiner Predigt: „Jede und jeder hat seinen kostbaren Auftrag in der Welt. Jede und jeder ist verantwortlich.“

Päpstliche Familie feiert Papst Franziskus

Zur Feier des zehnten Jahrestages der Amtseinführung von Papst Franziskus waren Mitglieder der Päpstlichen Familie im Erzbistum Paderborn in den Hohen Dom gekommen: Ritter und Damen vom Heiligen Grab zu Jerusalem sowie Mitglieder des Malteserordens nahmen mit ihren Ordensinsignien am Gottesdienst in der Bischofskirche des Erzbistums Paderborn teil und feierten ihn im Chorgestühl mit. Auch Trägerinnen und Träger des Päpstlichen Gregoriusordens oder des Päpstlichen Silvesterordens feierten das Pontifikalamt zum 10. Jahrestag der Amtseinführung von Papst Franziskus im Dom mit. Zudem Priester, die als „Monsignore“, „Ehrenprälat“ oder „Apostolischer Protonotar“ Päpstliche Ehrentitel tragen und damit Teil der Päpstlichen Familie sind.

Die Päpstliche Familie im Erzbistum Paderborn kommt traditionell am vierten Fastensonntag im Hohen Dom zusammen, um miteinander den jeweiligen Jahrestag der Amtseinführung des Papstes zu feiern. Weltweit wird in der Katholischen Kirche der Jahrestag der Amtseinführung des Heiligen Vaters von der Päpstlichen Familie begangen.

Päpstliche Familie grüßt Papst Franziskus

„Wir sind Papst Franziskus dankbar für die Perspektiven, die er in die Weltkirche einbringt. Es ist gut, dass er die Türen zur Peripherie hin öffnet“, würdigt Prälat Dr. Peter Klasvogt aus Dortmund Papst Franziskus. Der Geistliche des Erzbistums Paderborn ist Päpstlicher Ehrenprälat und zudem Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Er schätzt die Zusammenkunft der Päpstlichen Familie, in der sich „kirchlich engagierte und geistlich motivierte Menschen“ kennen und treffen. Dr. Gerhard Markus aus Paderborn ist Ritter des Malteserordens. Er erinnert daran, dass es in schweren Zeiten durchaus möglich sei, sich in einer Familie zu streiten und auseinanderzusetzen. Es komme aber darauf an, die Einheit zu bewahren und einen guten Weg in die Zukunft zu finden. Das wünsche er Papst Franziskus zum 10-jährigen Amtsjubiläum auch im Hinblick auf den Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland. Es komme entscheidend darauf an, Jesus nicht auch den Augen zu verlieren.

Eckhard Uhlenberg aus Werl ist Träger des Päpstlichen Gregoriusordens. Der ehemalige Präsident des Landtags NRW und ehemalige Landesminister für Umwelt und Landwirtschaft wünscht Papst Franziskus und allen Katholiken, dass sie Synodalität ernst nehmen und es ihnen – auch durch den Synodalen Weg in Deutschland – gelingt, wieder mehr Menschen anzusprechen und dazu zu bewegen, in der Kirche zu bleiben. Dr. Juliane Ohm aus Paderborn betont die freundschaftliche Verbundenheit innerhalb der Päpstlichen Familie vor Ort. Sie ist Dame vom Heiligen Grab zu Jerusalem und freut sich, dass die weltweite Päpstliche Familie die Einheit der Kirche lebendig unterstützt: „Wir tragen die Kirche mit und stehen in Gemeinschaft mit dem Papst.“ Dr. Ohm erklärt, dass sie bereits drei Päpste bewusst erlebt habe und diese sie durch ihre unterschiedlichen Charismen im persönlichen Glauben weitergebracht haben.

Vielfalt des Katholischen

Marion Freiin von Graes aus Paderborn ist Dame des Malteserordens. Die Treffen der Päpstlichen Familie seien für sie eine Gelegenheit, „die Vielfalt des Katholischen“ zu erfahren. Sie erlebe in der Gemeinschaft verschiedener Ritterorden, der Geistlichen sowie der Ordensträger einen konstruktiven Austausch. „Ich wünsche Papst Franziskus Gesundheit. Ich wünsche zudem, dass er uns deutsche Katholiken auf unserem Synodalen Weg unterstützt“, betont Marion Freiin von Graes. Dr. Andreas Jolmes aus Paderborn hat drei Wünsche für den Papst zum 10-jährigen Amtsjubiläum. „Kraft und Zuversicht bei der Leitung der Weltkirche. Verständnis für den Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland, denn es ist ein Weg, der nicht ‚gegen‘, sondern ‚für‘ die Weltkirche ist“, erklärt der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Er wünsche zudem dringend, dass der Besuch von Papst Franziskus in Kiew und Moskau zustande kommt, dass „Papst Franziskus in der ihm eigenen Art zum Beginn von Friedensverhandlungen beiträgt“.

Das Pontifikalamt wurde musikalisch gestaltet von Sängerinnen und Sängern der Domkantorei unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning und Domorganist Tobias Aehlig an der Orgel.

Stichwort: Papst Franziskus

Seit dem 13. März 2013 ist Papst Franziskus der 266. Bischof von Rom und damit Papst, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Beim Gottesdienst zu seiner Amtseinführung am 19. März 2013 erhielt Papst Franziskus den Fischerring und das Pallium als Zeichen des Petrusdienstes.

Stichwort: Päpstliche Familie

Zur Päpstlichen Familie in den (Erz-)Diözesen der Weltkirche zählen Priester, die den Ehrentitel Päpstlicher Ehrenkaplan (Monsignore), Päpstlicher Ehrenprälat oder Apostolischer Protonotar tragen. Dazu zählen zudem Träger des Päpstlichen Silvesterordens oder des Päpstlichen Gregoriusordens, die Ritter und Damen vom Heiligen Grab zu Jerusalem und auch des Malteserordens.

Ein Beitrag von:
Team Presse

Thomas Throenle

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